Die Mayener Floriansjünger, Gardisten, Möhnen und viele närrische Untertanen halfen ihrem Regenten

Prinz Uli I. „Leewe OB, maach de Dür off – esch well en datt Rathaus erenn“

Nach hartem Ringen kapitulierte OB Wolfgang Treis

09.02.2018 - 10:38

Mayen. Es war zwar kalt am Schwerdonnerstag, aber die Sonne lachte vom Himmel, als wollte sie damit andeuten, der „Uli“ ist ein solch toller Prinz, dem schicke ich meine schönsten Strahlen auf seine Erstürmungs-Szenerie auf dem Mayener Marktplatz während sich die Menge der Närrinnen und Narren vor dem Alten Rathaus nach Herzenslust warm schunkelte. Viele bunt kostümierten Jecken freuten sich beim karnevalistischen Gesang und tollen Sessionshits des exzellenten „Duos“ Dennis Falterbaum und AG Präsident Christoph Schwab höchstpersönlich, die gesanglich ihr Bestes gaben und die Stimmung aufheizten. „Borüm machen de zwei datt net öfters“, meinte eine Möhn aus Hausen gegenüber „Blick aktuell“. Es herrschte eine tolle Stimmung auf der Fastnachtsmeile „Mayena Maatplatz“. Auch als Oberbürgermeister, Wolfgang Treis, im eigens angefertigten von einer Mitarbeiterin gesteuerten „Fahrradtaxi“ vorfuhr, um durch die „Hintertür“ zum Rathausbalkon zu eilen. Man muss sagen, er versuchte, mit einem Lächeln und „Mayen Mayoh“ seine Anspannung zu verbergen. Besonders auch als Präsident Schwab ihm über Mikro zurief: „Dau bess de längsde Zait OB jewäß – Maach de att emol Jedanke“.

Doch Wolfgang Treis, mittlerweile auf dem Rathausbalkon bei einigen „Getreuen“ angekommen, gab so schnell nicht auf, auch als er in Richtung Burg blickte und rief: „Se kummen, de wären jet erläwe“. Dann der berühmte Trommelwirbel der „Grün Weißen“. Es folgte der geballte Aufmarsch aller Korporationen: der „Alten Großen Mayener Karnevalsgesellschaft“, die Prinzengarde, de „Leewe Mädcha“, Blaue Funken, dazu die Feuerwehrmöhnen, die Hausener Möhnen, die Getreuen der „Jungen Alten Großen“, Musikanten und viele, viele andere die „ihrem Prinzen“ und seinem Gefolge das „Bad in der Menge“ bis hin zum Rathaus, bereiteten. Alles was in der Eifelstadt einen karnevalistischen Rang und Namen hat, stand nämlich pünktlich um 12.15 Uhr am Fuße der Burg bereit, um von dort aus loszuziehen mit dem Ziel, das Alte Rathaus zu stürmen. Zwischenzeitlich hatten Prinz Ulis Feuerwehrkameraden schon eine riesige Stehleiter herangeschafft. Und dies hatte seinen Grund. Denn justament als Tollität und sein toller Hofstaat auf einem Podium vor dem altehrwürdigen Rathaus Platz genommen hatten, ging das obligatorische Wortgefecht los. Der Prinz wollte rein ins Gebäude, der OB wollte die Tür nicht öffnen. Also hatte man sich etwas mit viel Lust und Tücke Gespicktes ausgedacht. Drei vom OB gestellte Aufgaben hatte der mittlerweile auf der Leiter stehende Prinz Uli I. zu erfüllen. Erstens hatten seine Feuerwehr-Jungs ein perfektes „Stippefötschje“ hinzulegen. Und dies gelang ihnen unter dem Jubel aller Narren fantastisch.

Zweitens musste Hofnarr „Pidda“ es schaffen, Begriffe in Mayener Schimpfwörter zu übersetzen, oder aber andersrum, auch dies gelang blendend . Und als Drittes fragte der OB, getreu des Prinzen Motto: „Mir wöllen de Faasenacht rocke“ – vom Balkon herab „Kanns Dau datt üwahaupt“. Aber ja konnte er das – und dabei halfen ihm alle seine Möhnen vortrefflich. Übrigens bei jeder richtig gelösten Aufgabe konnte Uli eine Sprosse der Leiter höher steigen. Als dann noch die Prinzengarde donnernde Geschütze einsetzte, kapitulierte OB Wolfgang Treis Zähne knirschend und geschlagen mit dem Humor eines echten „Mayener Jung“. Damit erlangten die Hochwohlgeborenen auch den begehrten Rathausschlüssel, strömten eilig herein ins warme Gebäude, und auf dem steinernen Balkon war dann wieder „Friede, Freude, Eierkuchen“. Dabei erklang natürlich auch das Sessionslied der Mayener Tollität Uli I., eingebettet in ein dreifach donnerndes „Mayen Mayoh“.

