Pfarrer i. R. Lothar Brucker feierte 80. Geburtstag - Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Remaclus und Empfang

Authentisch, menschlich und spirituell

10.01.2017 - 09:29

Waldorf. Der in Waldorf beheimatete Pfarrer i. R. Lothar Brucker feierte am Dreikönigstag in Waldorf seinen 80. Geburtstag. Am 6. Januar 1937 in Erfurt geboren, kam Lothar Brucker bereits in jungen Jahren nach dem Tod des Vaters im 2. Weltkrieg gemeinsam mit seiner Schwester und der Mutter in deren Heimatort Waldorf. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugendzeit. Nach Abschluss der Schulausbildung absolvierte er zunächst erfolgreich eine Banklehre und war danach sechs Jahre als Bankkaufmann tätig. Bereits während dieser Zeit war er in der Jugendarbeit seines Heimatortes aktiv. Am Abendgymnasium in Neuss holte er während seiner Berufstätigkeit das Abitur nach und studierte anschließend in Freiburg und Trier katholische Theologie. Die Priesterweihe erfolgte im Jahre 1969 im Dom zu Trier. Im Anschluss war er zwei Jahre als Kaplan in Plaidt und anschließend als Regionaljugendseelsorger in Mayen tätig.


Ein Leben im Dienst des Nächsten


Lothar Brucker waren während dieser Zeit das Land Bolivien und seine Menschen ans Herz gewachsen. Er meldete sich freiwillig zu einem Solidaritätseinsatz des Bistums Trier in Bolivien, wo er von 1974 bis 1982 erstmalig in der Pfarrei Muyupampa tätig war. Zu der Pfarrei gehören 16 Landgemeinden, die zum Teil nur mit einem Geländewagen oder nur zu Pferd erreichbar waren.

Nach seiner Rückkehr aus Bolivien war er acht Jahre lang als Pfarrer in den Pfarreien Kärlich und Kettig tätig, wo er besondere Kontakte zu der örtlichen Kolpingfamilie pflegte. Sein nächster Einsatz in Bolivien erfolgte von 1990 bis 1998 in Villa Serrano. In diese Zeit fiel als wichtigste Aufgabe der Ausbau des Bildungszentrums CEITHAR (Centro Educativo Integrado Tecnico Humanistico Acelerado Rural) an. Das durch seine Unterstützung ausgebaute Bildungszentrum und Internat für Jugendliche der bolivianischen Landbevölkerung rüstet die Schülerinnen und Schüler mit einer Grundbildung und handwerklichen Fertigkeiten aus, um ihnen ein selbstbestimmtes, abgesichertes Leben zu ermöglichen. Aber nicht nur dem Schul- und Internatsbetrieb galt die Sorge von Pfarrer Brucker, sondern auch der Infrastruktur der damaligen weitläufigen Pfarrei. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass ein Staudamm gebaut wurde, der die Wasserversorgung des Ortes sichern sollte.

Nach seiner Rückkehr war er wieder als Pfarrer tätig, u. a. in Nörtershausen. Eine schwere Erkrankung führte im Jahre 2003 zu seiner Versetzung in den Ruhestand.

Trotzdem kommt Lothar Brucker, was sein Engagement betrifft, nicht zur Ruhe. Seit dem Jahr 2000 vermittelt er deutsch-bolivianische Patenschaften, damit Kinder aus ärmlichen Verhältnissen in Bolivien bessere Bildungschancen erhalten. Während der Wintermonate hält er sich seit seiner Versetzung in den Ruhestand regelmäßig in Bolivien auf, wo er die dortigen Priester bei ihrer Arbeit unterstützt und sich um die Partnerschaftsprojekte des Bistums Trier kümmert. Als „Waldorfer Schwalbe“ informierte er während dieser Zeit seine Heimat über die Tätigkeit in Bolivien. Auch während des Aufenthaltes in seiner Heimat im Vinxtbachtal informiert er die Gläubigen über Bolivien und seine Menschen. Oft sind Priester und Jugendliche in seinem Haus in Waldorf in der Pilsgasse zu Gast. Auch engagiert sich Lothar Brucker stark bei der Integration der Neubürger aus Eritrea und Syrien in seiner Heimatgemeinde.


