Jahreshauptversammlung der FWG Verbandsgemeinde Bad Breisig

Bilanz 2017 und Blick nach vorn

28.11.2017 - 11:11

Bad Breisig. Eine Bilanz der kommunalpolitischen Gremienarbeit 2017 im Breisiger Ländchen, die Erörterung aktueller kommunalpolitische Themen und die Information des FWG-Vorsitzenden Hans-Josef Marx über die Eckpunkte der VG-Haushaltspläne (Nachtrag 2017) und Plan 2018 bildeten die Themen-Schwerpunkte bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der FWG Verbandsgemeinde Bad Breisig, die im Breisiger Hotel „Zur Mühle“ über die Bühne ging.


Investitionen der Verbandsgemeinde Bad Breisig


FWG-Vorsitzender Hans-Josef Marx informierte über den für das Jahr 2017 notwendig geworden Nachtragshaushalt, mit dem die ursprünglich vorgesehenen Ansätze für Investitionen nach oben korrigiert werden müssten. Allein beim Umbau des Feuerwehrgebäudes in Bad Breisig hätten sich Mehrkosten in Höhe von 137.000 Euro ergeben. Die Ausschreibungsergebnisse für die drei Feuerwehrfahrzeuge in Brohl (+ 40.000 Euro), Niederlützingen (+ 25.000 Euro) und Waldorf (+ 25.000 Euro) hätten 90.000 Euro über den kalkulierten Ansätzen gelegen. Zudem habe der nicht erklärbare Überspannungsschaden in der neuen Feuerwehreinsatzzentrale des Bad Breisiger Feuerwehrhauses außerplanmäßige Kosten in Höhe von 40.000 Euro zur Folge gehabt. Insgesamt würde sich der für 2017 mit 519.170 Euro kalkulierte Kreditbetrag um 278.930 Euro auf nunmehr 798.100 Euro erhöhen. Der Haushaltsplan für 2018 sei geprägt von hohen Ansätzen für Investitionen im Schulbereich, insbesondere in der Lindenschule Bad Breisig. Die Kosten der energetischen Sanierung seien mit rund drei Mio. Euro berechnet worden. Die Maßnahme könne allerdings nur realisiert werden, wenn die veranschlagten Zuschüsse des Landes (zwei Mio. Euro) und des Kreises Ahrweiler (200.000 Euro) tatsächlich auch bewilligt würden, was derzeit noch völlig offen sei.


Abwassergebühren


Ausschließlich gute Nachrichten gebe es aus dem Abwasserwerk der Verbandsgemeinde. Die Beträge für die Abwasserversorgung können auch 2018 auf dem zum 1. Januar 2013 festgesetzten Level bleiben, würden also jetzt zum sechsten Mal in Folge nicht erhöht.


Wasserbezugspreis


Mit Blick auf die im Bereich der Wasserversorgung unbedingt notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Rohrnetzversorgung - hier seien für die Jahre 2018 bis 2021 insgesamt rd. 6,5 Mio. Euro vorgesehen - und einer daraus resultierenden Notwendigkeit der Verbesserung des Eigenkapitals habe die Werkleitung dem Verbandsgemeinderat ab Montag, 1. Januar 2018 eine Erhöhung des Wasserpreises um 20 Cent auf dann 1,90 Euro/m³ vorgeschlagen, sowie eine Erhöhung des Grundpreises für Wasserzähler von bislang neun Euro monatlich auf zehn Euro monatlich. Die vorgeschlagene Erhöhung würde bei einem Durchschnittshaushalt mit drei Personen zu einer jährlichen Mehrbelastung in Höhe von rd. 24 Euro führen. Der Verbandsgemeinderat werde in seiner Sitzung am Donnerstag, 7. Dezember über diesen Vorschlag, dem sich auch der Werksausschuss angeschlossen habe, entscheiden.


Stadt Bad Breisig


Aus der Stadt Bad Breisig berichteten Walter Erben und Jürgen Sieler. Sie machten deutlich, dass sich die FWG-Fraktion im Stadtrat Bad Breisig für einen Erhalt der Jahnhalle als „Kulturtempel“ einsetzen würde und berichteten über weitere Themen aus der Quellenstadt. So auch über die Sanierung der Römerthermen, die sich um ein ganzes Jahr verschieben werde. Bei der Maßnahme „Ausbau des Kurparks“ habe der Stadtrat durch die Aufhebung einer Ausschreibung und eine überarbeitete Planung eine Kostenersparnis in Höhe von 75.000 Euro erreicht. Der Glasfaserausbau für schnelles Internet insbesondere in Oberbreisig und auf Wallers sei in weiten Teilen abgeschlossen. Beim Dorfentwicklungskonzept für den Stadtteil Oberbreisig schlage die FWG vor, mit Blick auf die Haushaltslage der Stadt vorrangig und vor allem zügig jene Maßnahmen zu realisieren, die mit einem überschaubaren finanziellen Aufwand umgesetzt werden können.


Ortsgemeinde Brohl-Lützing


Für das Jahr 2017 - so Paul Delfs als Berichterstatter - sei ein Nachtragshaushalt erforderlich geworden. Insbesondere wegen einiger Änderungen im Investitionshaushalt, aber auch, weil die Gewerbesteuer von 580.000 Euro auf 420.000 Euro „eingebrochen“ sei. Für den Ausbau der Straße Lammertal, für den 832.000 Euro veranschlagt worden seien, habe die Gemeinde einen Zuwendungsbescheid über 448.000 Euro erhalten, die Ausschreibung sei in Vorbereitung. Der Kindergarten im Ortsteil Niederlützingen müsse um eine zusätzliche Gruppe erweitert werden. Die Kosten hierfür seien mit 523.000 Euro veranschlagt, man rechne mit einem Anteil der Ortsgemeinde in Höhe von 245.000 Euro. Zum Thema „Schienengleiche Bahnübergänge“ im Ortsteil Brohl informierte Paul Delfs über das Ergebnis einer Befragung in der Gemeinde. Die Beteiligung an der Befragung sei äußerst gering gewesen. Es hätten sich aber rund 58 Prozent der Antwortenden für eine Beibehaltung der jetzigen Situation ausgesprochen.


Ortsgemeinde Waldorf


Hans Dieter Felten berichtete über eine solide Haushaltslage der Ortsgemeinde Waldorf. Die Gewerbesteuer sei im Jahr 2017 um rund 20.000 Euro gestiegen. In seiner Eigenschaft als Ortsbürgermeister richtete er Dankesworte an die Senioren-Arbeitsgruppe und den Angelsportverein für zahlreiche ehrenamtliche Arbeitseinsätze. Die Integration der Flüchtlinge in Waldorf sei beispielhaft gut. Viele der jungen Menschen hätten zwischenzeitlich sogar Aufenthaltserlaubnisse und stünden in sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer habe im Rahmen ihrer diesjährigen Sommerreise Waldorf besucht und sei von der Integration und dem Zusammenhalt in der Gemeinde äußerst beeindruckt gewesen.


Ortsgemeinde Gönnersdorf


Aus der Ortsgemeinde Gönnersdorf berichtete sodann Hans-Josef Marx. Wie im Jahr zuvor schließe auch der Haushalt für das Jahr 2017 mit einem satten Minus ab, und zwar im Ergebnishaushalt mit 66.903 Euro und im Finanzhaushalt mit 21.739 Euro. Für das laufende Haushaltsjahr seien Investitionen in Höhe von 49.900 Euro vorgesehen, die in Höhe von 42.300 Euro mit Krediten finanziert werden sollten. Ein Betrag in Höhe von 17.000 Euro sei für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Kindergarten vorgesehen. Die mit Mitteln aus dem Kommunalen Investitionsförderungsprogramm des Bundes geförderte energetische Sanierung der Straßenbeleuchtung in der Hauptstraße und der Neustraße sei vor wenigen Wochen durchgeführt worden. Durch die zwischenzeitlich erfolgte Nachholung, der seit dem Jahr 2012 offenen Beträge für die Nutzung des Dorfgemeinschaftshauses (rd. 12.500 Euro) sowie der seit dem Jahr 2014 ebenfalls offenen Friedhofsgebühren (rund 12.300 Euro) seien der Gemeindekasse in diesem Jahr rund 25.000 Euro zugeflossen.


