Feierliche Eröffnung des Kunstrasenplatzes in Engers

FV Engers spielt jetzt auf Kunstrasen

Freude herrschte bei der ganzen Vereinsfamilie über die Einweihung des ganzjährig bespielbaren Untergrunds

08.09.2017 - 14:02

Neuwied-Engers. „Heute freut sich die ganze Vereinsfamilie“, verkündete Martin Hahn. Der Vorsitzende des FV Engers 1907 e.V. feierte kürzlich gemeinsam mit dem Stadtvorstand, zahlreichen Gratulanten und natürlich den Vereinsmitgliedern die Einweihung des neuen Kunstrasenplatzes. Martin Hahn begrüßte die Gäste „im neuen Schmuckstück am Wasserturm, Neuwieds einzigem Platz mit moderner Bandenwerbungsanlage“. Der Höhepunkt des Tages war das Spiel einer Ü40 Auswahl des FV Engers gegen die Lotto Elf Rheinland-Pfalz für einen guten Zweck. Für den Kickernachwuchs war dagegen das Training mit ehemaligen Bundesligagrößen das Beste. Darius Wosz dribbelte mit den Jungen und Mädchen, gab Tipps und verriet Tricks. Wolfgang Kleff trainierte währenddessen mit den kleinen Torhütern. Darüber, dass das Aushängeschild des Neuwieder Fußballs den neuen Kunstrasenplatz verdient, waren sich alle Anwesenden einig.

Im 110. Jahr des Bestehens stieg der FV Engers in die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf und spielt nach den ersten Spieltagen vorne mit. Auf dem schönen neuen Kunstrasen konnten alle Heimspiele gewonnen werden. Schon werden Erinnerungen an die Ruhmeszeiten des FV Engers wach. Wenn es nach Pastor Heinz Christ geht, soll sich der Aufstieg der Engerser fortsetzen. Der Seelsorger gab der neuen Spielstätte den christlichen Segen. Martin Hahn beschwichtigte: „Zunächst mal geht es darum, die Klasse zu halten“. Der Vorsitzende sieht den FV Engers im Aufwind. Besonders freuen sich die Verantwortlichen über viele neue Kinder und Jugendliche. Bambini spielen nun ebenfalls wieder am Wasserturm. Martin Hahn stellte heraus, dass der Verein mit der Jugendarbeit auch viel Integrationsarbeit leistet.


„Gehofft und gebangt“


Der Vereinschef blickte auf die vergangenen Monate zurück. Ganz ohne Stress seien die nicht verlaufen, es wurde „gehofft und gebangt“. Der Kampfmittelräumdienst hatte ausrücken müssen und die Zuschussbewilligung aus Mainz ließ auch auf sich warten. Martin Hahn zeigte sich bei seinen Stadtratskollegen für die Genehmigung im städtischen Haushalt erkenntlich. Als Nächstes seien die Fußballplätze in der Innenstadt und Heimbach-Weis dran. Sportdezernent Michael Mang gratulierte dem FV Engers zum neuen Platz. Dieser sei in einer Rekordzeit von nur vier Monaten entstanden. Für die Schulen, die Vereinsjugend und die erste Mannschaft, die in der Oberliga hochklassigen Fußball spielt. Der Beigeordnete dankte dem Land für die Bezuschussung des 850.000 Euro teuren Platzes.

„Dem teuersten der gesamten Stadt“, wie Michael Mang unterstrich. Der Kunstrasenplatz war notwendig geworden, weil der Rasenplatz abgängig war. Der große Vorteil des Kunstrasens liegt in den niedrigeren Unterhaltungskosten aber vor allem in der ganzjährigen Bespielbarkeit. Im Zuge des Umbaus wurde das Beleuchtungskonzept erneuert und eine zusätzliche Dränage eingebaut. Die Tribünen wurden erneuert und zwei neue Trainerkabinen erstellt. Angrenzende Bäume wurden gefällt, der Einfahrtsbereich neu gestaltet und diverse Pflasterarbeiten auf dem Sportplatzgelände vorgenommen.

Staatssekretär Randolf Stich überbrachte die Gratulation aus dem Ministerium des Innern und für Sport. In Anbetracht von 415.000 aktiven Fußballern und 1,4 Millionen Rheinland-Pfälzern in Sportvereinen sprach er von gut investiertem Geld. Rheinland-Pfalz sei ein Sportland mit 6.200 Sportvereinen. Mit rund 800 Stunden durch die umliegenden Schulen und 1.100 Stunden durch den FV Engers sei der neue Platz richtig gut belegt. Die gute Vereinsinfrastruktur des FV Engers spräche ebenfalls für die Investition vor Ort. Weitere Gratulationen überbrachten Vertreter vom Fußballverband und vom Sportbund Rheinland.


Viel ehrenamtliche Hilfe


Der Sportkreisvorsitzende Alfred Hofmann beglückwünschte nicht nur zur neuen Spielstätte, sondern auch nach einer Zeit der Vakanz zu Spielen in einer hochklassigen Liga. Das Schlusswort hatte Baudezernent Jan Einig. Der Bürgermeister dankte den umtriebigen und schnellen Baufirmen, den städtischen Mitarbeitern und den Servicebetrieben. Dank der guten Hand in Hand Arbeit sei der Umbau schnell vorangegangen. Jan Einig zeigte sich ebenfalls beim FV Engers für die tatkräftige Unterstützung erkenntlich. Aus den Reihen des Vereins wurden diverse Reinigungsarbeiten, Anstriche der Geländer und Schönheitsreparaturen vorgenommen. Außerdem entfernten die engagierten Engerser die alten Trainerkabinen und den Pressestand.

Die Lotto-Elf gewann übrigens 7:1 gegen die Ü40 Auswahl des FV Engers. Eigentlich erwartungsgemäß, denn die Ex-Profis haben bislang noch kaum ein Spiel verloren. Viel wichtiger war, dass auf diese Weise rund 8.000 Euro an Spenden für den Verein Menschen mit Behinderung Neuwied e.V. zusammen kamen. FF

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Kommentare
Michael Daum:
Eine wichtige Info fehlt in diesem Beitrag: Wie viele interessierte Bürger haben denn an der Veranstaltung teilgenommen?
Armin Linden:
Ich muss Nicole777 abosolut beipflichten. Der Deutsche freiwillig, der Somalier auf PsychKG. etabliert incl. Vollpension. Ich habe seit Jahrzehnten, nicht soviele desolate Vorgänge, spéziell hier im AW Kreis erlebt. Alles schaut zu. Die KV. AW., Polizei & Gesundheitsämter halten sich alle generell fein säuberlich zurück. Die Polizei AW. könnte man glatt schliessen. Keiner merkt es mehr. Diese BRD & dieser L.K., ist bei "Lawrence von Arabien" Stilecht angekommen. Nur erhielt Peter O´Toole mehrere Oscars. Zustände wie bei Idi Amin im Kongo seinerzeit ! Hier funktioniert nur noch das Job-Center, Sachbearbeitung bis der Arzt kommt, Haft für Knöllchen u. GEZ.
Nicole777:
Der Deutsche ist also auf freiwilliger Basis in der Psychiatrie und der Somalier aufgrund des PsychKG eingewiesen. Beide begehen die gleiche Straftat und werden unterschiedlich behandelt. Wenn sich beide Männer in einer psychiatrischen Einrichtung befinden - egal ob freiwillig oder nicht -, gehe ich davon aus, dass BEIDE psychisch erkrankt sind. Diese Ungleichbehandlung erschließt sich mir nicht ...

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Marion Morassi:
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