Prozessauftakt gegen mutmaßliche Brandstifter aus der Pellenz vor dem Landgericht Koblenz

Feuerteufel vor Gericht: Hunderte Strohballen angesteckt

19.03.2017 - 19:00

Pellenz. Im September 2016 hatte eine wochenlange Brandserie im Norden von Rheinland-Pfalz Angst und Schrecken in der Bevölkerung und den Landwirten in den betroffenen Regionen ausgelöst. Die beiden mutmaßlichen Brandstifter konnten schließlich durch umfangreiche Ermittlungen der Polizeiinspektion Andernach, der Kriminalpolizei Neuwied sowie der Kriminalpolizei Mayen in den Morgenstunden des 30. Septembers 2016 festgenommen werden. Die beiden Heranwachsenden aus dem Bereich Andernach/Pellenz im Alter von 19- und 20- Jahren hatten damals ein umfangreiches Geständnis abgelegt. Am Montag, 20. März, beginnt der Prozessauftakt gegen die beiden Tatverdächtigen vor der Strafkammer des Landgerichts in Koblenz. Den beiden Angeklagten wird dabei Brandstiftung in insgesamt 19 Fällen vorgeworfen.

Unter anderem sollen diese für die Strohballenbrände in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Ahrweiler verantwortlich sein. Am 12. September 2016 kam es unmittelbar an der L113 in der Nähe von Wassenach zu mehreren Bränden im Abstand von etwa 300 Metern.

Desweiteren waren am gleichen Tag Strohballenbrände in Andernach-Miesenheim, Nickenich und Thür gemeldet worden. Keine Woche später waren zwischen Thür und Mendig an der B256 etwa 600 Strohballen im Wert von ca. 15.000 Euro abgebrannt. Diese und weitere Brände in Neustadt (Wied), Grafschaft, Weißenthurm, Kretz, Niederzissen und Burgbrohl sollen die beiden Angeklagten gelegt haben.

In einem Fall wurde eine Scheune durch das Feuer vollständig zerstört und in einem anderen Fall ein benachbartes Haus erheblich beschädigt. Die beiden 19-Jährigen sollen zudem am 26. September 2016 einen Linienbus mittels Grillanzünder und wenige Tage später ein Auto in Brand gesetzt haben. Einem der Angeklagten wird weiterhin vorgeworfen, einen Koffer mit LED-Blitzern, einen Kanister mit Kraftstoff sowie einen Funkmeldeempfänger gestohlen zu haben. Neben dem ersten Verhandlungstag sind derzeit noch drei weitere Verhandlungstermine im Strafverfahren gegen die beiden mutmaßlichen Brandstifter angesetzt. -CF-

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Kommentare
juergen mueller:
Auch die RÜBENACHER GEMARKUNG stellt ein NAHERHOLUNGSGEBIET für die Bürgerinnen und Bürger dar - und NICHT nur für die RÜBENACHER. Schon gewusst SPD-Fraktion, dass z.B. der JAKOBSWEG durch die Gemarkung führt und Rübenach eine Wanderkarte mit eingezeichneten Wanderwegen besitzt? Und WER setzt sich dafür ein, dass es bei diesem Nacherholungsgebiet bleibt? Sie bestimmt nicht, Frau Lipinski-Naumann, Sie stimmen eher für eine Erweiterung des GVZ u. nehmen mit Ihren Polit-Kollegen wissentlich eine weitere Beeinträchtigung/Zerstörung von Umwelt u. Natur in Kauf. Wie wäre es einmal mit einem Spaziergang durch die RÜBENACHER GEMARKUNG. Dann werden Sie feststellen (oder auch nicht), dass Sie sich in einem Totgebiet befinden ohne ehemals vorhandene Wildblumen u. Wildtierarten, ohne Vogelgezwitscher etc. - die Folgen einer komplett verfehlten Umweltpolitik. Was die Stadtpolitik bereits im "Kleinen" versaut hat, soll weiteren Bestand haben? UMWELT u. NATUR finden nicht nur im eigenen Garten statt
Uwe Klasen:
Die Mondlandung war auch deshalb möglich weil viele Menschen sich innovativ einbrachten und Lösungen anstrebten. Wenn es aktuell nicht möglich ist den Untergrund entsprechend zu verfestigen dann müssen halt Einschränkungen bei den Kraftfahrzeugen vorgenommen werden! Eine Beschränkung für Kfz mit maximal 7,5 oder auch nur 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht wäre eine solche Maßnahme, entsprechend dimensionierte Kfz unterschiedlichster Art gibt es dafür genügend, so dass eine Belieferung mit Gütern oder Entsorgung von Abfällen durchaus möglich wäre.
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!
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