Aktion Eine Welt Andernach unterstützt Kampagne

Mensch.Macht.Handel.Fair

Mensch.Macht.Handel.Fair

Unterschriften Kampagne in der Hochstraße.Foto: privat

27.05.2015 - 15:54

Andernach. Anlässlich des „Weltladentags 2015“ informierte die Aktion Eine Welt Andernach über die Unterschriftenaktion „Mensch.Macht.Handel.Fair“:

Viele unserer Alltagsprodukte, wie Textilien, Handys, Autos oder Südfrüchte haben einen langen und für die Verbraucher oft undurchschaubaren Herstellungs- und Lieferweg hinter sich. Immer wieder werden entlang dieser Lieferketten schwere Menschenrechts- oder Arbeitsrechtsverletzungen bekannt. Verbindliche Verpflichtungen für Unternehmen, diese Grundrechte entlang der Handelsketten zu sichern, gibt es nicht. Leider ist es bisher noch nicht möglich, bei Menschenrechtsverstößen oder Umweltschäden die Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen. Dies soll sich ändern. 2011 wurden UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte beschlossen, die den Rahmen für menschenrechtliche Verantwortung der Unternehmen beschreiben. Demnach ist es die Pflicht aller Staaten, alle Menschen vor Verletzungen ihrer Menschenrechte, auch durch Unternehmen, zu schützen. Unternehmen stehen in der Verantwortung, im Rahmen ihrer Sorgfaltspflichten, Menschenrechte zu achten. Durch Klage- und Beschwerdemöglichkeiten für Betroffene von Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden sollen Staaten und Unternehmen Abhilfe ermöglichen. Deutschland soll 2016 einen entsprechenden nationalen Aktionsplan zur Umsetzung dieser UN-Prinzipien erstellen. Hierzu fordern das „Forum Fairer Handel“ und der „Weltladen Dachverband“ gesetzliche Regelungen. Dabei sollen deutsche Unternehmen dazu verpflichtet werden, die Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf Menschenrechte und Umwelt entlang der gesamten Lieferkette zu identifizieren, negativen Auswirkungen entgegenzuwirken sowie eingetretene Schäden zu beheben (Sorgfaltspflicht). Unternehmen sollen für eingetretene Schäden haftbar gemacht werden können, wenn sie die Einhaltung dieser Sorgfaltspflicht nicht nachweisen können. Betroffenen aus dem Ausland soll es ermöglicht werden, deutsche Unternehmen wegen der Verletzung der gebührenden menschenrechtlichen Sorgfalt vor deutschen Gerichten verklagen zu können.Die Aktion Eine Welt Andernach sammelt im FaiRegio Laden in der Hochstraße Unterschriften für diese Forderungen an Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Frank-Walter Steinmeier. Dass partnerschaftliche und transparente Handelsbeziehungen grundsätzlich möglich sind, zeigt der Faire Handel seit mehr als vierzig Jahren. Nun geht es um einen verbindlichen menschenrechtlichen, sozialen und ökologischen Rahmen für alle Unternehmen.

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