Vogel- und Niederwildschutzgebiet am Ortsausgang von Puderbach in Richtung Daufenbach soll wieder aufblühen

Wanderer zieht es zurück in die Natur

18.04.2017 - 12:33

Puderbach. Besonders im Frühjahr, wenn alles grünt und blüht, zieht es auch die Fußgänger und Wanderer zurück in die Natur und oft auch auf den Wanderweg entlang des neu aufgeforsteten Biotops am Ortsausgang von Puderbach in Richtung Daufenbach. Linksseitig beginnt dort ein auch streckenweise geteerter und stark frequentierter Wanderweg, der an dem in den vergangenen Jahren stark vernachlässigten Biotop entlangführt.

Vor drei Jahren entschloss sich Jagdpächter Heinz Kramer, etwas dagegen zu unternehmen. Er fragte bei der Ortsverwaltung Puderbach an, ob er die Wiederbelebung des Biotops nicht übernehmen könne. Die Orts- und auch die Forstverwaltung nahmen gern an und boten ihrerseits die ihnen mögliche Unterstützung an. So entstand vor drei Jahren eine gute Kooperation, die auch schon erste Früchte trägt.

In dem insgesamt 700 Meter langen und zwischen 20 und 50 Metern breiten Biotop pflanzten die vier Jagdpächter mit Unterstützung des Försters Michael Nass und der Gemeindearbeiter insgesamt 1450 neue zur Verfügung gestellte Pflanzen. Gleichzeitig beschnitten sie die schon stehenden Bäume, so dass sie keine Anflugspunkte mehr für Raubvögel darstellten, besonders nicht für Krähen und Elstern.

Da eine Elster im Schnitt 30 Nester ausraubt, müssen die Vögel ganz besonders in der Brutzeit und während der Aufzucht ihrer Jungen geschützt werden.

Dazu sollen die gepflanzten Sträucher und Hecken durch regelmäßigen Beschnitt so wachsen, dass sie in Bodennähe einen dichten Schutzwall bieten, unter dem sich die Vögel und anderes Niederwild vor ihren Jägern verstecken und ihre Nester bauen können.

In den nächsten drei Jahren sollen die Pflanzen eine einheitliche dichte Decke von einer relativ gleichmäßigen Höhe zwischen zwei Metern und 3,50 Metern bilden, die durch regelmäßige Pflege auch so bleiben soll. Darunter wachsen dann in Bodennähe Himbeer- und Brombeersträucher, Gräser und Weißdorn, die einen optimalen Schutz für Vögel und Niederwild bieten. Bereits jetzt wurden die ersten Lärchenpärchen und Schwalben gesichtet, die es seit Jahren in dieser Gegend so gut wie nicht gegeben hat.

Damit all dies auch so funktioniert und die Arbeit, die die vielen Helfer in die Wiederherstellung des Biotops investiert haben, nicht umsonst war, ist allerdings auch die Mithilfe der Bürger unbedingt erforderlich. Besonders in der Brutzeit ist es wichtig, dass Hunde entlang des Biotops angeleint werden, die Fußgänger auf den Wegen bleiben und nicht die jungen Pflanzen niedertrampeln oder abreißen und damit die brütenden Tiere aufschrecken. In diesem Frühjahr werden auch entlang des Wanderwegs Infotafeln mit entsprechenden Hinweisen aufgestellt, so dass Spaziergänger wissen, wie sie sich verhalten sollten, um die Natur nicht zu schädigen. Natürlich darf auch in diesem Gebiet nicht gejagt werden. Lediglich im Winter dürfen hier Predatoren gejagt werden.

Wenn alle ein wenig mithelfen und Rücksicht nehmen, kann dieses Biotop in drei Jahren seine volle Funktionsfähigkeit als Schutzgebiet entfalten und wieder vielen einheimischen Vögeln und Kleinwild einen Unterschlupf bieten.

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Kommentare
25.04.2017 13:04 Uhr
Bogdan Hofmann schrieb:

Bogdan Hofmann: Hochachtung! Sowas unterstütze ich gerne



24.04.2017 22:07 Uhr
Königs schrieb:

Das sind die echten Heger !!!



