Schulbesuchstag 2017

Für eine starke Demokratie werben

Abgeordnete besuchen landesweit Schulen in Rheinland-Pfalz

09.11.2017 - 09:10

Mainz. Auch in diesem Jahr werden rheinland-pfälzische Abgeordnete am 9. November 2017 landesweit an weiterführenden Schulen zu Gast sein. „Dieser bundesweit einmalige Schulbesuchstag hat sich seit seiner Premiere im Jahr 2003 zu einer festen Größe im Terminkalender der Abgeordneten entwickelt und hat zum Ziel, das Verständnis von Schülerinnen und Schülern für die parlamentarische Demokratie zu fördern“, erklärte Landtagspräsident Hendrik Hering. Am diesjährigen Schulbesuchstag beteiligen sich 129 weiterführende Schulen aller Schularten. In diesen Schulen werden rund 7400 Schülerinnen und Schüler an den Gesprächen teilnehmen.

„Der Schulbesuchstag soll dazu ermutigen, aktiv an politischen Entscheidungsprozessen teilzunehmen und mitzugestalten“, betont Hendrik Hering, der das Evangelische Gymnasium Bad Marienberg, die Berufsbildende Schule Westerburg sowie die Realschule plus und Fachoberschule Hachenburger Löwe besuchen wird. Im Dialog erhielten einerseits die Jugendlichen die Möglichkeit, Fragen und Themen, die ihnen unter den Nägeln brennen unmittelbar mit den politischen Entscheidern zu diskutieren und andererseits erhielten die Abgeordneten wichtige Rückmeldungen für deren politische Arbeit. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird am diesjährigen Schulbesuchstag teilnehmen und ist am 9. November 2017 von 11.00 bis 13.00 Uhr an der Geschwister-Scholl-Realschule plus in Germersheim zu Gast.

Ins Leben gerufen wurde der Schulbesuchstag 2003 vom damaligen Landtagspräsidenten Christoph Grimm im Rahmen der Veranstaltungen zum 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Seit dem Jahr 2005 findet der landesweite Schulbesuchstag jeweils am 9. November statt. In den Jahren 2003 bis 2016 haben sich insgesamt rund 84.300 Schülerinnen und Schüler am Schulbesuchstag beteiligt.

Mit der Wahl des Datums des 9. November soll an die glücklichen und die tragischen Momente der deutschen Geschichte erinnert werden. Zum einen können mit der Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 durch Philipp Scheidemann und dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 wichtige Meilensteine der demokratischen Entwicklung Deutschlands gefeiert werden. Zum anderen ist der 9. November auf besondere Weise mit der Reichspogromnacht von 1938 verbunden. Die Erinnerung an den Holocaust und die Schrecken der nationalsozialistischen Herrschaft bilden daher den Ausgangspunkt der Beschäftigung mit diesem vielfach besetzten Jahrestag.

Dieser Tag bietet sich für Landtagspräsident Hering daher besonders an, „über Herausforderungen für unsere gegenwärtige demokratische Gesellschaft zu diskutieren und sich entschieden gegen rechtsextreme und fremdenfeindliche Tendenzen zu wenden.“


Landtagspräsident reagiert auf AfD-Vorwürfe zum Schulbesuchstag


Mit Verwunderung hat Landtagspräsident Hendrik Hering die Vorwürfe der AfD gegen Schulen zur Kenntnis genommen, diese verletzten im Zusammenhang mit dem diesjährigen landesweiten Schulbesuchstag das Neutralitätsgebot und verhielten sich undemokratisch. Seit 2003 findet der Schulbesuchstag als eine Veranstaltung des Landtages Rheinland-Pfalz statt und hat sich zu einer festen Größe im Terminkalender der Abgeordneten entwickelt. Auch von den Schulen erhält der Landtag immer wieder positive Rückmeldungen zum Wert dieser bundesweit in dieser Form einmaligen Veranstaltung. In diesem Jahr beteiligen sich 129 weiterführende Schulen aller Schularten daran.

„Der Landtag Rheinland-Pfalz führt den Schulbesuchstag als überparteiliche Informationsveranstaltung durch“, betonte Landtagspräsident Hendrik Hering. Dabei trete der Landtag auch als Vermittler zwischen den Abgeordneten und den Schulen auf. In seinem Schreiben an die Schulen im Vorfeld des Schulbesuchstages weist der Landtag auf die formalen Rahmenbedingungen der Terminvereinbarung und die politische Ausgewogenheit hin. In der Vergangenheit habe sich diese Form bewährt und reibungslos funktioniert. Nach aktuellem Stand sind die 14 Landtagsabgeordneten der AfD in diesem Jahr landesweit an 31 Schulen zum Gespräch eingeladen.

„Bisher war es bekannte wie bewährte Praxis, dass die Landtagsverwaltung bei Schwierigkeiten in der Terminabstimmung als erster Ansprechpartner immer vermittelnd und koordinierend zur Stelle war“, betonte Hendrik Hering. Leider sei diesmal von der AfD ein anderer Weg in Form einer Pressemitteilung und einem Schreiben an das Bildungsministerium gewählt worden. Ungeachtet dessen werde die Landtagsverwaltung in Abstimmung mit dem Bildungsministerium unmittelbar mit all jenen Schulen Kontakt aufnehmen, bei denen es Schwierigkeiten gebe und vermitteln.

Pressemitteilung Landtag Rheinland-Pfalz

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

FDP Meckenheim

BfM-Vorstoß verhindert

Meckenheim. In der letzten Sitzung im Jahre 2017 des Stadtwerkeausschusses von Meckenheim ließ die BfM (Bürger für Meckenheim) erneut über die Ausweitung des Bereitschaftsdienstes der Stadtwerke von Meckenheim diskutieren, obwohl das Thema bereits im März mit dem Hinweis auf Kosten von gut 100.000 Euro jährlich für einen zusätzlichen Bereitschaftsdienst glatt abgelehnt wurde. mehr...

Karnevalsverein Escher Wend wählte neues Mariechen

Helen Schäfer übernahm das Kommando

Kaisersesch. In die rustikalen Räumlichkeiten des Alten Prison (historisches Stadtgefängnis) hatten die Offiziellen des Karnevalsvereins Escher Wend um ihren Ersten Vorsitzenden Jörg Henn eingeladen, um hier traditionell ein neues Mariechen für die anstehende Kampagne zu küren. mehr...

Weitere Artikel

RheinAhrCampus und AStA Remagen hatten vielfältige Aktionen organisiert

Für das Thema Vielfalt sensibilisieren

Remagen. Als Vorbereitung auf den Aufmarsch der Rechten und Linken hatten der RheinAhrCampus und der AStA Remagen bereits seit Ende September vielfältige Aktionen organisiert, um die Studenten und Mitarbeiter des Campus für den Grund des Aufmarschs und vor allem für das Thema Vielfalt zu sensibilisieren. mehr...

Bergungsarbeiten dauerten über 1 Stunde an

Schwerer Unfall heute Mittag auf der A61

Gemarkung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Heute Mittag ereignete sich ein folgenschwerer Unfall auf der A61, FR Köln in der Gemarkung Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach derzeitigem Ermittlungsstand musste ein Lkw auf dem rechten von zwei Fahrstreifen staubedingt warten. Eine 42-jährige Pkw-Fahrerin aus dem Zulassungsbezirk Mayen-Koblenz fuhr auf dem linken Fahrstreifen langsam an dem Lkw vorbei. Ein 30-jähriger... mehr...

Weitere Artikel

Vorlesewettbewerb der Rheinbacher Grundschüler

Die beste Werbung für Bücher

Rheinbach. „Laut oder deutlich! 2017“, der Vorlesewettbewerb der Rheinbacher Grundschüler vor rund 100 Besuchern, war beste Werbung für das Vorlesen – und natürlich für Bücher. mehr...

Mitmach-Aktion zu Sankt Martin

Kleine Künstler gewinnen die Qual der Wahl

Montabaur. Die kleinen Künstler der Katholischen Kita St. Peter in Montabaur haben der Redaktion von BLICKaktuell eine große Freude gemacht mit ihrem schönen Bild, das sie zur Sankt-Martins-Mitmach-Aktion eingesandt haben. mehr...

gesucht & gefunden
Kommentare
juergen mueller:
Liebe Frau Daubländer, Sie haben sich sicherlich vertan, NEIN, wir sind nicht auf FACEBOOK. Ich wüsste nicht, dass (bis auf den Ihren) den Kommentaren zu entnehmen ist, dass Politiker "nix" arbeiten und trotzdem fürstlich belohnt werden. Ich gehe mal davon aus, dass Sie nur nicht verstanden haben, um was es hier geht, weder um bestimmte Personen, noch um Neid etc., sondern um eine Berufsgruppe, die meiner Meinung nach unrechtmäßig in den Genuß von Bezügen kommt, die alleine zu Lasten des Steuerzahlers gehen und durch nichts zu rechtfertigen sind. Wenn Sie das für rechtmäßig befinden, dann ist das Ihre Meinung. Vielleicht werden Sie Ihre Meinung noch einmal revidieren, wenn Sie nach einem arbeitsreichen Leben bis 67 (oder länger?) von 700 oder 800 Euro Rente im Monat leben müssen. Churchill hat mal gesagt:"Die größte Lehre im Leben ist, dass Esel manchmal Recht haben".
Tina Daubländer:
Wenn es stimmt, dass man als Politiker eigentlich nix arbeiten muss und dafür fürstlich belohnt wird, warum lassen sie sich denn nicht als Politiker in ein Amt wählen??? Wäre doch sehr hilfreich, wenn Sie mit ihrem gesunden Menschverstand und Durchblick mitarbeiten, dass gute Politik gemacht wird. Ich würde sie gerne wählen, wenn sie gute Ideen verfolgen und dann noch die Hälfte ihrer - sowieso überhöhten - Bezüge für gute Zwecke spenden. Ich ahne ihre Antwort schon. Sicher weil ein geheimer Zirkel diese Posten einfach unter sich verschachert und Wahlen ohnehin Makulatur sind. Neee, ist klar.
juergen mueller:
Ihren Einkommensvergleich kann ich weder nachvollziehen noch akzeptieren. Es ist mir bekannt was in der Wirtschaft, Ärzte- u. Apothekerschaft verdient wird, aber auch, welchem Verantwortungs- u. Entscheidungsbewußtsein z.B. letztere unterliegen. Hat es negative Folgen, dann hat es strafrechtliche Konsequenzen - ein Politiker bestreitet erst einmal, tritt dann zurück, kassiert dennoch automatisch Übergangsgeld (für jedes Jahr als MdB einen Monat in voller Höhe - derzeit 9542 Euro bis zu 1 1/2 Jahre). Langzeitabgeordnete kassieren defacto bis zu 171.756 Euro. Dazu kommt ein bereits für jedes Jahr als MdB fälliger Pensionsanspruch von 239 Euro monatlich. DAS alles zahlt der STEUERZAHLER. Eine solch generöse Altersversorgung gibt es nur bei uns. Das ist KEIN Ärgernis, sondern eine Sauerei hoch 3. Ich wüsste nicht, dass die von Ihnen angesprochenen mittelständischen Unternehmen oder Radiologen in diesen Genuss kommen, sondern vielmehr für ihr Geld hart "arbeiten" müssen.
juergen mueller:
Im städtischen HAUSHALT 2017 waren für den Spielplatz bereits Gelder vorgesehen. Passiert ist NIX, weil der Spielplatz im aktuellen Bebauungsplan garnicht mehr vorgesehen war, sondern zugunsten einer WOHNBEBAUUNG geändert wurde. Und davon hat die SPD-Fraktion nichts gewusst und jetzt soll der Bebauungsplan wieder geändert worden sein zugunsten einer Spielplatzmodernisierung 2018 am alten Standort? Klima ist eine Menschheitsfrage - sagt die Politik (und tut NIX). Um das zu ergänzen - auch das ist eine Menschheitsfrage:"Kann man der Politik noch glauben?" Das meine liebe SPD-Fraktion, in puncto Spielplatz, glaube ich erst, wenn es in der Zeitung schwarz auf weiss steht, da die Liste der Zusagen, die 2017 als versprochen getätigt wurden, sehr lang ist und mir noch in den Ohren klingt, dass neuer WOHNRAUM absolute Priorität besitzt.
juergen mueller:
Es müsste doch jeder mittlerweile begriffen haben, dass die Stadtpolitik den Nutzeffekt für SICH darin sieht, dass die Verwaltung von Dingen entlastet wird, die weniger von Bedeutung sind, aber ZEIT (und damit Geld) kosten. Das soll durch den OBR-Ortsvorsteher kompensiert werden. Entscheidungsbefugnis hat der OBR in wirklich wichtigen Dingen (die ich hier nicht auflisten muss) KEINE, er kann sie nur an den Stadtrat oder die Verwaltung weiterleiten als "Kummerkasten" der Bürger, der ein Schweine(steuer)geld kostet. Das ist aber auch alles, was an Bürgernähe dabei herauskommt. Und Demokratie? Das aus einem Politikermund zu hören, ist Alltag, gehört zum Vokabular. Warum muss eine politische Organisation immer Steuergeld kosten? Warum ist der OBR gleichzeitig der Tummelplatz für Politiker, z.B. Stadtratsmitglieder? Warum keine politische Selbstorga. (Bürgerinitiative ehrenamtlich), Gruppe von Bürgern, die spezielle Bedürfnisse durch die Politik nicht verwirklicht sieht?
Regionale Kompetenzen

 
Service
Lesetipps
GelesenBewertet