170 Teilnehmer bei achter Netzwerkkonferenz von Stadt und Kreis Neuwied

Trennungs- und Scheidungskinder leben häufig in einem Loyalitätskonflikt

Trennungs- und Scheidungskinder leben häufig in einem Loyalitätskonflikt

Es war sicherlich dem Thema geschuldet, dass sich für die achte Netzwerkkonferenz von Stadt und Landkreis Neuwied gut 170 Personen aus verschiedenen Institutionen und Einrichtungen angemeldet hatten, um sich zu informieren und auszutauschen. Foto: Kreisverwaltung Neuwied

09.02.2018 - 11:23

Neuwied. „Trennung und Scheidung – gesellschaftliche Normalität und emotionaler Ausnahmezustand! – Risiken für das Kindeswohl.“ Es war sicherlich auch diesem Thema geschuldet, dass sich für die achte Netzwerkkonferenz von Stadt und Landkreis Neuwied gut 170 Personen aus verschiedenen Institutionen und Einrichtungen angemeldet hatten. Sie alle kamen, um sich zu informieren und auszutauschen über ein Thema, das letztlich jede und jeden betrifft: „Die Familie ist nach wie vor die Kernzelle unserer Gesellschaft“, so der für das Kreisjugendamt zuständige Dezernent, Landrat Achim Hallerbach. Er eröffnete die Netzwerkkonferenz und stellte fest, wie wichtig es sei, sich des Themas Trennung und Scheidung anzunehmen, da „die familiären Beziehungen die Grundlage für die emotionale Entwicklung der Kinder und Jugendlichen bilden.“


Nicht jedes „Scheidungskind“ leidet gleich stark


Hauptreferent Matthias Weber leitete viele Jahre die Lebensberatung des Bistums Trier. Er hat sich spezialisiert auf den Bereich der hochstrittigen Trennungen und Scheidungen und an einer Handreichung für die Praxis des Deutschen Jugendinstituts mitgearbeitet. Er war zudem Mitbegründer des Arbeitskreises Trennung und Scheidung, der bereits seit vielen Jahren in Neuwied besteht. Weber informierte die Teilnehmer der Veranstaltung umfangreich über Hintergründe und Verläufe von Trennungen. Davon ausgehend lenkte er den Fokus auf die betroffenen Kinder. Hier zeigt sich ein sehr heterogenes Bild. So ist längst nicht gesagt, dass jedes „Scheidungskind“ in gleichem Maße von der Scheidung der Eltern betroffen ist. Vielmehr gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die die Entwicklung der Kinder negativ beeinflussen können. Zugleich gibt es aber auch positive Faktoren, die schützend wirken, zum Beispiel eine stabile, gute Beziehung zur Großmutter.


Loyalitätskonflikte des Kindes nicht verstärken


Da „Trennungs- und Scheidungskinder“ häufig in einem Loyalitätskonflikt leben, ist ein wichtiger Tipp für die Praxis, diesen Konflikt nicht zusätzlich zu fördern, sondern das Kind in seiner Person zu stärken und es zu ermutigen, den eigenen Gefühlen zu vertrauen.

Das „Spielfeld“ der hochstrittigen Eltern ist weit gefasst – sie beschäftigen in den zum Teil über Jahre andauernden Konflikten häufig mehrere Institutionen und Fachleute. Diese Dimension wurde deutlich, als im zweiten Teil der Veranstaltung Vertreter des Jugendamtes, der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der ortsansässigen Beratungsstellen und eine Verfahrenspflegerin ihre berufsbedingten Berührungspunkte bei Trennungen und Scheidungen vorstellten.

Die beiden Netzwerkkoordinatorinnen, Anja Piquardt (Stadt Neuwied) und Daniela Kiefer (Kreis Neuwied), zeigten sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir wollten dieses Thema noch einmal in den Fokus rücken, weil es tatsächlich auch das Miteinander in der Gesellschaft prägt. Die Kinder von heute sind die Eltern von morgen. Wenn sie für sich einen guten Weg finden und Unterstützung bekommen, um mit der Trennung und Scheidung der eigenen Eltern umzugehen, können sie für ihre Kinder die Verlässlichkeit und Zuwendung aufbringen, die diese für eine gesunde Entwicklung brauchen.“ Pressemitteilung der

Kreisverwaltung Neuwied

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Kommentare
juergen mueller:
Was da so alles geht - in der Altstadt. Um es nicht zu vergessen - auch in RÜBENACH haben wir neuralgische Stellen, die mehr Verkehrssicherheit erfordern (würden) - und das seit Jahrzehnten. Gefährdet sind hier zwar keine Touristen/Gäste, aber immerhin doch Bürgerinnen/Bürger der Stadt Koblenz. Auch hier würde man staunen, wenn sich da etwas tun würde. Man darf gespannt sein, wo sich da etwas zuerst tut - in der Kastorpfaffenstr./Altstadt oder in Rübenach (denn zufällig wohnt Familie Naumann hier).
juergen mueller:
Herr Klasen,genausowenig wie Sie lamentiere u.diffamiere ich nicht.Nur habe ich kein Verständnis dafür,wenn ein notorischer Klima-Skeptiker wie Sie (was Ihnen zuzustehen ist) sich permanent,ohne weder rechts noch links zu schauen,auf eine Wissenschaft beruft,die die Probleme merklicher,menschlicher Einflüsse auf unsere Umwelt/Klima,auch zukünftig,vehement bestreitet, gegensätzliche Erkenntnisse wie ein gewichtiges Argument,dass es nämlich seid Jahrzehnten keinen Trend bezüglich z.b.in der Temperaturentwicklung durch NATÜRLICHE Einflußfaktoren gibt,nicht gelten lässt u.damit verneint,dass der Ausstoß der wichtigsten Treibhausgase in die Athmosphäre (mit einer dort langen Verweilzeit) ohne Einfluss auf unser Klima/unsere Umwelt bleibt.Alles natürlichen Ursachen zuzuschreiben ist vermessen u.dumm,ebenso wie das Verdrängen,dass Fortschritt/Wirtschaft/Industrialisierung nur Gutes für unsere Umwelt bedeutet hätten.Deren sichtbare negative Folgen u.gesunder Menschenverstand sind Beweis genug
Michael Berzens:
Warum wird in diesem Zusammenhang nie der Einfluss der vom Menschen verursachten elektro-magnetischen Strahlung betrachtet? Der Wahnsinn an Mobilfunk, Richtfunk, Radar, ELF Anlagen, HAARP, WLAN, DECT Telefone, TV, Radio und und und bringt eine Energiemenge in die Atmosphäre ein, die einen nicht zu leugnenden thermischen Effekt haben muss.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Hr. Mueller, können Sie denn überhaut verifizierbare Belege für ihre Behauptungen anführen oder bleibt es, wie für gewöhnlich ihrerseits, beim Lamentieren und diffamieren anderer Kommentatoren?
juergen mueller:
Wie bürgernah dieser Bürgerentscheid wirklich ist,wird man dann wissen,sollte die Abstimmungsquote für eine Einführung negativ ausfallen und der STADTRAT dann abschließend entscheidet.Davon abgesehen ist es irreführend u. falsch zu behaupten,dass die Bürger direkt u. eng an Entscheidungen (welche z.B.) mitwirken könnten.Das war noch nie so u. wird auch nie so sein.Daran ändert schon garnichts ein OBR mit der Kompetenz eines "Arbeitnehmers".Und seit wann bitte stehen bei wichtigen Dingen,über die nach wie vor nur der STADTRAT entscheidet,"schnelle" Entscheidungen an?Wäre mal etwas ganz Neues.Wie ein Selbsttor mutet es an,wenn (nicht nur) Frau Artz u. Herr Biewer als Mitglieder des Stadtrates sich gerne als kompetente Ansprechpartner für die Belange der Bürger bezeichnen u. regelmäßig monatlich eine Bürgersprechstunde abhalten,wo jeder seine Sorgen u. Nöte darlegen kann.Wofür dann noch ein den Steuerzahler belastender u. kostspieliger,mit Ratsmitgliedern besetzter Ortsbeirat?
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