21.04.2017 16:10 Uhr
Kramer schrieb:

Sehr geehrte Frau Puderbach ! Sehr professionell , Herzlichen Dank. Freundlichst H.Kramer



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Kommentare
Uwe Klasen:
Eine sehr gute Initiative, vor allem da bislang kaum der vermehrte "Vogelschlag" durch diese Anlagen in der Öffentlichkeit bekannt ist. So schätzen Forscher, dass pro Jahr zwischen fünf bis zehn Vögel pro Windrad (28.000 aktuell) und mehr als 250.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen sterben (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20374-2016-07-11.html)! Eine Naturzerstörung sondergleichen wird hier durch die Wind- und Solarlobby (Politiker und der ökologisch-industrielle Komplex) betrieben und durch viele, in falschem Glauben, akzeptiert. Menschen die sich dagegen wehren werden, bestenfalls als Skeptiker, meist aber als Leugner diffamiert! Dieser subventionsgeschmierte Windradwahn kann für gefährdete Vogelarten, wie den Rotmilan, das Ende bedeuten!
Jürgen Steup:
Schwachsinn. Der Hartenfelser Kopf ist mein Hausberg, wo ich mehrmals pro Woche an den meisten der 26 WKA vorbei gehe. Ich selbst habe 1 x eine tote Taube bzw. deren Überreste gefunden, wobei mir noch nicht klar ist, ob diese durch die WKA oder aus Altersschwäche gestorben ist. Auf der Straße kommen viel mehr Tiere um. Wird deshalb gegen den Verkehr gekämpft? Harry Neumann versucht immer wieder, sich selbst eine Bühne zu geben um sich als Naturschützer zu profilieren und hat sich selbst früher für die Windenergie eingesetzt. Bleibt noch die Frage, wo die Überreste des Raubvogels (s. Foto) wirklich gefunden wurden.
Michael Daum:
Korrekte Mülltrennung? Klappt nirgendwo richtig. Doch anstatt diese Tatsache aufgrund der jahrelangen Erfahrung zu akzeptieren und deshalb auf ebenfalls seit Jahren existierende Verfahren der maschinellen Mülltrennung umzustellen, wird der Verbraucher lieber immer wieder gemahnt und gegängelt. Am Ende des Tages wird ja auch gerne mal der Preis für die Entsorgung des Mülls angehoben. Dabei ist dann der Verweis auf die hohen Fehlwurfquoten den Entsorgern ganz recht. Das korrekt sortierter Restmüll in der Müllverbrennung (wo er überwiegend landet) nicht mehr richtig brennt und deshalb große Mengen von Verpackungsmüll zugeführt werden (ja genau, die aus dem gelben Sack oder der gelben Tonne), verschweigt man gerne. Da alle Beteiligten (außer dem Verbraucher) an dem System sehr gut verdienen, wird sich da in Zukunft auch nicht viel ändern.
Armin Linden:
Die Bedingungen u. Richtlinien waren damals bei Gründung des "Grünen Punktes" mit den Städten u. Landkreisen, klar definiert. Vor Remondis (Rethmann) der hier benannt wird, waren seinerzeit ganz andere Akteure, auch mit der Idee - Trienekens TR., am Start. Ich erinnere mich gut. Der AWB weisst zu Recht auf die Vermüllung der Tonnen hin. Wertvolle Rohstoffe gehen verloren. In der Rathausstr., Schickeria v. BNA., sind die Tonnen 2 Tage nach Leerung bereits wieder voll. Mit "Allem". Direkt neben dem Rathaus. Gut das dies BMU Klaus Töpfer nicht mehr sehen muss. Viele der zugezogenen Migranten, füllen ebenso ordentlich auf. Keiner kann lesen, auch viele, die bereits länger hier sind. Man legt auch offensichtlich keinen Wert auf hiesige Belange. Mein Eindruck. Wenn bei diesem sensiblen System nicht alle mitmachen, die Gewerbeleute auch noch die Tonnen der Privaten auffüllen, funktioniert es nicht.
Erhard Jussen:
Ich kann dem Kommentar von Uwe Klasen nur zustimmen.
Uwe Klasen :
Kohlekraftwerke abschalten... der interessierte Leser sucht bitte einmal nach "Energiewende 24.01.2017", dort wird anschaulich berichtet wie die Kohle- und Kernkraftwerke einen bundesweiten Stromausfall verhindert haben weil die sogenannten "Erneubaren" nichts geliefert haben, kein Wind und keine Sonne. Nur Ideologen ohne Sachverstand und ohne soziale Verantwortung können noch auf den Ausbau der sogenannten "Erneubaren Energien" beharren!
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