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„Brohltal-Prinzen-Treffen“ bei der Galasitzung der GKKG

Um den Nachwuchs muss sich in Kempenich niemand Sorgen machen

14.02.2017 - 10:15

Kempenich. Für Prinz Horst II. vom Rennstall und Prinzessin Adelheid I. vom Kircheck bot die Galasitzung der GKKG im zweiten Jahr der Regentschaft des sympathischen Kempenicher Prinzenpaars die ideale Gelegenheit, sich für die tolle Unterstützung während ihrer Regentschaft bei allen Helfern, besonders aber bei der Familie, zu bedanken. Unter dem Motto „Werd net nervös, jetzt regiert de Boes“ waren sie vor einem Jahr als „Integrierte“ angetreten und hatten gleich die Herzen der Narren erobert. Schon damals hatte Prinzessin Adelheid erklärt: „Wir heißen zwar Boes, sind aber ganz nette Leute.“ Dies wurde auch in diesem Jahr erneut deutlich. Ein begeisterter Empfang bestätigte die Beliebtheit des Regentenpaars.

Sitzungspräsident Jürgen Schlich hatte zu Beginn des Programms nach dem Einmarsch der närrischen Kempenicher Streitmacht mit Möhnen, Blaubärchen, Kringelbuhr-Armee, Funken und Stadtsoldaten sowie dem Elferrat die Gäste begrüßt, besonders Ehrenmitglied Josef „Kopp“ Becker, Bürgermeister Johannes Bell, Ortsbürgermeister Stefan Friedsam und Pfarrer Erich Fuchs sowie die Gönner des Vereins. Gemeinsam mit Jörg Radermacher führte er souverän durch ein Programm der guten Laune.

Die „Original Goldbachmusikanten“ unter der Leitung des „verabschiedeten, aber noch immer im Amt befindlichen Dirigenten“ Uli Arlt sorgte für die richtige Stimmung, die mit dem Lied „Ech bin doch nur ne Kemmeche Jung“ direkt den Nerv der Gäste traf.

Fast zu klein war nach dem Einmarsch der närrischen Streitkräfte die Bühne, um alle Akteure aufzunehmen. Da durften nach der „Räumung der Bühne“ zunächst die Kleinsten der GKKG zeigen, was sie im Lauf des Jahres gelernt hatten. Die „Blaubärchen“ zeigten in drei verschiedenen Tänzen der jeweils gestaffelten Altersstufen, was sie mit Silvia Witz und Bettina Kaltz-Stöbel eingeübt hatten. Insgesamt 35 „Blaubärchen“ zeigten eine tolle Leistung, die mit Beifall bedacht wurde.

„Atemlos“ enterte anschließend das bewährte Büttenass Jutta Bell die Bühne in der Leyberghalle. Sie meisterte das schwere Amt des Eisbrechers in der Bütt mit Bravour. Wie nicht anders von ihr gewohnt, wusste sie als „Eine Frau an der Schwelle zur Seniorin“ das „Älterwerden“ gekonnt zu meistern. Ob Orangenhaut, Cellulite, „Hexenhaut mit kleinen Käulchen“ oder Seniorenpiercing: Sie steckte alles weg. Auch das Thema „Rente“ und das jetzt „zu Hause herrschende Problem eines Rentners“ waren für sie kein Problem. Gekonnt war auch ihr „Rohkostrepp“ in gereimten Versen in heimischer Mundart, durchsetzt mit passenden Gesangseinlagen - ein Spitzenvortrag.

Jutta Bell erhielt für ihre langjährigen Verdienste als Vortragende im Kempenicher Karneval von Sitzungspräsident Jürgen Schlich den Pegasus-Orden der Rhein-Zeitung verliehen. Ange­sichts des Spitzenvortrags wollte er das „Abschiedsgesuch“ von Jutta Bell noch nicht annehmen: „Da müssen wir uns aber noch einmal drüber unterhalten.“

Solomariechen Svenja Schwarz von der Brenker Karnevals-Mafia zeigte einen Mariechentanz der Extraklasse, bevor Prinz Horst II. und Prinzessin Adelheid I. mit ihrem Hofstaat Einzug in die närrische Arena hielten. Sein Dank galt allen Kempenicher Narren, die ihm das Herrschen während seiner Regentschaft so angenehm gemacht hatten.

Tänzerisch ging es mit der Kringelbuhr-Armee weiter. Stefanie Hantel, Nina Hantel und Laura Perk hatten mit den 16 Tänzerinnen der 1989 gegründeten Kringelbuhr-Armee einen flotten Gardetanz einstudiert, der exakt und schmissig dargeboten wurde. Auch die Tanzgruppe „De Leckerche“ unter der Trainerin Carina Bläser wusste als „süße Versuchung“ mit ihrem „Lollipop“ zu gefallen. In der Ehe herrschen oft nicht nur Einvernehmlichkeit und Gemeinsamkeit. Davon wussten auch Gibbi und Michaela (Gilbert und Michaela Becker) zu berichten. Der nicht ganz so ernst gemeinte Tipp von Michaela („Schlagt euren Mann jeden Tag - wenn du nicht weißt warum, er weiß es bestimmt“) wird so manch einen zum Nachdenken bewogen haben. Eine Augenweide sind in jedem Jahr bei der GKKG die „SC Indigos“. Die acht jungen Tänzerinnen wirbelten in diesem Jahr als Inderinnen unter dem Motto „Bollywood“ über das Parkett, wobei die Trainerin Sabrina Müller bei der Zugabe mittanzte.

Dass der Zusammenhalt der Narren im Brohltal sehr groß ist, wurde auch in Kempenich deutlich. Neben den Abordnungen des Niederdürenbacher Karnevals-Verein (NDKV), der Jeläse Jecke und der KG Burgbrohl konnten auch vier Prinzenpaare aus dem Brohltal mit großen Abordnungen ihrer Gesellschaften begrüßt werden: Aus Oberzissen waren Prinz Sven I. und Prinzessin Nastasja I. nach Kempenich gekommen. Prinz Michael II. und Prinzessin Petra I. waren aus Wehr angereist. Von den Klieburgern aus Wassenach hatten Prinz Jürgen I. und Prinzessin Petra I. den Weg nach Kempenich gefunden, aus Niederzissen waren Prinz Detlef I. und Prinzessin Andrea I. mit großem Gefolge gekommen.

Doch nicht nur Akteure im Rampenlicht der Bühne erhielten ihren Applaus. Auch Stefan Montermann und Marco Gros wurde für das neue Bühnenbild, das die beiden Künstler geschaffen und dort Objekte aus dem Ort verewigt hatten, ein Dank ausgesprochen. In ansprechender Weise konnten die Besucher hier den alten Bahnhof, die Kirche, das Kreuzwäldchen sowie den Bereich „Op de Pomp“ betrachten.

Mit einem ganz besonderen Leckerbissen ging es nach der Pause weiter. Mit „Ähn aus Jönneschdorf“ präsentierte die GKKG ihren Besuchern mit Irmgard Köhler-Regnery ein Büttenass der Spitzenklasse, das mittlerweile weit über die Region hinaus bekannt ist. Sie nahm die neue Generation ihrer Geschlechtsgenossinnen aufs Korn. Ob Thermomix, Tupperware oder Dessous-Party, ob Faltencreme oder Röhrenjeans, da wird jedes Ereignis zum Kracher, wenn sie ihre Meinung hierzu äußert. Da werden die Lachmuskeln arg strapaziert. Auch Hartmut Keuler als „Strohwitwer“ wusste die Lacher auf seine Seite zu ziehen.

Am Vorabend als bestes Männerballett des Rheinlands gekürt, entfachten die „Vulkanelfen“ aus Niederzissen (Trainerin Manuela Felden) als „Wicki und die starken Männer“ ein wahres Feuerwerk. Die Prinzengarde aus Wehr (Kommandant Jan Degen und Trainerin Laura Durben) glänzte bei ihrem Gardetanz mit vielen gekonnten Hebefiguren, während die CCKK-Showtanzgruppe aus Koblenz brasilianisches Flair versprühte.

Ganz groß ist bei der GKKG das tänzerische Potenzial. Bereits die Kleinen werden bei den „Blaubärchen“ und bei der Kringelbuhr-Armee auf das spätere Mitwirken bei den Funken und den Stadtsoldaten vorbereitet. Diese setzten mit ihrem Tanz (von Eva Gros und Manuela Schmidt einstudiert) einen großartigen Schlusspunkt unter eine mit vielen Höhepunkten gespickte Gala-Sitzung.

Mit einem furiosen Finale endete schließlich ein Programm, bei dem alle auf ihre Kosten kamen und das allen Besuchern in guter Erinnerung bleiben wird. Dafür sorgten zum Abschluss auch „De Botzedresse“, die die Leyberghalle noch einmal in ihren Grundfesten erbeben ließen.

Der Reigen der Veranstaltungen der GKKG geht aber noch weiter. Am Samstag, 18. Februar, findet um 15.11 Uhr die Kinder- und Jugendsitzung in der Leyberghalle statt. Am Donnerstag, 23. Februar, feiern dort die Möhnen ab 15.11 Uhr. Am Samstag, 25. Februar, startet um 20.11 Uhr die Karnevalsparty an gleicher Stelle. Am Sonntag, 26. Februar, startet auf „Deustech Saal“ das Narrengericht. Am Montag, 27. Februar, findet der schon traditionelle Besuch im Seniorenheim mit anschließendem Kneipenumzug statt. WK

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Kommentare

1. Juden-Deportation vor 75 Jahren

Udo Klein:
Ich teile diese Meinung nicht. Ich persönlich ,Jahrgang 1954 , trage nicht eine direkte Verantwortung der Verbrechen der Nazi Gewaltherrschaft aber ich trage eine Verantwortung dafür, dass so etwas sich niemals wiederholt. Und es ist unsere Verantwortung immer wieder an diese Verbrechen zu erinnern und zu mahnen.
Counsel :
Es waren schlimme Zeiten. Aber: Die Allermeisten, und zumal die vielen Bürger mit Migrationshintergrund, angeblich 25 %, haben das Dritte Reich nicht erlebt. Es leben nur noch wenige Opfer, die als Kinder ins KZ kamen, und praktisch keine Täter mehr. Die Personen, die überhaupt noch eine Erinnerung haben können, über 80 Jahre alt. Und wenn Sie theoretisch an den Verbrechen beteiligt sein könnten, sind sie höchstens Jahrgang 1929 (bei Kriegsende 16Jahre alt) und heute 87 und älter. Da könnte man sich auch an die Verbrechen im 30jährigen Krieg "erinnern". Heutige Deutsche haben mit dem Holocaust so wenig zu tun wie mit der Ausrottung der Indianer oder den laut Altem Testament göttlich angeordneten Völkermorden an den Amalekitern, (Amoriter), Hethitern, Perissitern, Jebusitern und Hiwwitern. Heute wohnt der Tod vor allem im Nahen Osten.
 
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