Tanja Felten ist neue Rektorin der Grundschule Kempenich

„Sie passt hervorragend in unser Grundschulpuzzle“

Offizielle Ernennung im Rahmen einer Feierstunde

07.02.2017 - 10:56

Kempenich. Seit der Verabschiedung der früheren Schulleiterin Brigitte Haas am 16. Januar 2016 war die Grundschule Kempenich ohne Rektorin. Ihre Nachfolgerin, die bereits seit Februar 2016 die Schule kommissarisch geleitet hatte, wurde am Freitag, 3. Februar 2017, durch Regierungsschuldirektor Harald Thome in ihr Amt eingeführt. In einer Feierstunde in der Leyberghalle erhielt die neue Rektorin Tanja Felten aus der Hand von Regierungsschuldirektor Thome die Ernennungsurkunde.

„Ohne Schulleitung wäre eine Schule unmöglich. Unser Puzzle ist jetzt wieder vollständig. Sie passt hervorragend in unser Grundschulpuzzle“, so umschrieb Bianca Wehlen in ihrer Funktion als Personalrätin der Grundschule Kempenich die Situation an dieser bei ihrer Begrüßung. Doch bevor Tanja Felten dem großen Puzzle auf der Bühne das letzte Teilstück einfügen durfte, hatten die Schüler der Grundschule Kempenich und das Lehrerkollegium ein buntes, unterhaltsames Programm zusammengestellt, durch das Maya und Martina, Schülerinnen der 4. Klasse, gekonnt führten.

Dazu gehörte auch, dass Schülerinnen und Schüler verschiedener Nationalitäten jeweils in ihrer Muttersprache ein Grußwort sprachen. Zur Erheiterung der Gäste gehörte zu den 13 verschiedenen Sprachen natürlich auch in Anlehnung an die Heimat der neuen Rektorin das „Waldorfer Platt“.

Gemeinsam sangen die Kinder der gesamten Grundschule sodann das Lied „Wir feiern ein Fest, komm sei mein Gast“

Viele Gäste waren gekommen, um der Ernennung durch Regierungsschuldirektor Harald Thome beizuwohnen. Unter Ihnen Bürgermeister Johannes Bell, die Ortsbürgermeister Stefan Friedsam (Kempenich), Frank Klapperich (Spessart) und Thorsten Kabuth (Hohenleimbach), Vertreter der Kirchen, der örtlichen Vereine und Institutionen.

Regierungsschuldirektor Harald Thome wies in seiner Ansprach darauf hin, dass man sich seitens der ADD gefreut habe, nach dem Ausscheiden der früheren Schulleiterin Brigitte Haas keine Vakanz in der Schulleitung verzeichnen zu müssen. „Wir brauchten keine Überzeugungsarbeit zu leisten, wie dies so oft in der Vergangenheit bei der Besetzung der Schulleitung erforderlich war. Wir haben uns über die Bewerbung sehr gefreut“, so Thome. Seit Februar 2016 konnte Tanja Felten die kommissarische Leitung der Grundschule Kempenich übernehmen.

Die neue Rektorin, die am 31. Januar 1981 geboren wurde, wohnt in Waldorf. Sie besuchte zunächst die Grundschule in Bad Breisig, bevor sie zum Are-Gymnasium nach Bad Neuenahr-Ahrweiler wechselte und dort erfolgreich ihr Abitur ablegte. Es folgte ein Studium an der Uni Koblenz. Nach ihrem Referendariat an der Grundschule in Oberwinter war sie dort bis zur Übernahme der kommissarischen Leitung der Grundschule Kempenich tätig. In Oberwinter arbeitete sie am Projekt „Sinus an Grundschulen“ mit. Dabei besuchte sie zahlreiche Fortbildungen für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht und betreute als Sinus-Set-Koordinatorin zehn Grundschulen im nördlichen Rheinland-Pfalz. Auch gehört sie der Arbeitsgruppe „Entwicklung von Übungsmaterial für die Vergleichsarbeiten in Grundschulen (VERA 3) an.

