SFG Wershofen richtet Landessegelfliegertag Rheinland-Pfalz aus

300 Segelflieger kamen zum Fliegertag

Die Ausrichtung hatte in diesem Jahr die Segelfluggruppe Wershofen (SFG) übernommen

08.02.2017 - 12:01

Nürburg. Am vergangenen Samstag war es wieder mal soweit. Der Luftsportverband Rheinland-Pfalz und als Veranstalter die Segelflugkommission des Luftsportverbands Rheinland Pfalz luden zu ihrem diesjährigen Segelfliegertag 2017 in die Graf-Ulrich-Halle in Nürburg ein und fast 300 Segelflieger aus Rheinland-Pfalz und den benachbarten Bundesländern kamen. Die Ausrichtung des Segelfliegertages, der an wechselnden Orten stattfindet, hatte in diesem Jahr die Segelfluggruppe Wershofen (SFG) übernommen und sorgte mit Getränken, Kuchen und Spießbraten für das leibliche Wohl der Gäste. Eröffnet wurde die Veranstaltung von der Vorsitzenden der Segelflugkommission, Roswitha Ulrich, dem Präsidenten des Luftsportverbandes RP, Ernst Eymann, und dem Vorsitzenden der SFG, Christian Grau.

Die anwesenden Vertreter aus der Politik, Reinhold Schüßler Ortsbürgermeister von Nürburg, Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau und der Kreisbeigeordnete MdL Horst Gies MdL als Vertreter des Landrats, richteten Grußworte an die Segelflieger und wünschten ihnen einen guten Verlauf. . Horst Gies dankte den Mitgliedern der SFG Wershofen für den großartigen Einsatz und die Ausrichtung des Segelfliegertages und überreichte dem Vorsitzenden Christian Grau eine finanzielle Unterstützung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler. Im seinem Grußwort nannte Bürgermeister Guido Nisius die Verbandsgemeinde Adenau das Thermikparadies in der Eifel, wo die Segelflieger das Privileg genießen von oben aus der Vorgelperspektive herabzuschauen. Nisius dankte den Segelfliegern aus Wershofen, das sie Nürburg zum Austragungsort gewählt haben, da der legendäre Nürburgring in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feiert. Reinhold Schüßler als Hausherr zeigte sich erfreut darüber, dass die Halle diesmal nicht wie sonst üblich vom „lautem“ Motorsport genutzt wurde, sondern „geräuschlos“ von den Segelfliegern.


Ein buntes Programm für die Mitglieder


Auf die Teilnehmer wartete ein buntes Programm aus Vorträgen, Berichten des Verbandes und Ehrungen verdienter Mitglieder. Abgerundet wurde das Ganze durch 13 Aussteller, die Neuerungen und Zubehör rund um das Segelflugzeug anboten. Hier konnten sich die Besucher über Navigationskarten und -geräte, Akkumulatoren, Funkgeräte, Solartechnik und allerlei Hilfsmittel informieren und sie zum Teil auch ausprobieren. Daneben gab es viele kleine Dinge zu kaufen, die den Aufenthalt im Cockpit angenehmer gestalten. Ebenso belebten Anregungen und Erfahrungen aus dem Alltag den gegenseitigen Austausch zwischen Segelfliegern und Ausstellern.


Ein Referat zum Thema Luftsport und Windkraftanlagen


Die Vortragsreihe eröffnete Prof. Dr. Frank Janser, FH Aachen, mit einem eloquenten Vortrag zum Thema Windkraftanlagen und ihre Auswirkungen auf den Luftsport. So manch einem Segelflieger war bisher sicher nicht bewusst, was für Wirbel und Strömungen auf der Lee-Seite der Rotoren herrschen und welche Abstände daraus resultierend einzuhalten sind. Gleiches gilt für Propellermaschinen und Hubschrauber. Die Untersuchungen der FH Aachen betrachten auch die Windverhältnisse in Deutschland allgemein und leiten daraus wirtschaftliche Berechnungen ab, wann und wo eine Windkraftanlage sinnvoll ist. Die anwesenden Vertreter der Politik zeigten sich hiervon sehr beeindruckt. Ein weiterer Vortrag „ Auf dem Weg zur Gleitzahl 100“ von Prof. Dr. Loek Boermans von der Universität Delft fesselte die Zuhörer. Prof. Boermans forscht seit Jahren im Bereich Material und Form von Rumpf und Flächenprofil (Flügel von Segelflugzeugen). Er gilt als die größte Kapazität auf diesem Gebiet. Sein Ziel ist das Erreichen der Gleitzahl 100. Diese Zahl beschreibt die Flugstrecke, die ein Flugzeug aus einer entsprechenden Höhe ohne Auftriebsquelle zurücklegen kann. So kann ein heutiges Hochleistungssegelflugzeug mit Gleitzahl 70 aus einem Kilometer Höhe 70 Kilometer weit gleiten. Bei den ersten Flugzeugen lag die Gleitzahl unter 20, bei einem Space-Shuttle liegt sie wie auch bei vielen Motorflugzeugen unter 10. Nach dem Mittagessen stand die Wahl zum Vorsitz der Segelflugkommission an. Wiedergewählt wurde Roswitha Ulrich. Es folgte die Vergabe des Ignaz Bernauer Pokals an Henrik Bieler vom AeC Landau. Er flog am 4.Mai in seinem Einsitzer Ventus 2 die längste Segelflugstrecke 2016 – ein Dreieck von 886 Km Länge mit den Eckpunkten Landau, Arnsberg, Ingolstadt, Landau.


Asuzeichnungen und Ehrungen


Des Weiteren wurden verdiente Mitglieder, sowie der Landessieger der Deutschen Meisterschaft im Streckensegelflug und die rheinland-pfälzischen Gewinner im Jugendvergleichsfliegen, einem Nachwuchswettbewerb, geehrt. Nachdem Nachwuchspilot Moritz Althaus vom Aero-Club Nastätten über sein Jahr mit einem der beiden Förderflugzeuge des Luftsportverbandes berichtet hatte, wurden die zwei Junioren benannt, die in der kommenden Flugsaison das Privileg haben werden, diese Wettbewerbsgeräte nutzen zu dürfen. Aber auch zu den Anfängen der Segelfluggruppe Wershofen gab es einiges zu hören, da das Gründungsmitglied und Ehrenmitglied Otto Betzner so einiges aus den Anfängen von vor 65 Jahren zu berichten wusste. Beim Segelfliegertag in Nürburg wurden auch zahlreiche erfolgreiche Streckenfliegerinnen und Streckenflieger geehrt. Von der SFG Wershofen wurde Jan Bodenheim mit der Bronzenen Ehrennadel des LSV RLP für seine Zeit als erster Vorsitzender bei der SFG Wershofen vom Präsidenten ausgezeichnet. Weiterhin gab es die Ehrennadel in Bronze auch für Rainer Schneck und Werner Richling die für ihr großes Engagement bei den Segelfliegern in Wershofen ausgezeichnet wurden

Infos zum Segelfliegen und zur Flugausbildung in Wershofen gibt es unter

http://www.sfg-wershofen.de

UM

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Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
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