Exkursion des Rhein-Gymnasiums Sinzig zum RheinAhrCampus Remagen

Es geschah mitten unter uns

Schüler der MSS 12 besuchen Ausstellung zu Sinti und Roma

Es geschah mitten unter uns

Die Schüler der MSS 12 während ihres Besuches der Ausstellung „Die Überlebenden sind die Ausnahme. Der Völkermord an den Sinti und Roma“.Foto: privat

07.12.2017 - 16:07

Sinzig. Der Völkermord der Sinti und Roma wurde jahrzehntelang verschwiegen. Nach nunmehr 40 Jahren wurde mit der Ausstellung „Die Überlebenden sind die Ausnahme. Der Völkermord an den Sinti und Roma“ erstmals die Geschichte dieses Genozids erarbeitet und das erworbene Wissen weitergegeben. Diese Ausstellung wurde vom Verband Deutscher Sinti - Landesverband Rheinland-Pfalz organisiert und war das Exkursionsziel der Schüler des Geschichtskurses der MSS 12 unter Leitung von Ilse Kösling. Im Foyer des nicht weit von der Schule entfernten RheinAhrCampus in Remagen war auf großformatigen Tafeln anhand von Fotos, Dokumenten und Zeugenaussagen das leidvolle Geschehen dargestellt. Besonders interessant war der regionale Aspekt der Ausstellung. So ist die Pfalz nicht nur seit Jahrhunderten deutsche Heimat, sondern auch seit mehr als 600 Jahren die der Roma und Sinti. Leider ist sie auch einer der Hauptorte, an denen die Erfassung und Selektion durch die NS - „Rassenbiologen“ erfolgte, welche die Deportationen zur Folge hatten.

Was in der Pfalz begann, steht stellvertretend auch für das Ganze, für den in der Geschichte der Menschheit einzigartigen Völkermord an den Juden, den Sinti und Roma.


Keiner der Verantwortlichen wurde zur Rechenschaft gezogen


Erstaunlich war für viele der SchülerInnen, dass keiner der Verantwortlichen für den Völkermord jemals zur Rechenschaft gezogen wurde. Viele von ihnen machten in Westdeutschland sogar Karriere. Der Genozid blieb ungesühnt und wurde lange verdrängt. Eine Entschädigung gab es nie. Die Vorgehensweise der Täter gegenüber den Sinti und Roma empfanden die SchülerInnen als äußerst perfide. Durch die scheinbar wissenschaftliche Klassifizierung erschlichen sie sich das Vertrauen der Menschen und tarnten so ihre „Rassenforschung“. Dass sie nicht einmal vor Kindern und Säuglingen zurückschreckten, ihnen zum Beispiel die KZ-Nummer eintätowierten, die Roma und Sinti als Tiere bezeichneten, sie aber schlimmer als jene behandelten und sie in völliger Unwissenheit deportierten, ist beispielhaft für ihr erniedrigendes Verhalten. Insgesamt weckte diese Ausstellung bei den Schülern ein großes Interesse, bei vielen auch tiefe Betroffenheit. Die informativen Erklärungen, die Zeitzeugenberichte und die direkte Konfrontation mit dem Schicksal von Menschen, die hier gelebt haben, und deren heutigen Nachfahren haben ihnen geholfen, sich dieser Thematik anzunähern.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

Verbandsgemeinderat Mendig traf sich zur letzten Sitzung des Jahres

Haushaltsplan 2018 verabschiedet

Mendig. „Die kommunalen Verantwortungsträger sowie die Bürgerinnen und Bürger unserer Verbandsgemeinde dürfen auf ein erfreuliches Haushaltsjahr 2018 blicken. Wichtige Maßnahmen und Investitionen steigern die Zukunftsfähigkeit unserer Kommune, die Schulden werden stetig weiter abgebaut, und die Verbandsgemeindeumlage kann um 1,63 Prozent gesenkt werden, was eine Entlastung für Bell, Mendig, Rieden,... mehr...

DLRG Bezirk Rhein-Mosel

Nikolausschwimmen mit den Jüngsten

Bad Neuenahr. Kürzlich traf sich der Nachwuchs des DLRG Bezirks Rhein-Mosel zum traditionellen Nikolausschwimmen im Hallenbad in Bad Neuenahr . Es fanden sich etwa 60 bis 70 Teilnehmer aus verschiedenen Ortsgruppen ein. Bei diesem Wettkampf geht es mehr um den Spaß als um, wie bei Meisterschaften üblich, den doch sehr ernsten Wettkampf bei Rettungsschwimmmeisterschaften. Dennoch wollen hier natürlich alle gut abschneiden. mehr...