Träger des Bundesverdienstkreuzes


Unvergesslich wird für den in Waldorf lebenden „Missionar“ Lothar Brucker die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande durch Bundespräsident Joachim Gauck im Jahr 2014 sein. Mit dieser hohen Auszeichnung wurde das jahrzehntelange Engagement des Priesters im Rahmen der Solidaritätsstiftung Trier-Chuquisaca gewürdigt. An seinem Jubeltag feierte der Jubilar gemeinsam mit Pfarrer Günter Marmann den Festgottesdienst in der Pfarrkirche St. Remaclus in Waldorf. Der Kirchenchor „Cäcilia“ Waldorf unter der Leitung von Andrea Érnst gestaltete mit seinen Liedbeiträgen den Gottesdienst mit, an dessen Ende Pfarrer Marmann Glück- und Segenswünsche überbrachte und dem Jubilar für dessen Wirken, auch im Ruhestand, seinen Dank aussprach.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anneliese Schmitt und Paul Weber vom Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde St. Remaclus Waldorf und gleichzeitig auch Vorsitzender des Kirchenchores überbrachten Dank- und Glückwünsche. Beim anschließenden Empfang in der Waldorfer Vinxtbachhalle konnte Lothar Brucker viele Gäste begrüßen, unter ihnen auch die beiden Ruhestandsgeistlichen Stefan Augst und Norbert Klaes, die gemeinsam mit dem Jubilar das Seelsorgeteam der Pfarreiengemeinschaft unterstützen. Viele Gäste waren auch aus seinen früheren Wirkungsstätten gekommen, um ihm zu seinem Geburtstag zu gratulieren.

Waldorfs Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Ortsgemeinde, wobei er auf das Wirken von Lothar Brucker in seiner Heimatgemeinde besonders einging. „Wir sind froh, dich in unserer Mitte zu haben“, fasste Felten die Freude der Ortsgemeinde über das Tätigsein von Lothar Brucker zusammen und überreichte ihm als äußeres Zeichen der Anerkennung das Wappen der Gemeinde auf einer Schiefertafel. Lothar Brucker selbst verlas die Glückwunschschreiben der Bischöfe Stefan Ackermann (Trier) und Felix Genn (Münster) sowie von seinem Priesterkollegen Leo Schwarz. Auch der ehemalige Vorsitzende des Pfarrgemeinderates aus Nörtershausen, Friedbert Ritter, würdigte das Wirken des Jubilars. Er bemerkte, dass Lothar Brucker mit seiner Einfachheit, Authentizität, Spiritualität und Menschenfreundlichkeit seinen Glauben lebe und veranschauliche. „Du hast ein Band der Freundschaft geschaffen, das du über die ganze Welt geknüpft hast“, lobte er das Wirken Bruckers.

Seine beiden Patenkinder Claudia und Margit waren mit zwei Freundinnen gekommen, um mit ihm seinen Geburtstag zu feiern. Sie haben Lothar Brucker 2013 als Reisegruppe bei seinem Aufenthalt in Bolivien besucht und die Ergebnisse seines Wirkens dort erleben dürfen. Auch der Vorsitzende des Pfarreienrates der Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land, Martin Schnitker, gratulierte dem Jubilar und überbrachte Glückwünsche des ehemaligen Pfarrverwalters Mladen Sime Karlic. Überrascht wurde der Jubilar von den Kindern des Kindergartens St. Remaclus, die mit ihren Erzieherinnen dem Jubilar die Glück- und Segenswünsche musikalisch darboten.

Schließlich erhielt er noch den Besuch der „Hl. Drei Könige“. Robert Hoß, Günter Monien und Klemens Neuhaus, alle Sänger des Kirchenchores Oberbreisig, der den Waldorfer Kirchenchor beim Gottesdienst unterstützt hatte, sangen in humoristischer Weise das Lied von den „Heiligen Drei Königen“, bei dem sie von Andrea Ernst auf der Gitarre begleitet wurden.

Lothar Brucker dankte in bewegten Worten den Gästen und Gratulanten und in seiner bescheidenen Art: „Ich danke Gott, dass er mir dies alles ermöglicht hat!“

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Kommentare
Uwe Klasen:
Eine sehr gute Initiative, vor allem da bislang kaum der vermehrte "Vogelschlag" durch diese Anlagen in der Öffentlichkeit bekannt ist. So schätzen Forscher, dass pro Jahr zwischen fünf bis zehn Vögel pro Windrad (28.000 aktuell) und mehr als 250.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen sterben (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20374-2016-07-11.html)! Eine Naturzerstörung sondergleichen wird hier durch die Wind- und Solarlobby (Politiker und der ökologisch-industrielle Komplex) betrieben und durch viele, in falschem Glauben, akzeptiert. Menschen die sich dagegen wehren werden, bestenfalls als Skeptiker, meist aber als Leugner diffamiert! Dieser subventionsgeschmierte Windradwahn kann für gefährdete Vogelarten, wie den Rotmilan, das Ende bedeuten!
Jürgen Steup:
Schwachsinn. Der Hartenfelser Kopf ist mein Hausberg, wo ich mehrmals pro Woche an den meisten der 26 WKA vorbei gehe. Ich selbst habe 1 x eine tote Taube bzw. deren Überreste gefunden, wobei mir noch nicht klar ist, ob diese durch die WKA oder aus Altersschwäche gestorben ist. Auf der Straße kommen viel mehr Tiere um. Wird deshalb gegen den Verkehr gekämpft? Harry Neumann versucht immer wieder, sich selbst eine Bühne zu geben um sich als Naturschützer zu profilieren und hat sich selbst früher für die Windenergie eingesetzt. Bleibt noch die Frage, wo die Überreste des Raubvogels (s. Foto) wirklich gefunden wurden.
Michael Daum:
Korrekte Mülltrennung? Klappt nirgendwo richtig. Doch anstatt diese Tatsache aufgrund der jahrelangen Erfahrung zu akzeptieren und deshalb auf ebenfalls seit Jahren existierende Verfahren der maschinellen Mülltrennung umzustellen, wird der Verbraucher lieber immer wieder gemahnt und gegängelt. Am Ende des Tages wird ja auch gerne mal der Preis für die Entsorgung des Mülls angehoben. Dabei ist dann der Verweis auf die hohen Fehlwurfquoten den Entsorgern ganz recht. Das korrekt sortierter Restmüll in der Müllverbrennung (wo er überwiegend landet) nicht mehr richtig brennt und deshalb große Mengen von Verpackungsmüll zugeführt werden (ja genau, die aus dem gelben Sack oder der gelben Tonne), verschweigt man gerne. Da alle Beteiligten (außer dem Verbraucher) an dem System sehr gut verdienen, wird sich da in Zukunft auch nicht viel ändern.
Armin Linden:
Die Bedingungen u. Richtlinien waren damals bei Gründung des "Grünen Punktes" mit den Städten u. Landkreisen, klar definiert. Vor Remondis (Rethmann) der hier benannt wird, waren seinerzeit ganz andere Akteure, auch mit der Idee - Trienekens TR., am Start. Ich erinnere mich gut. Der AWB weisst zu Recht auf die Vermüllung der Tonnen hin. Wertvolle Rohstoffe gehen verloren. In der Rathausstr., Schickeria v. BNA., sind die Tonnen 2 Tage nach Leerung bereits wieder voll. Mit "Allem". Direkt neben dem Rathaus. Gut das dies BMU Klaus Töpfer nicht mehr sehen muss. Viele der zugezogenen Migranten, füllen ebenso ordentlich auf. Keiner kann lesen, auch viele, die bereits länger hier sind. Man legt auch offensichtlich keinen Wert auf hiesige Belange. Mein Eindruck. Wenn bei diesem sensiblen System nicht alle mitmachen, die Gewerbeleute auch noch die Tonnen der Privaten auffüllen, funktioniert es nicht.
Erhard Jussen:
Ich kann dem Kommentar von Uwe Klasen nur zustimmen.
Uwe Klasen :
Kohlekraftwerke abschalten... der interessierte Leser sucht bitte einmal nach "Energiewende 24.01.2017", dort wird anschaulich berichtet wie die Kohle- und Kernkraftwerke einen bundesweiten Stromausfall verhindert haben weil die sogenannten "Erneubaren" nichts geliefert haben, kein Wind und keine Sonne. Nur Ideologen ohne Sachverstand und ohne soziale Verantwortung können noch auf den Ausbau der sogenannten "Erneubaren Energien" beharren!
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