Sie engagiert sich zudem ehrenamtlich in der örtlichen Feuerwehr ihres Heimatortes, ist Geschäftsführerin der KG „Jeckige Globistere“ Waldorf und betätigt sich kommunalpolitisch sowohl im Gemeinderat (seit 2004) wie auch im Verbandsgemeinderat Bad Breisig (seit 2009). Thome hob hervor, dass ihr besonders junge Pädagogen sehr am Herzen liegen. Da habe sie in dem Kollegium der Grundschule Kempenich ein bewährtes junges Team.

„In dem ersten Jahr Ihres Wirkens sind die Menschen in Kempenich sehr zufrieden mit ihrer engagierten Schulleiterin. Sie können durch Ihre Vernetzung alles besorgen und finden stets eine Lösung. Ich bin mir sicher, mit Ihnen eine gute Wahl für die Grundschule Kempenich gefunden zu haben“, erklärte der Regierungsschuldirektor, bevor er der neuen Rektorin ihre Ernennungsurkunde aushändigte.

Es folgte eine humoristische Fragestunde der Kinder der Klasse 4, bevor Bürgermeister Johannes Bell seine Grußworte an die neue Rektorin richtete. Wie auch alle weiteren Festredner betonte er, dass man mit Tanja Felten eine gute Wahl getroffen habe.

„Nach dem Weggang von Frau Haas entstand eine große Lücke, die aber schnell gefüllt werden konnte. Und man kann nach einem Jahr feststellen: Sie passt bestens in das Team. Mit ihr haben wir eine quirlige Person, die stets in Bewegung ist“, erklärte Bell. Die Bedeutung einer Schule für den Ort könne man gar nicht hoch genug einschätzen. Denn Kindergarten und Schule seien oft ausschlaggebend für die Wahl des Wohnorts besonders bei jungen Familien. „Wir können uns freuen, eine gute Wahl getroffen zu haben, und vertrauen darauf, dass wir gemeinsam einen langen und guten Weg an der Grundschule in Kempenich zurücklegen“, so Bell.

Auch Ortsbürgermeister Stefan Friedsam (Kempenich), der auch für seine Kollegen aus Spessart und Hohenleimbach sprach, freute sich über die Unterstützung der ADD bei der schnellen Besetzung der Schulleiterstelle und sagte seinerseits die Unterstützung der Kommunen bei allen Fragen zu.

Während die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1 für die neue Rektorin zur Erheiterung der Gäste eine Schultüte mit „praktischen Dingen für den Schulalltag“ füllte, erinnerte das Kollegium der Grundschule musikalisch mit dem Lied „Ja, wer räumt denn da so spät?“ an die bisherigen Aktivitäten der neuen Rektorin seit ihrem Amtsantritt im Februar 2016, auf die Bianca Wehlen in ihrer Ansprache als Personalrat ebenfalls schmunzelnd erinnerte. „Denn bei der Vorstellung im Schulelternbeirat und dem Förderverein hast Du versprochen, vorerst alles beim Alten zu belassen. Das ist Dir leider nicht ganz gelungen“, erinnerte Wehlen an die Umräumaktionen in der Schule. „Ein solches Amt zu übernehmen, ist nicht leicht. Aber durch Deine Art trägst Du zu einem guten Schulklima bei und findest für Alles immer eine Lösung.“ Während die Klasse 2 den Lebenslauf der neuen Rektorin noch einmal darstellte, wusste die Klasse 3 mit dem Lied „Die Wissenschaft hat festgestellt“ zu erheitern. „Sie haben die Herzen der Kinder bereits im ersten Jahr Ihrer Tätigkeit erobert“, stellten auch Carina Schneider seitens des Schulelternbeirates und Sonja Fröhlig namens des Fördervereins der Grundschule Kempenich unisono fest. „Sie waren bereits ein Jahr jetzt erfolgreich kommissarisch tätig und wir sind davon überzeugt, dass Sie auch in Zukunft gute Arbeit bei uns leisten.“

Bei so viel Lob gab Rektorin Tanja Felten dann die Komplimente zurück. Sie erinnerte sich gerne an die Zeit der Praktika an der GS Kempenich während ihres Studiums: „Ich hätte mir nicht träumen lassen, hier einmal als Rektorin tätig zu sein. Ich habe die GS Kempenich als gute Schule kennengelernt. Vor allem ein gutes Arbeitsklima, in dem man sich wohlfühlen kann.“