BS

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Kommentare
juergen mueller:
Was da so alles geht - in der Altstadt. Um es nicht zu vergessen - auch in RÜBENACH haben wir neuralgische Stellen, die mehr Verkehrssicherheit erfordern (würden) - und das seit Jahrzehnten. Gefährdet sind hier zwar keine Touristen/Gäste, aber immerhin doch Bürgerinnen/Bürger der Stadt Koblenz. Auch hier würde man staunen, wenn sich da etwas tun würde. Man darf gespannt sein, wo sich da etwas zuerst tut - in der Kastorpfaffenstr./Altstadt oder in Rübenach (denn zufällig wohnt Familie Naumann hier).
juergen mueller:
Herr Klasen,genausowenig wie Sie lamentiere u.diffamiere ich nicht.Nur habe ich kein Verständnis dafür,wenn ein notorischer Klima-Skeptiker wie Sie (was Ihnen zuzustehen ist) sich permanent,ohne weder rechts noch links zu schauen,auf eine Wissenschaft beruft,die die Probleme merklicher,menschlicher Einflüsse auf unsere Umwelt/Klima,auch zukünftig,vehement bestreitet, gegensätzliche Erkenntnisse wie ein gewichtiges Argument,dass es nämlich seid Jahrzehnten keinen Trend bezüglich z.b.in der Temperaturentwicklung durch NATÜRLICHE Einflußfaktoren gibt,nicht gelten lässt u.damit verneint,dass der Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase in die Athmosphäre (mit einer dort langen Verweilzeit) ohne Einfluss auf unser Klima/unsere Umwelt bleibt.Alles natürlichen Ursachen zuzuschreiben ist vermessen u.dumm,ebenso wie das Verdrängen,dass Fortschritt/Wirtschaft/Industrialisierung nur Gutes für unsere Umwelt bedeutet hätten.Deren sichtbare negative Folgen u.gesunder Menschenverstand sind Beweis genug
Michael Berzens:
Warum wird in diesem Zusammenhang nie der Einfluss der vom Menschen verursachten elektro-magnetischen Strahlung betrachtet? Der Wahnsinn an Mobilfunk, Richtfunk, Radar, ELF Anlagen, HAARP, WLAN, DECT Telefone, TV, Radio und und und bringt eine Energiemenge in die Atmosphäre ein, die einen nicht zu leugnenden thermischen Effekt haben muss.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Hr. Mueller, können Sie denn überhaut verifizierbare Belege für ihre Behauptungen anführen oder bleibt es, wie für gewöhnlich ihrerseits, beim Lamentieren und diffamieren anderer Kommentatoren?
juergen mueller:
Wie bürgernah dieser Bürgerentscheid wirklich ist,wird man dann wissen,sollte die Abstimmungsquote für eine Einführung negativ ausfallen und der STADTRAT dann abschließend entscheidet.Davon abgesehen ist es irreführend u. falsch zu behaupten,dass die Bürger direkt u. eng an Entscheidungen (welche z.B.) mitwirken könnten.Das war noch nie so u. wird auch nie so sein.Daran ändert schon garnichts ein OBR mit der Kompetenz eines "Arbeitnehmers".Und seit wann bitte stehen bei wichtigen Dingen,über die nach wie vor nur der STADTRAT entscheidet,"schnelle" Entscheidungen an?Wäre mal etwas ganz Neues.Wie ein Selbsttor mutet es an,wenn (nicht nur) Frau Artz u. Herr Biewer als Mitglieder des Stadtrates sich gerne als kompetente Ansprechpartner für die Belange der Bürger bezeichnen u. regelmäßig monatlich eine Bürgersprechstunde abhalten,wo jeder seine Sorgen u. Nöte darlegen kann.Wofür dann noch ein den Steuerzahler belastender u. kostspieliger,mit Ratsmitgliedern besetzter Ortsbeirat?
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