Kappensitzung in Waldorf

Fastelovendszauber im Zirkus Globisteroni

Jeckige Globistere verwandeln Bühne in eine Manege

07.02.2017 - 10:41

Waldorf. Die KG Jeckige Globistere Waldorf zeigt auch im Jahr eins nach dem närrischen Jubiläumsjahr zum 111-jährigen Bestehen keine Abnutzungserscheinungen. Gut gelaunt und voller Erwartungen starteten die Karnevalisten am vergangenen Samstag, 4. Februar, den Reigen der Saalveranstaltungen. Erneut ein tolles Programm, ein voll besetztes Haus erwartete die Besucher beim diesjährigen Fastelovendszauber im Zirkus Globisteroni. Das in den letzten Jahren bewährte Moderatorenteam Andreas Wehlen, Regina Mehren und Steffi Nachtsheim führte spritzig und wortgewandt mit frischen Dialogen gut gelaunt durch ein buntes Programm, das für jeden etwas bot. Büttenreden, Comedy, Tanz und Spiel wechselten einander ab und sorgten für einen äußerst unterhaltsamen Abend, bei dem sich die Gäste wohlfühlten.

Nachdem KG-Vorsitzender Arnold Mehren die Gäste begrüßt hatte, übernahm Zirkusdirektor Andreas Wehlen mit seinen Assistentinnen das Kommando.

Gleich zu Beginn servierte man ein Highlight: Die Mädels der Tanzgarde der KG. Mit ihrem schwungvollen und exakt dargebotenen Gardetanz konnten die zehn Tänzerinnen gleich zu Beginn die Stimmung anheizen und sorgten so für einen gelungenen Start in einen tollen Abend. In ihren schmucken neuen Gardekostümen waren Sandra Bous, Lara Gehrke, Elena Krupp, Anna Marx, Lea Mehren, Nele Nachtsheim, Anna-Lena Mercer, Eva Plath, Carmen Schmitt und Eva Selbach eine Augenweide. Daher galt der Dank des Moderators auch den fleißigen Näherinnen, die die Kostüme in vielen langen Abenden hergestellt hatten. Die Tanzgarde, alles „Eigengewächse der KG“, zeigte gekonnt, wofür sie das ganze Jahr über trainiert.

Den Reigen der Redebeiträge eröffnete Jürgen Steiner aus Bad Neuenahr-Ahrweiler. Als „Kölsche Jeck“ sang und blödelte er sehr zur Freude der Besucher, die bei den Liedern gerne mitsangen. Er ließ die Rivalität der Karnevalshochburgen Köln und Düsseldorf erleben und bezog das Publikum mit einer Polonaise in seinen Vortrag mit ein.

Mit MdB Mechthild Heil, MdL Guido Ernst, Bürgermeister Bernd Weidenbach und Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten nahm die politische Prominenz aktiv am Geschehen auf der Bühne teil. Sie mussten sich als Messerwerfer im Zirkusrund des Zirkus Globisteroni beweisen. Angesichts der fehlenden Übungsstunden verzichtete man allerdings darauf, dass Zirkusdirektor Andreas Wehlen selbst zum Zielobjekt auf der sich drehenden Zielscheibe wurde. Stattdessen hatte man aus Sicherheitsgründen ein Porträt von ihm hierauf befestigt, dass es zu treffen galt.

MdB Mechthild Heil erwies sich hierbei als äußerst treffsicher und siegte vor den männlichen Herausforderern.


Beeindruckende Show, die mit viel Beifall bedacht wurde


Was wäre ein Zirkus ohne Akrobatik und gekonnte Jonglagen. Hier hat man seit zwei Jahren mit Kebrom Goytom aus Eritrea einen Neubürger in Waldorf, der sich hier wohlfühlt und im Zirkus Globisteroni toll integriert wurde. Mit tollen Salti, Ball- und Keulenjonglagen sowie Akrobatik auf einem Brett, das auf einem Ball bzw. auf Rohren positioniert wurde, zeigte er eine beeindruckende Show, die mit viel Beifall bedacht wurde. Hier zeigte sich auch die sehr gut funktionierende Integrationsarbeit in der Ortsgemeinde.

Nach einer Pause war dann die heimische Mundartgruppe Streuobst gefragt, die keine Mühe hatte, mit ihren Liedern die Stimmung hoch zu halten und anzuheizen. Mit kölschen Karnevalshits, besinnlichen Weisen und einer Hommage an Waldorf hatten sie die Gäste auf ihrer Seite.

Nachdem die Stimmbänder gefordert waren, wurden im folgenden Beitrag die Lachmuskeln äußerst stark strapaziert. Was Kurt Gerhartz und seine Töchter Vera und Pia als „Wehrer Breiköpp“ vom Stapel ließen, führte bei vielen Zuhörern zu wahren Lachkrämpfen. Wenn Vater Kurt und Tochter Vera ihre Witze machten, setzte die Jüngste im Bunde, Tochter Pia, mit ihren Pointen immer noch ein I-Tüpfelchen drauf. Köstlich der Nonsens, den das Trio darbot. Da war natürlich eine Zugabe fällig. Mit dem Showtanz „Der Glöckner von Notre Dame“ setzte die Showtanzgruppe Rio Palace aus Walporzheim den Reigen der hochkarätigen Darbietungen fort. Toll, was die 14 Tänzerinnen und ein Tänzer auf der Bühne zeigten.

Bei dem anschließenden Kölsch-Englisch-Kurs mit Heike Dahm, Sylvia Dünchel-Nachtsheim, Susanne Frömbgen, Manuela Girolstein, Alexandra Nachtsheim, Steffi Seul, Sandy Weber und Bianca Wehlen gab es ebenfalls viel zu Lachen. Hier wurden aus einzelnen englischen Worten kleine kölsche Redensarten zusammengesetzt. Dabei entstand so mancher Lacher. Dabei wurde beispielsweise aus den englischen Worten „You, ten, more, Yen“ das kölsche „Juten Morjen“. Eine „äußerst informative Lehrstunde“.

Nach einer weiteren kurzen Pause trat dann die AG Stenz in Aktion. Das von Steffi Seul und Susanne Frömbgen trainierte Männerballett legte zur Musik von Michael Jackson eine kesse Sohle aufs Parkett. Toll der vom Schwarzlicht umrahmte Auftritt. Dabei zeigten Sascha Cremer, Markus Dahm, Fabian Deidenbach, Jörg Girolstein, Andreas Krupp, Dr. Guido Nachtsheim, Sascha Nachtsheim, Werner Stenz und Andreas Weber durchaus „tänzerische Qualitäten auf hohem Niveau“.


Standing Ovations für einen Spitzenvortrag


Zu der tollen Stimmung passte dann Irmgard Köhler-Regnery allerbestens. Als „Ähn aus Jönneschdorf“ zeigte sie Comedy vom Feinsten. Ob Tupperware oder Dessous-Party, ob Faltencreme oder Röhrenjeans, einfach köstlich, wie sie Dinge auf die Schippe nimmt. Natürlich durfte auch hier das lokale Kolorit nicht fehlen. Fein dosiert und jederzeit „Herr der Lage“ setzte sie hier ihre Spitzen ab. Der Ruf nach Zugabe blieb nicht aus. Standing Ovations waren schließlich der Lohn für einen Spitzenvortrag.

Hatte zuvor die Showtanzgruppe Rio Palace die Messlatte schon hochgelegt, so entführte die Tanzgarde der KG Jeckige Globistere mit ihrem Showtanz u. a. zur Musik von Shakira in den Orient. In wunderbaren Kostümen entführten Sandra Bous, Katharina Buhr, Lara Gehrke, Elena Krupp, Anna Marx, Anna-Lena Mercer, Nele Nachtsheim, Eva Plath, Isabel Plath, Alexandra Reuter, Carmen Schmitt, Eva Selbach, Hannah Seul und Julia Wulff die Zuschauer in den Orient. Bauchfrei, taktsicher und voller Tanzfreude zeigten die Mädels eine tolle Darbietung. Eine tolle Leistung, für die das Trainer-Trio Sandra Bous, Elena Krupp und Anna-Lena Mercer verantwortlich waren, die auch den Gardetanz einstudierten. Die Zuschauer ließen die Mädels, wie alle Tanzgruppen an diesem Abend, nicht ohne Zugabe von der Bühne. Nach vielen Raketen an diesem Abend startete Zirkusdirektor Wehlen nach diesem Vortrag die letzte Super-Rakete in den Nachthimmel. Mit diesem optischen Leckerbissen beendete man ein tolles Programm, bei dem das Duo Silvio die musikalische Gestaltung übernommen hatte und anschließend bis weit in die Nacht zum Tanz aufspielte.

Gerne wies man noch auf die kommenden Veranstaltungen der KG Jeckige Globistere Waldorf hin. Am Sonntag, 19. Februar, startet um 14.11 Uhr die Große Kindersitzung in der Vinxtbachhalle, wo am Weiberdonnerstag die Waldorfer Möhnen ihren großen Tag feiern. Höhepunkt des närrischen Treibens in Waldorf ist wie jedes Jahr am Rosenmontag, wenn um 14.11 Uhr der traditionelle Rosenmontagszug mit vielen schönen Motivwagen, bunten Fußgruppen und mehreren Musikkapellen startet. Im Anschluss findet das närrische Treiben in der Vinxtbachhalle statt, zu dem alle Narren ebenfalls herzlich eingeladen sind.

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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