Westumer Möhnen

Kartenvorverkauf startet

Westum. Die Westumer Möhnen haben sich zum 70. Geburtstag wieder ein tolles Programm für Weiberfastnacht (Donnerstag, 8. Februar 2018) einfallen lassen. Die Sitzung startet um 14.11 Uhr im Gasthaus zur Post (Herges). An dieser Veranstaltung können alle Frauen und Mädchen ab dem 14. Lebensjahr teilnehmen. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 15. Januar 2018, um 16 Uhr unter der Telefonnummer (0 26 42) 9 57 60 36. Die Hotline ist von Montag bis Freitag zwischen 16 und 19 Uhr erreichbar. mehr...

Weitere Artikel

Bandorfer Skatrunde

Klaus Schaefer wird Gesamtsieger

Bandorf. Das sechste und somit letzte Turnier der 25. Bandorfer Skatturnier-Serie fand im Dorfgemeinschaftshaus statt. Tagessieger wurde Heinz Düfrain. Ihm folgten Klaus Schaefer und Jürgen Perzborn auf den Plätzen zwei und drei. Außerdem wurden an diesem Abend die Gesamtsieger der Turnierserie gekürt: 1. Klaus Schaefer, 2. Peter Schmitz, 3. Antonio Sottile, 4. Herbert Knust, 5. Peter Bock, 6. Jo Weißhaar. mehr...

Die Kinder der Kita Pusteblume hatten Besuch

Der Nikolaus war hier

Vallendar. Vor Kurzem warteten die Kinder der Kita Pusteblume ganz gespannt, ob der Nikolaus zu Ihnen zu kommt. mehr...

Sinziger Skatmeisterschaften

Peter Heuser hatte die Nase vorn

Sinzig. Im weihnachtlich geschmückten Sinziger Bootshaus trafen sich die Skatfreunde zum abschließenden Spieltag der Sinziger Skatmeisterschaften. Der Gabentisch war reich mit Preisen gedeckt. „Wer auf all den Wein achtet, für den bekommt Weihnachten vielleicht neue Facetten“, kalauerte Martin Eggert vom Organisationsteam der Sinziger Sozialdemokraten angesichts der Pracht gut gelaunt. Sogar die Pokale für die Sieger der Gesamtwertung waren eben noch rechtzeitig eingetroffen. mehr...

Weitere Artikel

Kath. Kindertagesstätte Urbar

Interkulturelles Frühstück

Vallendar. Kürzlich organisierten Erzieherinnen und Eltern im Kindergarten ein interkulturelles Frühstück. Dafür bereiteten Eltern aus ihren Heimatländern Köstlichkeiten zu. Insgesamt zwölf Nationen deckten die Essenstafel mit ihren kulinarischen Reichtümern. Die Kinder nahmen das vielfältige und abwechslungsreiche Angebot gerne an, und so war für jeden Geschmack etwas dabei. Über das Engagement der Eltern und die Begeisterung der Kinder freuten sich die Erzieherinnen sehr. mehr...

Weihnachtsliederprobe in der Adventskirche Sinzig

Musikalische Vorbereitung

Sinzig. Bereits zum zweiten Mal hatten die Instrumentalpädagoginnen Irmgard Morschhausen und Miriam Deres ihr Adventsvorspiel unter das Motto „Weihnachtsliederprobe“ gestellt. Bei der Vorbereitung auf das Fest gibt es viel zu tun: Basteln, Plätzchen backen, Haus putzen und schmücken, Geschenke einpacken. Eins sollte jedoch nicht vergessen werden, so Morschhausen, nämlich die musikalische Vorbereitung. mehr...

Jugendclub Vallendar wünscht

Frohe Weihnachten und guten Rutsch

Vallendar. Spätestens seit dem Weihnachtsmarkt Anfang Dezember in Vallendar ist auch im Jugendclub in der Hellenstr. 8 Weihnachtsstimmung angesagt. Alle Kinder und Jugendlichen freuen sich auf die Feiertage und vor allem auf die schulfreie Zeit. mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare
juergen mueller:
Sie haben sowas von recht Herr Linden.Aber diese neuen,nicht nur von der CDU geforderten Impulse,sind in Wahrheit alt u. bemoost,werden aber immer wieder,wenn es passt,versucht neu zu beleben.Das mag daran liegen,dass die Meisten der sogen. Forderer garnicht wissen,was sich hinter IMPULS überhaupt verbirgt.Impuls ist eine physikalische (keine politische) Größe - bedeutend aus der Didaktik:"Anreiz seitens eines Lehrenden" (worauf sich Politiker gerne berufen) - ein innerer Handlungsantrieb (der bei Politikern allerdings nicht lange anhält) oder die Folge von kurz-, stoßartigen Strom- oder Spannungsverläufen.Manch einer mag darüber jetzt lachen,was ihm gegönnt sei - denn (fast) alles,was uns im politischen Alltag von Politikern kredenzt wird ist meist zwar wenig glaubhaft,aber dafür umsomehr amüsant.Politiker nehmen sich sofort eines Themas an,dass gerade Aktualität zeigt.Darüber reden ist das tägliche,bezahlte politische Brot - weniger aber ein politisches, ernstzunehmendes Handeln.
Armin Linden:
Die CDU diskutiert jetzt über Wohnungsmangel mit all dessen Folgen. Wirtschaft - Ethik - Logistik - Räumlich - Sozial, egal wie auch immer. SPD/FDP nicht besser ! Vieles zu spät. Mag sein, das BNA. räumlich die Kurve noch bekommt. Mit teurem Geld. Gesellschaftspolitisch ist die Rakete lange weg. Wie in der CDU-SPD Familienpolitik. 3O Jahre ausgesessen. 1O Mill. gut ausgebildete junge Deutsche, leben in "Vollkost mit allen Vorzügen" im Ausland. Tendenz jährlich fortlaufend. Auch werden somit die Familien, nicht bei uns gegründet. Wir brauchen nur noch "Single" Wohnungen. Ausbau für "Alte" + massiver "Sozialer Wohnungsbau". "Mittelmeer + Osteuropa" . Alles hängt am Tropf. So sieht es in "Live" aus. Mutter mit 3 Kindern, Rente unter 6OO €, Putzfrau nebenher, wird heute auf "Private Vorsorge" verwiesen. Das waren die Angebote, für die Bürger in unserem Lande. Danke: CDU - SPD - FDP. Weiter so.
Produzent :
Stonie B <3 Ich will deine Videos schneiden!
juergen mueller:
Man muss Englisch lesen können, seinen Verstand bemühen.Das ist Intelligenzrassismus M.W. u. falsch.MECH ist EINER der erfahrendsten Wolfsforscher u. seine Werke sind sämtlich ins deutsche übersetzt lesbar.Der Wolf hat das Pech,in gesellschaftliche,menschliche Konflikte verstrickt zu sein,die schon vor seiner Rückkehr begonnen haben.Wir bewegen uns durch die Landschaft,als gehöre uns alles u.als hätte nur man selbst das Recht,seine Kinder darin aufzuziehen.Nichts anderes tun Wölfe auch,deren Anzahl natürlichen Reglementierungen (Krankheit,Alter,Nahrungsangebot,Abwanderung) unterworfen ist.Sie können sich garnicht unkontrolliert vermehren.Abschussquoten,Zonierung,Regulation sind kontraproduktiv,nehmen uns u. dem Wolf jede Chance,eine vernünftige Koexistenz des gelassenen Miteinanders zu entwickeln.Wer die Weisheit aus einer Wolfsfamilie herausschießt,zwingt Hinterbliebene sich Beute zu erschließen u. gefährdet damit Nutztiere.Fehlinfo/Angstmache gehört zu den größten Problemen der Wölfe
juergen mueller:
Mech mag "einer" mit der erfahrendsten Wolfsforscher sein,ist aber nicht das NON-PLUS-ULTRA.Ich kann Ihnen,was Ihnen wahrscheinlich abgeht,eine Vielzahl von Experten benennen, die auf dem Gebiet der Wolfsforschung Mech in nichts nachstehen.Ihr Hinweis, man müsse Englisch lesen können u. seinen Verstand gebrauchen,bezeichne ich mal als Intelligenzrassismus u. gebe das mit dem Verstand gerne an Sie zurück - im übrigen,Mech wird in all seinen Aussagen in`s DEUTSCHE übersetzt u. ist nachlesbar.Intelligenzbolzen wie Sie haben selten den Wissensstand den sie angeblich vorgeben,nur weil sie sich an etwas festgebissen haben,das ihnen gerade recht ist u. passen eher in Facebook,wo ja bekanntlich Verstand u. Grammatik absolute Priorität hat. Ich bezweifle im übrigen,dass Sie in der Lage sind zu wissen, was Regulation u. Zonierung bedeuten - empfehle Ihnen "WIKIPEDIA" - da braucht es auch keine Englischkenntnisse. Im übrigen,wie wäre es,seine Intelligenz mit Namen,ohne Abkürzung,zu nennen..
Jens:
Wenn man der Logik einiger "Experten hier folgt, dürfte es mit Wildscheinen ,Rehen, und Hirschen keine Unfälle geben und sie dürften sich nicht in Siedlungsnähe zeigen, da sie ja durch intensivste Bejagung scheu sind. Nun es gibt in den letzten Jahren wohl immer wieder Zwischenfälle mit Wildschweinen und Rehen (meist wegen der Jagd) aber keine mit Wölfen, also kann man den Quatsch den hier einige Extremisten von sich geben getrost vergessen.
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet