Rat tagte in Waldorf und verabschiedete den Haushalt 2017

Haushalt weist erneut Fehlbetrag aus

Trotzdem will man in angemessenem Umfang weiter investieren

14.02.2017 - 10:01

Waldorf. Auch in diesem Jahr verliefen die Haushaltsberatungen im Gemeinderat Waldorf ohne große Debatten. Durch die sehr knappe Ausstattung der Kommunen mit Haushaltsmitteln ist der Handlungsspielraum so eingeschränkt, dass er quasi auf Null ausläuft. Dementsprechend schnell und harmonisch verlief die Gemeinderatssitzung in der der Haushalt für das Haushaltsjahr 2017 beraten und einstimmig beschlossen wurde.

Der Haushalt sieht auch im Jahr 2017 im Wesentlichen lediglich die Pflichtausgaben der Gemeinde vor und lässt keinen Platz für große Investitionen, die nicht auf Grund gesetzlicher Vorgaben vorgeschrieben sind. Trotzdem will die Gemeinde aber auch im kommenden Jahr weiter in einem überschaubaren Rahmen investieren. Der Haushalt für das Jahr 2017 verzeichnet im Ergebnishaushalt Einnahmen in Höhe von 818.145 Euro. Diesen stehen Ausgaben in Höhe von 880.042 Euro gegenüber. Damit vermindert sich der Fehlbetrag gegenüber 2016 (107.601 Euro) um 45.704 Euro auf nunmehr 61.897 Euro. Dieser Fehlbetrag ist hauptsächlich durch das hohe Abschreibungsvolumen von 59.076 Euro nach Abzug der Sonderzuwendungen zurückzuführen. Zieht man den Abschreibungsbetrag von dem Fehlbetrag ab verbleibt faktisch ein Fehlbetrag von 2.871 Euro. „Im Grunde genommen handelt es sich bei dem Ergebnishaushalt 2017 daher quasi um einen ausgeglichenen Haushalt, denn Abschreibungen von Wirtschaftswegen und Straßen kann man nicht erwirtschaften. Gleichwohl verringert sich durch die Abschreibung das Vermögen“, stellte Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten bei der Vorstellung des Zahlenwerkes fest.

Die größten Ausgaben sind die Kreisumlage mit 274.769 Euro (2016 = 262.020 Euro) bei Erhöhung des Umlagesatzes um 0,55 Prozentpunkte auf 44,15 Prozent (Anstieg um 12.749 Euro) sowie die Verbandsgemeindeumlage mit 226.349 Euro (2016 = 218.570 Euro), was bei gleichbleibendem Umlagesatz von 36,37 noch eine Steigerung um 7.779 Euro ausmacht.

Auf die Ansätze für die älteren Mitbürger, Kinder und Vereine soll, wie in den Vorjahren, nicht verzichtet werden. Der Rat ist der Auffassung, dass die Vinxtbachhalle, der Kindergarten, die Kinderspielplätze, die Friedhofshalle, die Straßen und Grünanlagen und das Sportgelände wichtige Bestandteile der gemeindlichen Infrastruktur sind und auf hohem Niveau erhalten bleiben müssen. Dies sei eine sinnvolle Verwendung der gemeindlichen Steuergelder.

Auch der Finanzhaushalt, in dem die ordentlichen Einnahmen und Auszahlungen verzeichnet sind, sieht in diesem Jahr noch einen zwar geringen Fehlbetrag in Höhe von 158 Euro, was eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr (47.004 Euro Fehlbetrag) von 46.846 Euro ausmacht.

Trotz allem Sparen will man aber auch im kommenden Jahr notwendige Investitionen tätigen. Einige Maßnahmen sind bereits im Vorjahr veranschlagt worden und sollen in diesem Jahr ausgeführt bzw. vollendet werden.

So sieht der Haushalt der Ortsgemeinde Waldorf neben den bisher veranschlagten Maßnahmen aus den Vorjahren wie die Fertigstellung der Gemeindeunterstellhalle, der Sanierung des Kinderspielplatzes, der Sanierung des Bolzplatzes als Kunstrasenplatz, der Sanierung der Broosstraße (vorsorglich) und der Sanierung der Stützmauer oberhalb des Brünnchens (vorsorglich) insbesondere folgende Maßnahmen im Jahre 2017 vor:

1. Sanierung des Kinderspielplatzes in den Gärten und Erneuerung eines Mehrzweckspielgerätes (10.000,00 Euro)

2. Herstellung einer Pflasterfläche im Zuschauerbereich und Einzäunung des gesamten Sportplatzgeländes (20.000 Euro + 10.000 Euro aus 2016)

3. Umstellung der restlichen Straßenbeleuchtung auf LED und Erneuerung von Kabelanschlusskästen bei der Straßenbeleuchtung (25.000 Euro).

4. Anteilige Ingenieurkosten zur Sanierung der Vinxtbachmauer (6.500 Euro)

Auch die „Altlast Grillhütte“ aus dem Dorffest im Jahre 2006 ist mit 6.800 Euro in diesem Jahr wieder zu veranschlagen.

Sowohl Ortsbürgermeister Hans Dieter Felten wie auch der 1. Beigeordnete und CDU-Fraktionssprecher Werner Krupp sahen in dem Zahlenwerk die notwendigsten Ausgaben und Wünsche aufgenommen, die bei der Vorberatung durch die Ausschüsse vorgeschlagen wurden. Beide wiesen darauf hin, dass die Gemeinde vorsorglich in den kommenden Jahren auch ein Augenmerk auf gewerbliche wie auch Bauflächen in der Ortsgemeinde haben müsse. Hier gelte es, Perspektiven für die Zukunft zu schaffen. Aber auch ein möglicher „Vinxtbachtalradweg“ müsste Beachtung finden.

Felten dankte allen Bürgerinnen und Bürgern für die freiwilligen Arbeitsleistungen in der Gemeinde, dem Förderverein des Kindergartens, der örtlichen Feuerwehr, dem Seniorenarbeitskreis, den Gemeindearbeitern und nicht zuletzt den ehrenamtlichen Betreuern der Neubürger aus Eritrea und Syrien sowie dem Bürgermeister und den Mitarbeitern der Verbandsgemeindeverwaltung für die stets kooperative und gute Zusammenarbeit im letzten Haushaltsjahr. Diesem Dank schloss sich der 1. Beigeordnete Krupp an.

Vor der Beratung des Haushaltes 2017 hatte der Rat beschlossen, in diesem Jahr noch nicht am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilzunehmen.

Bezüglich der Neuvergabe der Gaskonzession stimmte der Rat der Auftragsvergabe zur Rechtsberatung zu.

Von der möglichen Kündigung des bestehenden Gaslieferungsvertrages soll kein Gebrauch gemacht werden.

Bei der Vegetationspflege innerhalb der Ortslage soll gemäß der Empfehlung des Ausschusses für Naturschutz, Umwelt und Forsten soll ein Angebot für die empfohlenen Maßnahmen eingeholt werden.

Zur Streuobstinitiative im Leader-Projekt soll in der nächsten Ratssitzung eine Information erfolgen.

Ortsbürgermeister Felten informierte den Rat über den augenblicklichen Stand der Erneuerung des Fußbodens im Erdgeschoss des Kindergartens.

Gleich zu Beginn der Ratssitzung hatten Mitarbeiter des Abfallwirtschaftsbetriebes (AWB) des Kreises Ahrweiler über die geplanten Erweiterungen am Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ informiert. WK

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Kommentare
Gudrun Freier:
Schön, dieser Bericht von dem großen Ereignis
Michael Daum:
Es ist wirklich unfassbar! Jetzt wo das bestellte Gutachten nicht das erhoffte Ergebnis zeigt, ist es plötzlich nicht aussagekräftig bzw. war nicht umfangreich genug. Da man sich ja offenbar so in die alternativlose Einschätzung verrannt hat, dass Bad Breisig ohne Therme nicht vorstellbar ist, fragt man sich doch, warum man dann Geld (ich meine mal etwas von 30.000€ gelesen zu haben) für ein Gutachten verschwendet. Offenbar sind nur Gutachten, die die eigene Weltsicht unterstützen, ordentliche Gutachten. Und wenn die Ergebnisse erst dann vorliegen, nachdem die Weichen für eine Sanierung schon gestellt sind, spricht das auch für sich. Eine merkwürdige Einstellung und sicherlich eine gute Erklärung für die vielen Probleme der Stadt. Wenn man auf die hohe Lebensqualität in der Stadt abstellt, so sollte man vielleicht auch mal darlegen, wie man diese auf lange Sicht zu finanzieren gedenkt. Leider ist die Enteignung der Bürger über immer höhere Steuern und Abgaben ja zu einfach.
Uwe Klasen:
Sehr geehrter Herr Müller, vielen Dank dass Sie mit jeder Zeile ihrer Kommentare meinen Eindruck, den ich von ihnen gewonnen habe, bestätigen! Zum Leidwesen der meisten anderen Menschen scheinen Sie sehr Intolerant zu sein und Andersdenkende lieber zu diffamieren anstatt sich mit diesen Menschen auseinanderzusetzen bzw. auch deren Meinung gelten zu lassen!
juergen mueller:
Ich müsste mich eigentlich glücklich schätzen erfahren zu dürfen, dass es Menschen wie Sie gibt, die nie interpretieren, dafür aber aus dem Belehren nicht mehr herauskommen, was wie eine Zwangsjacke sein muss, deren Leben wohl nur aus Sachlichkeit und Objektivität besteht, Menschen, die andere, die nicht Ihre Meinung vertreten, in eine Schublade stecken und ihnen geistige Grundlagen unterstellen, die unsere Demokratie gefährden. Mein lieber Herr Klasen, nehmen Sie es mir nicht übel, aber ich habe mein Leben lang mit Klugscheissern wie Ihnen zu tun gehabt und dies auch noch heil und geistig frisch überstanden u. mir meine persönliche, demokratisch verordnete Gedankenwelt erhalten. Und was mein Recht ist oder nicht, das können Sie selbst in Erfahrung bringen, wenn Sie sich einmal mit dem Wort Demokratie auseinandersetzen. Hierzu interpretiere ich z.B. WIKIPEDIA.
Uwe Klasen:
Her Mueller, Sie interpretieren anstatt sachlich und objektiv zu beurteilen! Es ist ihr gutes Recht ihre Ansichten bzgl. anderen Parteien kund zu tun, aber damit einhergehend ist es NICHT ihr Recht, Andersdenkenden etwas Vorzuwerfen was nicht ihrer persönlichen Gedankenwelt entspricht und dafür noch geistige Konstrukte zu bemühen die in dieser Art und Weise nicht existieren! Von welcher Partei werden die Autos der Mitglieder verbrannt oder die Hauswände ihrer Wohnhäuser (bestenfalls) mit Farbe beschmiert, welcher Partei werden regelmäßig die Büros zerstört? Das solche, undemokratischen (!), Handlungen, die auch auf solch geistigen Grundlagen wie z.B. ihren Kommentaren beruhen, wird die Demokratie MEHR gefährdet als durch die "AfD" oder "Die Linke"! Übrigens, eine direkte Demokratie, wie z.B. die, seit Jahrhunderten, funktionierende und sich daraus immer weiter entwickelnde Schweiz ist, entgegen ihren Ansichten, eine durchaus gute funktionierende Demokratie!
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