Sie dankte ihrer Amtsvorgängerin Brigitte Haas: „Du hast mir ein großes Erbe hinterlassen, das ich versuchen werde, bestmöglich fortzuführen. Ich werde versuchen, Potenziale zu erkennen und zu fördern sowohl bei Kollegen wie auch besonders bei den Kindern.“ Sie habe sich vom ersten Tag an wohlgefühlt bei einer engagierten Lehrerschaft. Aber auch die Zusammenarbeit mit den Eltern sei hervorragend. „Ich stelle mich mit Freude dieser Aufgabe. Die Kinder sind unsere Zukunft. Ich werde stets ein offenes Ohr für die Sorgen der Kinder haben. Ich bin froh, dass ich ein Teil des Puzzles sein darf“, erklärte Tanja Felten, bevor sie das letzte Puzzleteil einfügte und die gesamten Kinder der Grundschule Kempenich mit dem Lied „Adios“ die Feierstunde beendeten. WK

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Kommentare
Uwe Klasen:
"Die installierte Gesamtleistung aus Windenergie" ist obsolet, da diese weder Zeit- noch Bedarfsgerecht zur Verfügung steht. Um die aus Solar- und Windstrom erzeugten Schwankungen auszugleichen müssen(!) die herkömmlichen Kohle- und Kernkraftwerke mitlaufen, damit im Bedarfsfall genügend Strom zur Verfügung steht um das Netz zu stabilisieren! Die Brennelementesteuer war Verfassungswidrig, kann also den Betreibern des KKW nicht vorgeworfen werden. Zur Weiterverwendung von abgereicherten Brennelementen siehe Reaktortyp BN-800! Außerhalb Deutschlands schreitet die Entwicklung voran!
Matthias Kaißling:
Die installierte Gesamtleistung aus Windenergie betrug Ende 2016 45.910 MW. Also rund 4mal soviel wie die 8 noch im Betrieb stehenden AKW in Deutschland. Wenn also der Kohle bzw den AKWs nicht Vorrang gegeben würde, könnte die Windkraft sehr wohl mithelfen den Bedarf zu decken. AKWs sind im übrigen auch nur deshalb für die Betreiber rentabel, weil sie nicht für die Entsorgung des Atommülls zahlen müssen, sondern stattdessen noch zusätzlich Steuergelder bekommen (6 Mrd.€ Rückerstattung aus der BrennelementeSteuer)
Uwe Klasen:
Über 25.000 Windenergieanlagen drehen mittlerweile in Deutschland ihre Rotoren und trotzdem liefern diese, je nach "Ertragsjahr", nur zwischen 15% - 25% des benötigten Stroms. Und diesen auch nur Zufälig, keinesfalls nach Bedarf. Die "ertragreichen" Standorte sind längst zugebaut mit Windrädern, nun sollen, auf Druck der Lobbyisten, auch noch die letzten, möglichen, Standorte folgen. Dabei sind diese nur rentabel weil die durch die Förderung nach dem EEG erhalten! Arten- und Menschenschutz werden dazu ausgeblendet!
Andrea Montermann:
Vielen herzlichen Dank an die Redaktion für diesen hervorragenden Bericht. Als Künstlerin fühle ich mich sehr geehrt und freue mich sehr darüber, wie gut das Ausstellungsprojekt des Landesmuseums recherchiert und vortrefflich dargestellt wurde!! Großes Kompliment an die Autorin!
Daniel Faßbender:
Familien sind doch nicht die Zielgruppe dieses Bades. Das war es nie und wird es auch in Zukunft nicht sein. Kinder sind eher ein Ärgernis für das wirkliche Klientel. Früher waren es die Kurgäste, heute sind es salopp geschrieben, die überwiegend zahlungskräftigen Rentner und ein paar Hotelgäste aus dem Quellenhof. Welche Familie mit einem oder mehreren Kindern kann oder will sich denn den Eintritt überhaupt noch leisten? Der Tageseintritt für zwei Erwachsene mit zwei Kindern liegt bei fast 40 EUR. Für mich ein Grund da nicht hinzugehen.
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
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