Einsatzleitwagen an die DRK-Bevölkerungsschutzeinheit im Kreis Ahrweiler übergeben

Moderne Technik erleichtert die Kommunikation in Notfallsituationen

Moderne Technik erleichtert die Kommunikation in Notfallsituationen

Landrat Dr. Jürgen Pföhler (vorne, 3. v. l.) übergab das neue Fahrzeug an den DRK-Kreisverband um den Vorsitzenden Achim Haag (vorne, 2. v. l.). Foto: FIX

14.11.2017 - 09:43

Kreis Ahrweiler. Einen neuen Einsatzleitwagen (ELW) überreichte am vergangenen Freitagabend Landrat Dr. Jürgen Pföhler an das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreis Ahrweiler. Stationiert wird das Fahrzeug zentral in der Kreisstadt beim dortigen DRK-Ortsverein Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. Auf dessen kurz vor der Fertigstellung stehendem Neubaugelände an der Heerstraße wurde das Einsatzfahrzeug übergeben und von Pastor Jörg Meyrer, der wegen einer Synode auch stellvertretend für seine evangelischen Kollegen tätig wurde, ökumenisch gesegnet.

Das neue Einsatzfahrzeug auf Mercedes-Sprinter-416-Fahrgestell mit langem Radstand erfüllt die aktuellen Anforderungen, um eine mobile Einsatzleitung einzurichten und zu betreiben. Die Sitze der Fahrerkabine sind drehbar und können als Sitzplätze für den unmittelbar anschließenden kleinen Besprechungsbereich genutzt werden. Dem Besprechungsbereich angeschlossen ist der Kommunikationsbereich mit zwei Arbeitsplätzen. Hier befindet sich moderne Telekommunikationstechnik mit Analog- und Digitalfunk, Mobiltelefon und Faxmöglichkeit. Zwei PC-Arbeitsplätze und Schränke zur Unterbringung von Aktenordnern und Schreibmaterial ergänzen den Bereich. Besprechungs- und Arbeitsbereich sind durch eine seitliche Schiebetür erreichbar. Der Besprechungsbereich kann durch eine Gelenkarmmarkise über der Schiebetür wettergeschützt vergrößert werden. Im hinteren Bereich befindet sich mit großer Zugriffsmöglichkeit durch die Hecktüren des Fahrzeugs noch ein Geräteraum mit Transportregal für die Unterbringung weiterer Ausrüstungsmaterialien, wie etwa Absperrmaterial oder Ersatzstromerzeuger.


Landesförderung machte die Neuanschaffung möglich


Der Schutz der Bevölkerung vor überörtlichen Gefahren und Katastrophen, wie etwa durch größere Verkehrsunfälle, Industrieereignissen oder Unwetterlagen, ist gemäß den rechtlichen Bestimmungen in Rheinland-Pfalz (RLP) Aufgabe der Kreise bzw. kreisfreien Städte. Als das Land vor einigen Jahren Richtlinien für die Fahrzeuge des notfallmedizinischen und betreuungsdienstlichen Bevölkerungsschutzes sowie der erforderlichen Einsatzeinheiten veröffentlichte, wurde auch die Möglichkeit der Finanzierungsbeteiligung für Fahrzeuge, die diesen Vorgaben entsprechen, angeboten. Voraussetzung für die Landesförderung ist die finanzielle Beteiligung der Kreise an der Beschaffung. Die Gesamtkosten von rund 156.400 Euro verteilen sich somit zu 40 Prozent (rund 62.600 Euro) auf das Land Rheinland-Pfalz und auf Grundlage interner Absprachen zu jeweils 30 Prozent (jeweils rund 47.000 Euro) auf den Kreis Ahrweiler und den DRK-Kreisverband Ahrweiler. Der DRK-Kreisverband ist stellvertretend für die neun DRK-Ortsvereine im Kreis der zentrale Ansprechpartner für den DRK-Bevölkerungsschutz. Kreisvorsitzender Achim Haag reichte die Fahrzeugschlüssel direkt an das Einsatzteam des Ortsvereins Bad Neuenahr-Ahrweiler weiter. Die dort zentral für den Landkreis stationierte Führungsgruppe wird im Einsatzfall das Fahrzeug besetzen und damit arbeiten.


Zuschlag ging an ein erfahrenes Unternehmen


Der Beschaffung des Fahrzeugs ging eine intensive und langjährige Planungsphase der Fachabteilung der Kreisverwaltung und der Einsatzkräfte vom DRK voraus. Nach der Fahrzeugausschreibung und Berücksichtigung der Auftragsvergaberichtlinien erhielt die Blickle & Scherer Kommunikationstechnik GmbH & Co. KG aus Karlsruhe den Zuschlag. Dieses Unternehmen hat in den vergangenen Jahren bereits für die Feuerwehren im Ahrkreis vergleichbare Fahrzeuge gebaut, sodass sich die Experten von Kreisverwaltung und DRK bei Detailfragen Informationen und Erfahrungswerte direkt vor Ort einholen konnten.

Der neue Einsatzleitwagen ersetzt ein 22 Jahre altes Fahrzeug auf VW-T4-Basis, dass bisher seitens des DRK für den Bevölkerungsschutz bereitgestellt wurde. Da es sich bei dem Fahrgestell um ein Gebrauchtfahrzeug handelt, sind mittlerweile 240.000 Kilometer auf dem Tacho. Aufgrund vieler technischer Neuerungen in den vergangenen Jahren, wie etwa der Einführung des Digitalfunks oder der optimierten mobilen Telefon- und Datennutzung, war eine Modernisierung der kommunikationstechnischen Ausstattung notwendig. Eine Umrüstung des vorhandenen Fahrzeugs wäre wirtschaftlich nicht mehr vertretbar gewesen.

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

FDP Meckenheim

BfM-Vorstoß verhindert

Meckenheim. In der letzten Sitzung im Jahre 2017 des Stadtwerkeausschusses von Meckenheim ließ die BfM (Bürger für Meckenheim) erneut über die Ausweitung des Bereitschaftsdienstes der Stadtwerke von Meckenheim diskutieren, obwohl das Thema bereits im März mit dem Hinweis auf Kosten von gut 100.000 Euro jährlich für einen zusätzlichen Bereitschaftsdienst glatt abgelehnt wurde. mehr...

Karnevalsverein Escher Wend wählte neues Mariechen

Helen Schäfer übernahm das Kommando

Kaisersesch. In die rustikalen Räumlichkeiten des Alten Prison (historisches Stadtgefängnis) hatten die Offiziellen des Karnevalsvereins Escher Wend um ihren Ersten Vorsitzenden Jörg Henn eingeladen, um hier traditionell ein neues Mariechen für die anstehende Kampagne zu küren. mehr...

Weitere Artikel

RheinAhrCampus und AStA Remagen hatten vielfältige Aktionen organisiert

Für das Thema Vielfalt sensibilisieren

Remagen. Als Vorbereitung auf den Aufmarsch der Rechten und Linken hatten der RheinAhrCampus und der AStA Remagen bereits seit Ende September vielfältige Aktionen organisiert, um die Studenten und Mitarbeiter des Campus für den Grund des Aufmarschs und vor allem für das Thema Vielfalt zu sensibilisieren. mehr...

Bergungsarbeiten dauerten über 1 Stunde an

Schwerer Unfall heute Mittag auf der A61

Gemarkung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Heute Mittag ereignete sich ein folgenschwerer Unfall auf der A61, FR Köln in der Gemarkung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach derzeitigem Ermittlungsstand musste ein Lkw auf dem rechten von zwei Fahrstreifen staubedingt warten. Eine 42-jährige Pkw-Fahrerin aus dem Zulassungsbezirk Mayen-Koblenz fuhr auf dem linken Fahrstreifen langsam an dem Lkw vorbei. Ein 30-jähriger... mehr...

Weitere Artikel

Vorlesewettbewerb der Rheinbacher Grundschüler

Die beste Werbung für Bücher

Rheinbach. „Laut oder deutlich! 2017“, der Vorlesewettbewerb der Rheinbacher Grundschüler vor rund 100 Besuchern, war beste Werbung für das Vorlesen – und natürlich für Bücher. mehr...

Mitmach-Aktion zu Sankt Martin

Kleine Künstler gewinnen die Qual der Wahl

Montabaur. Die kleinen Künstler der Katholischen Kita St. Peter in Montabaur haben der Redaktion von BLICKaktuell eine große Freude gemacht mit ihrem schönen Bild, das sie zur Sankt-Martins-Mitmach-Aktion eingesandt haben. mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare
juergen mueller:
Liebe Frau Daubländer, Sie haben sich sicherlich vertan, NEIN, wir sind nicht auf FACEBOOK. Ich wüsste nicht, dass (bis auf den Ihren) den Kommentaren zu entnehmen ist, dass Politiker "nix" arbeiten und trotzdem fürstlich belohnt werden. Ich gehe mal davon aus, dass Sie nur nicht verstanden haben, um was es hier geht, weder um bestimmte Personen, noch um Neid etc., sondern um eine Berufsgruppe, die meiner Meinung nach unrechtmäßig in den Genuß von Bezügen kommt, die alleine zu Lasten des Steuerzahlers gehen und durch nichts zu rechtfertigen sind. Wenn Sie das für rechtmäßig befinden, dann ist das Ihre Meinung. Vielleicht werden Sie Ihre Meinung noch einmal revidieren, wenn Sie nach einem arbeitsreichen Leben bis 67 (oder länger?) von 700 oder 800 Euro Rente im Monat leben müssen. Churchill hat mal gesagt:"Die größte Lehre im Leben ist, dass Esel manchmal Recht haben".
Tina Daubländer:
Wenn es stimmt, dass man als Politiker eigentlich nix arbeiten muss und dafür fürstlich belohnt wird, warum lassen sie sich denn nicht als Politiker in ein Amt wählen??? Wäre doch sehr hilfreich, wenn Sie mit ihrem gesunden Menschverstand und Durchblick mitarbeiten, dass gute Politik gemacht wird. Ich würde sie gerne wählen, wenn sie gute Ideen verfolgen und dann noch die Hälfte ihrer - sowieso überhöhten - Bezüge für gute Zwecke spenden. Ich ahne ihre Antwort schon. Sicher weil ein geheimer Zirkel diese Posten einfach unter sich verschachert und Wahlen ohnehin Makulatur sind. Neee, ist klar.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
juergen mueller:
Im städtischen HAUSHALT 2017 waren für den Spielplatz bereits Gelder vorgesehen. Passiert ist NIX, weil der Spielplatz im aktuellen Bebauungsplan garnicht mehr vorgesehen war, sondern zugunsten einer WOHNBEBAUUNG geändert wurde. Und davon hat die SPD-Fraktion nichts gewusst und jetzt soll der Bebauungsplan wieder geändert worden sein zugunsten einer Spielplatzmodernisierung 2018 am alten Standort? Klima ist eine Menschheitsfrage - sagt die Politik (und tut NIX). Um das zu ergänzen - auch das ist eine Menschheitsfrage:"Kann man der Politik noch glauben?" Das meine liebe SPD-Fraktion, in puncto Spielplatz, glaube ich erst, wenn es in der Zeitung schwarz auf weiss steht, da die Liste der Zusagen, die 2017 als versprochen getätigt wurden, sehr lang ist und mir noch in den Ohren klingt, dass neuer WOHNRAUM absolute Priorität besitzt.
juergen mueller:
Es müsste doch jeder mittlerweile begriffen haben, dass die Stadtpolitik den Nutzeffekt für SICH darin sieht, dass die Verwaltung von Dingen entlastet wird, die weniger von Bedeutung sind, aber ZEIT (und damit Geld) kosten. Das soll durch den OBR-Ortsvorsteher kompensiert werden. Entscheidungsbefugnis hat der OBR in wirklich wichtigen Dingen (die ich hier nicht auflisten muss) KEINE, er kann sie nur an den Stadtrat oder die Verwaltung weiterleiten als "Kummerkasten" der Bürger, der ein Schweine(steuer)geld kostet. Das ist aber auch alles, was an Bürgernähe dabei herauskommt. Und Demokratie? Das aus einem Politikermund zu hören, ist Alltag, gehört zum Vokabular. Warum muss eine politische Organisation immer Steuergeld kosten? Warum ist der OBR gleichzeitig der Tummelplatz für Politiker, z.B. Stadtratsmitglieder? Warum keine politische Selbstorga. (Bürgerinitiative ehrenamtlich), Gruppe von Bürgern, die spezielle Bedürfnisse durch die Politik nicht verwirklicht sieht?
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet