33. Möhnenempfang des Landrates

„Das Müllkonzept ist GroKo“

Jecke Wiever hatten im Kreishaus jede Menge Spaß

06.02.2018 - 08:50

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Jeckes Jubiläum beim längst traditionellen Möhnenempfang des Landrates, der in diesem Jahr seine 33. Auflage erlebte. Immerhin 30 Möhnenvereine aus allen Ecken des Kreisgebietes waren der Einladung von Landrat Dr. Jürgen Pföhler gefolgt und erlebten in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung einen stimmungsvollen Abend. Dabei waren, wie Jürgen Pföhler einräumte, ihm die jecken Wiever schon des Nachts zuvor im Traum erschienen – der nun Wirklichkeit wurde. „Langeweile werdet ihr hier nicht erleben, denn ihr bringt das Kreishaus zum Beben“, sagte der Kreischef voraus und verteilte großzügig seinen schmucken Jubiläumsorden. Doch auch die Möhnen hatten zu Ehren des Landrates einiges mitgebracht. So gab es von den Königsfelder Möhnen einen stilechten „Trump-Witz“ und von den Möhnen aus Adenau ein Jubiläums-Gedicht. Auch das leibliche Wohl von Jürgen Pföhler kam in Form von Magenbitter und diversen Likörchen alles andere als zu kurz: Geistige Getränke gab es unter anderem von den Möhnen aus Ahrweiler, Bölingen und Leimersdorf. Die Abordnung der Kempenicher Möhnen, die statt „Alaaf“ „Helau“ rufen, hatte gleich ein ganzes Wurstpaket dabei.


Möhnen mit Basisdemokratie


Ganz „nebenbei“ wurde auch noch allerhand lokales „Möhnenwissen“ vermittelt. So war beispielsweise zu erfahren, dass die Bengener Möhnen vor Kurzem sage und schreibe acht Neuaufnahmen zu verzeichnen hatten und seither deutlich verjüngt daherkommen. Basisdemokratie wird bei den Möhnen aus Spessart gelebt: Hier gibt es keine „Obermöhn“. Das Gegenteil, nämlich ein Möhnendreigestirn, regiert bei den Kripper Möhnen. Und eben jenes Dreigestirn nahm dann unter dem Jubel der versammelten Möhnen das neue Müllkonzept des Kreises Ahrweiler so richtig aufs Korn: „Wir haben viermal elf Tüten Müll rausgestellt, denn den können nur sie sortieren. Das Müllkonzept ist „GroKo – Großer Kokolores“. Natürlich hatte der Landrat für die Möhnen auch ein karnevalistisches Programm zusammengestellt. Die Dorfgarde Nierendorf und die Tanzgruppe der Birresdorfer Möhnen („Red Hot Maries“) sorgten für allerbesten Funken- und Showtanz, Büttenlegende Andy Marquard strapazierte als Ballett-tanzendes „Funkenmariechen“ die Lachmuskeln und die Gruppe „Jeckeditz“ machte den Sitzungssaal mit jeder Menge Fastelovendshits endgültig zur Stimmungshochburg.

Folgende Möhnenvereine waren zum Landratsempfang gekommen: Bottermaatsmöhnen Adenau, Kreis Möhnen Union, Königsee Möhnen Oberdürenbach-Büschhöfe, Kripper Wasserturmmöhnen, Möhnenclub Koisdorf, Möhnengesellschaft Bad Breisig, Möhnengesellschaft Westum, Möhnengruppe KSK Ahrweiler, Möhnenschar Ahrweiler, Möhnenverein „Fidele Möhnen“ Kempenich, Möhnenverein „Käslöffele“ Heppingen, Möhnenverein Bölingen, Möhnenverein Bengen, Möhnenverein Gelsdorf, Möhnenverein Leimersdorf, Möhnenverein Nierendorf, Möhnenverein Schalkenbach-Vinxt, Möhnenverein Spessart, Möhnenverein Weibern, Waldorfer Möhnen, Möhnengesellschaft „Wölle Möhne“ KG Remagen, Möhnenverein „Olbrück-Möhnen“ Niederdürenbach, Möhnenverein Königsfeld, Dedenbacher Möhnen e.V., Grüne Waldmäuse Kalenborn, Möhnengesellschaft Remagen, Möhnenverein Löhndorf, Fidele Möhnen Birresdorf, Swistbachmöhnen Holzweiler.

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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