Beirat für Migration und Integration

Zwölfte öffentliche Sitzung im Historischen Rathaus-Andernach

Fotoausstellung im Haus der Familie wird noch bis Ende Juli verlängert

Zwölfte öffentliche Sitzung
im Historischen Rathaus-Andernach

Wolfgang Lübke (v. R. mitte) mit Beiratsmitgliedern und Gästen von der ehrenamtlichen Sprachförderung im Haus der Familie.Foto: Privat

08.06.2017 - 13:58

Andernach. Zu ihrer 12. Öffentlichen Sitzung konnte der Vorsitzende des Beirats für Migration und Integration, Wolfgang Lübke, wieder zahlreiche Beiratsmitglieder und Gäste begrüßen.

Als Gäste war Elke Peplow, (Koordinatorin), mit Mitgliedern ihres Teams von der ehrenamtlichen Sprachförderung im Haus der Familie anwesend, die auch über ihre Arbeit ein interessantes Referat während der Beiratssitzung hielten. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden, Wolfgang Lübke, berichteten Elke Peplow und Petra Ritter-Mansfeld über ihre Arbeit, was die ehrenamtliche Sprachförderung im Haus der Familie angeht. Hier einige der wichtigsten Punkte dazu: Es vergehen in der Regel einige Wochen, wenn nicht sogar Monate, bevor ein Flüchtling an einem regulären Deutschkurs über die VHS oder andere Anbieter teilnehmen kann. Um den Menschen in dieser Zeit wenigstens einen kleinen Einstieg in die Deutsche Alltagssprache zu geben, gibt es im Haus der Familie unter anderem jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr ehrenamtliche Sprachkurse. Einige Sätze zu den Sprach- und Kinderpaten: Viele Teilnehmer der offiziellen Sprachkurse freuen sich über einen zusätzlichen Sprachpaten. Das ist ein Muttersprachler, der sich in der Regel einmal pro Woche nach individueller Absprache mit „seinem“ Migranten trifft. Im Vordergrund steht dabei immer die gesprochene Sprache. Für die Grundschul-Kinder mit Migrationshintergrund und daraus resultierenden sprachlichen Problemen besucht ein ehrenamtlicher Pate die Kinder einmal pro Woche in Absprache mit der Schul- und Klassenleitung für eine Stunde in der Schule. Im Vordergrund steht hierbei weniger die Sprache als das Anliegen, eine deutsche Bezugsperson für das Kind zu sein. Sprache „passiert“ sowieso. Nach dem Bericht über ihre engagierte und tolle Arbeit, standen sie anschließend für anstehende Fragen gerne Rede und Antwort.


Ehrenamtliche Mitglieder für Sprachprojekte gesucht


Danach wiesen Elke Peplow und Petra Ritter-Mansfeld nochmals darauf hin, das für alle Projekte wie: Erste Schritte in Deutsch sowie Sprach- und Kinderpaten gerne noch ehrenamtliche Mitarbeiter gesucht werden. Jeder, der Zeit und Lust hat sich einzubringen, ist willkommen. Pädagogische Vorkenntnisse wären zwar von Vorteil, sind aber keine Voraussetzung. Denn alle Projekte werden pädagogisch begleitet, und es finden regelmäßige Gruppentreffen statt. Informationen bei Elke Peplow unter: Mail- ehrenamt.sprache-andernach@web.de oder Tel. (02 63 2) 30 13 8.

Unter Punkt 5 an diesem Abend, legten der Vorsitzende und sein Stellvertreter, Durmus Erkoc; noch einen Ergebnisbericht den anwesenden Beiratsmitgliedern und Gästen vor.

Dies betrifft die erfolgreiche Teilnahme am Tag der offenen Tür im April sowie die durch den Vorsitzenden organisierte Koblenzer Fotoausstellung von „Geflüchteten Kindern“ im Haus der Familie. Diese wird noch bis Ende Juli verlängert.

Durmus Erkoc freute sich auch über die zahlreichen ausländischen Mitbürger, die an der Stadtführung teilnahmen und auf die kommenden Führungen. Sinn der Sache ist es, den ausländischen Mitbürgern die wichtigsten Anlaufpunkte wie Ämter, Ärzte, Krankenhaus, etc. sowie auch die schöne Stadt Andernach gezeigt werden. Danach wurden noch die anstehenden Aktivitäten und Teilnahme des Beirats für Migration und Integration besprochen. Am Sonntag, 2. Juli bei der „Langen Tafel/Essbare Stadt“, Theater für Kinder am Sonntag, 9. Juli um 15 Uhr im Haus der Familie, Karten werden durch verschiedene Institutionen an Familien mit Kinder verteilt, und der Besuch im Kulturen Cafe.

Dies soll eine Begegnungsstätte für Menschen aus verschiedenen Nationen werden. Beginn ist am 21. September sowie weiterhin monatlich am 19. Oktober, 6. November und 14. Dezember jeweils von 17 bis 19 Uhr im Haus der Familie.

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