Einstimmige Entlastung des Vorstands


Schatzmeister Torsten Kurtz trug den Kassenbericht vor. Martin Schnitker und Georg Heidrich hatten eine ordnungsgemäße Kassenführung bestätigt, sodass die Entlastung des Schatzmeisters und des gesamten Vorstandes lediglich Formsache war.Pressemitteilung

FWG Bad Breisig

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
 
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

Seniorenhilfeverein Pellenz unterstützt ehrenamtlich ältere und hilfebedürftige Menschen

Mit mehr als 500 Ehrenamtliche im Einsatz

Pellenz. Bereits seit 2013 besteht der Seniorenhilfeverein Pellenz, der ältere und hilfebedürftige Einwohner der Verbandsgemeinde bei der Bewältigung des Alltags unterstützt. Der gemeinnützige Verein ist eine Selbsthilfeorganisation, die nach dem genossenschaftlichen Prinzip der gegenseitigen Hilfe und Unterstützung arbeitet. Hilfebedürftige Vereinsmitglieder werden im Alltag durch aktive Vereinsmitglieder unterstützt. mehr...

Freitag, 29. Dezember in der Martin-Luther-Kirche

„Nacht der Lichter“

Bad Neuenahr. Die Pfarreiengemeinschaft der katholischen Kirche und die evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr lädt jedermann am Freitag, 29. Dezember zwischen 19 und 20.30 Uhr zur stimmungsvollen Atmosphäre in der Martin-Luther-Kirche bei meditativen Texten, Gebeten und Gesängen aus Taizé still zu werden, zur Ruhe zu kommen und eine Kerze an den Lichterbaum auf zu stellen. mehr...

Kreistag wählt Michael Mahlert zum neuen Ersten Beigeordneten

Unterlegener der Landratswahl löst Achim Hallerbach ab

Neuwied. Wachablösung im Neuwieder Kreishaus: Am 1. Januar rückt Achim Hallerbach (CDU) auf den Chefsessel und wird Nachfolger von Landrat Rainer Kaul. Sein Kontrahent aus der Landratswahl, Michael Mahlert (SPD), nimmt wiederum den Posten von Achim Hallerbach als erster Beigeordneter ein. So haben es CDU und SPD in einer Vereinbarung festgelegt. Die Zuständigkeiten von Landrat und Erstem Beigeordnetem werden aber nur teilweise beibehalten. mehr...

Weitere Artikel

Spende an die Palliativstation im Krankenhaus Remagen

Gülden Kumtepe übergab 1.000 Euro

Remagen. Über eine großzügige Spende von 1.000 Euro konnten sich am vergangenen Donnerstag die stellvertretende Leiterin Martina Steffens und die Mitarbeiterin Regina Ruhs von der Palliativstation des Remagener Krankenhauses freuen. mehr...

SGD Nord genehmigt Erweiterung des Abfallwirtschaftszentrums „Auf dem Scheid“

Größte Entsorgungsanlage des Landkreises Ahrweiler

Kreis Ahrweiler. Aktuell hat die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord die Erweiterung des Abfallwirtschaftszentrums (AWZ) „Auf dem Scheid“ (Landkreis Ahrweiler) um weitere drei Hektar genehmigt. Mit dem immissionsschutzrechtlichen Änderungsbescheid der SGD Nord darf die Betriebsstätte zur umweltgerechten Entsorgung und Verwertung von Abfällen jetzt umfangreiche Erweiterungs- und Umbaumaßnahmen durchführen. mehr...

Einsatz von Andrea Nahles MdB (SPD) hat sich gelohnt

Doch keine Kürzungen bei der Ahrtalbahn

Berlin/Wahlkreis. Die DB Netz AG nimmt die zunächst geplanten Zugkürzungen bei der Ahrtalbahn (RB 30) zwischen Ahrbrück und Bonn zurück. Das hat die Deutsche Bahn nach Medienberichten bestätigt. Damit hat sich der Einsatz der SPD-Bundestagsabgeordneten Andrea Nahles (Ahrweiler) und Ulrich Kelber (Bonn) für die Ahrtalbahn gelohnt: „Das ist die einzig richtige Entscheidung, denn die Ahrtalbahn ist als... mehr...

Weitere Artikel

Pfarreiengemeinschaft Plaidt

Namasté, werde Sternsinger!

Plaidt. Namasté! Mit diesem Wort begrüßt man sich in Indien, und Indien ist das Beispielland der diesjährigen Sternsingeraktion. Für diese Aktion werden wieder viele Jungen und Mädchen gesucht, die von Haus zu Haus gehen, um den Menschen den Segen als Sternsinger zu bringen und um Spenden für die vielen Projekte der Sternsinger-Aktion zu erbitten. mehr...

Fahrt der Frauengemeinschaft Nickenich zum Weihnachtsmarkt nach Goslar

Miniweihnachtswald und Schneeüberraschung

Nickenich. Am 1. Adventswochenende zur Einstimmung auf die bevorstehende Weihnachtszeit starteten voller Erwartung etwa 50 Frauen der kfd Nickenich zu einer Fahrt zum Weihnachtsmarkt nach Goslar. Gegen Mittag traf man in der Unesco-Weltkulturerbe-Stadt ein. Vor der Kulisse des historischen Marktplatzes, romantisch eingerahmt von mittelalterlichen Hausfassaden, luden 80 liebevoll festlich dekorierte Holzhütten zum Bummeln, Verweilen und Genießen ein. mehr...

Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich

Reisen in guter Gesellschaft

Kruft/Nickenich. 2018 bietet die Pfarreiengemeinschaft eine Reise auf die Mittelmeer-Insel Malta an vom 10. bis 17. Oktober. Malta ist eine Insel mit langer Vergangenheit und prächtigen Bauwerken, sowie einer ebenso reichen Natur. Der Apostel Paulus strandete auf Malta, nachzulesen in der Apostelgeschichte. Die Kreuzfahrer haben ihre Spuren hinterlassen. All das macht die Hauptstadt Valetta zur Kulturhauptstadt... mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare
Jens:
Wenn man der Logik einiger "Experten hier folgt, dürfte es mit Wildscheinen ,Rehen, und Hirschen keine Unfälle geben und sie dürften sich nicht in Siedlungsnähe zeigen, da sie ja durch intensivste Bejagung scheu sind. Nun es gibt in den letzten Jahren wohl immer wieder Zwischenfälle mit Wildschweinen und Rehen (meist wegen der Jagd) aber keine mit Wölfen, also kann man den Quatsch den hier einige Extremisten von sich geben getrost vergessen.
M.W.:
Die echten Experten sehen das komplett anders! David Mech, der selber früher behauptet hatte, dass Wolfspopulationen sich selber regulieren, sieht seinen Irrtum inzwischen ein! Er schlägt auch für Europa ZONIERUNG und verschiedene Arten der Regulation der Wölfe vor, weil es ohne Bejagung nicht funktioniert. David Mech ist der erfahrenste Wolfsforscher dieses Planeten. Er war an der Wiederansiedlung der Wölfe im Yellowstone Nationalpark maßgeblich beteiligt und ist Chairman LCIE (Large Carnivore Initiative Europe). Man muss natürlich englisch lesen können und seinen Verstand bemühen, um die Zusammenhänge tatsächlich begreifen zu können: http://wolf.org/wp-content/uploads/2013/08/360-Where-can-wolves-live-and-how-can-we-live-with-them.pdf
juergen mueller:
Die Konkurrenz zwischen Mensch u. Wolf ist alt.Vergessen wird hierbei,dass vor ca. 15 000 Jahren aus gezähmten Wölfen der beste aller Freunde des Menschen wurde,der Hund.Die Abneigung vieler gegen Hunde spiegelt sich in ihrer Abneigung gegen Wölfe wieder.Die Feindschaft begann spät,als der Mensch (besondere Individuen der Gattung Mensch) seinen Interessenbereich ausweitete u. der Meinung war (bis heute), alles in Wald u. Feld gehöre ihm.Fakt ist,dass der MENSCH den Wolf "böse" gemacht hat.In Europa gibt es ein interessantes Nord-Süd- u. ein West-Ostgefälle,das sich auch in der Einstellung zum Wolf manifestiert.In den großen Lebensräumen Ost- wie Südeuropa hat der Wolf überlebt - in Nord- u. Mitteleuropa wurde er ausgerottet.- gnadenlose Intoleranz bei den Mitteleuropäern - Gelassenheit/Verständnis der Süd-/Osteuropäer.Anstatt sich mit dem Thema Wolf einmal intensiv auseinanderzusetzen,ergeht man sich in Kommentaren, blind u. unpersönlich.Hirnrissig, bei uns muss alles reguliert werden.
Roswitha von Piotrovski:
Ja was soll ich sagen, es war ganz einfach ein tolles Konzert. Ihr Artikel liest sich so, als wäre ich gerade im Konzert und würden das Ganze noch einmal erleben. Sie haben jedes Detail genau beschrieben, so können auch die Menschen, die nicht dabei waren, erfahren was sie versäumt haben.
Peter Schlicker:
Verry nice
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet