Die ev Gemeinden Altwied, Feldkirchen und Heddesdorf erfolgreich zum Jubiläum

500 Jahre Luther

Kindermusical „Martin Luther“

500 Jahre Luther

Szenenfoto aus „Martin Luther“. Foto: Dorothea Müth, ev. Kirchenkreis Wied

19.06.2017 - 16:19

Neuwied-Altwied. Schon früh war die alte evangelische Kirche gut gefüllt. Scharen von Kinder in unterschiedlichen Gewändern liefen aufgeregt hin und her, sodass kaum ein Durchkommen war. So viel Leben wünschte man sich immer im Gotteshaus.

„Es ist angerichtet, in doppelter Hinsicht“, begann Pfarrer Tilmann Raithelhuber aus Heddesdorf und deutete auf den gedeckten Tisch.

Die ersten Kinder stritten sich spielerisch um einen Stock. Eines trug eine Eselsmaske; es war nicht brav gewesen. Während die Mutter die anderen zu Tisch rief, bekam der arme Junge mit der Eselsmaske im Stall nur Heu vorgesetzt. Strafe musste sein. Artig sprach die Familie das Tischgebet auf Latein. Schule und Lernen waren in Luthers Elternhaus wichtig, aber nichts für Mädchen. Ohne Strafe galten sie ohnehin als aussichtslos. Der Mönch Martin Luther, damals noch Jura-Student und grandios gespielt und gesungen von Jette Dunker, kam mit zu Tisch.

Schon hier in der ersten Szene erfolgte die erste Anspielung auf das Thema Luther und seine Thesen. Im weiteren Verlauf begreift Luther beim Bibelstudium, dass Gott nicht straft, sondern lieber liebt. Gott vergibt und lässt sich nicht durch irgendeinen kirchlichen Ablass kaufen.

Das Singspiel führte weiter durch Luthers Leben. Er sitzt auf der Wartburg und übersetzt das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche. Er will, dass alle Gottes Wort lesen können. Entsetzt kehrt er nach Wittenberg zurück, als er erfährt, was seine Thesen ausgelöst haben.

Er lässt sein Neues Testament auf Deutsch drucken. Und es wird vom Volk so schnell angenommen, dass die Druckereien gar nicht hinterherkommen. Er selbst verdient sich daran keine goldene Nase, sondern nur die Drucker bekommen Geld.

Ziemlich zum Ende wird die Tischszene wiederholt. Die gleiche Streiterei, die gleiche Eselsmaske, dieses Mal mit Martin Luther und seiner Frau Katharina als Eltern. Doch dieses Mal darf der Junge seine Maske abnehmen und am Essen teilnehmen. Es wird auf Deutsch gebetet. Und wieder ist das Thema Schule da. Aber es hat sich gewandelt. Jetzt weiß man, dass man ohne Angst besser lernt und auch Mädchen die Schule besuchen dürfen.

Das Singspiel endete mit nicht aufhörendem, verdientem Applaus. Nicht nur die Kinderchöre und Musiker hatten Großartiges geleistet. Auch die Eltern hatten aufgebaut, die Kostüme gestaltet und ihren persönlichen Zeitplan geopfert, damit die drei Kinderchöre zusammen proben konnten. „Es war immer eine Hand da, wenn sie nötig war.“ Als Herz des Singspiels begann die bekannte und besonders in der Kinderarbeit erfolgreiche Chorleiterin Sabine Paganetti. Leider musste sie während der Proben pausieren. Ines Giegold übernahm ihre Aufgabe, und dank der exzellenten Zusammenarbeit aller ging es weiter. Gekrönt wurde der christliche tätige Einsatz durch diese gelungene Darstellung.

Die Gemeinschaft pflegen konnte die Gemeinde in dem anschließenden Familienfest mit einer Luther-Rallye für die Kinder durch Altwied. Für das leibliche Wohl sorgten zahlreiche Kuchenspenden.

Wer das Kindermusical „Martin Luther“ noch ein Mal genießen möchte, hat dazu eine Gelegenheit am Samstag, 23. September. In Neuwied findet an jenem Tag dieses Jahr der Rheinische Kindergottesdienstag zur Reformation statt.

Pressemitteilung

Heimat- und Verschönerungs

verein Neuwied-Feldkirchen

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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