Zukünftige Nutzung des Alten Rathauses war Thema im Vorstand

MY-Gemeinschaft für gastronomische Bereicherung der Innenstadt

06.02.2018 - 17:45

Mayen. Der Vorstand der MY-Gemeinschaft beschäftigte sich in seiner Sitzung am 24.01.2018 mit der Diskussion über die zukünftige Nutzung des Alten Rathauses. Zudem wurde er von einer Stadtratsfraktion um eine Stellungnahme gebeten.

Bekanntermaßen ist es ein Anliegen der MY-Gemeinschaft:

- die Innenstadt dauerhaft zu beleben und zu stärken – damit u.a. zukünftig auch für ältere Menschen Einkaufsmöglichkeiten in der Innenstadt erhalten bleiben und der online-Handel nicht noch weiter zunimmt.

- die Aufenthaltsqualität und Verweildauer maßgeblich zu verbessern – auch eine Aufgabe aus dem Standortmarketing

- und weiterhin vielfältige Aktivitäten in der Innenstadt anzuregen oder selbst durchzuführen (Kinderfest, Autoschau, Weihnachtsmarkt etc.)

- zusammen mit der Stadtentwicklungsgesellschaft Leerstände zu reduzieren.

Daher begrüßen wir sämtliche Aktivitäten und Maßnahmen, die diese Anliegen verfolgen und realisieren! Die weiter expandierende Hochschule für öffentliche Verwal tung, die Dachdeckerfachschule, die berufsbildenden Schulen und auch die Bundeswehr ziehen viele junge Leute in die Stadt. Sie sind Multiplikatoren und Kunden der Stadt Mayen. Auch diese Zielgruppe erwartet und fordert entsprechende Angebote.

In der Presse gibt es viele Stellungnahmen zu diesem Thema – teilweise sehr emotional. Hilfreiche wäre es, Argumente zu liefern, die dem Stadtrat bei seiner Entscheidungsfindung helfen. Emotional geführte Auseinandersetzungen sind hierbei keineswegs hilfreich, sondern bewirken vielmehr das Gegenteil.

In der bisherigen Diskussion werden unter anderem folgende Probleme ins Feld geführt:

- Problem Denkmalschutz – hier geht es um eine fachliche Stellungnahme der Denkmalschutzbehörden.

- Problem Leerstand – bei der Frage der Umnutzung geht es nicht um die Frage der Beseitigung der bereits vorhandenen Leerstände. Vorhandene Leerstände rühren z.T. aus überzogenen Vorstellungen der Eigentümer, langfristigen Mietverträgen, die einer sofortigen Nachnutzung entgegen oder Standorten und örtl. Gegebenheiten, die nur bestimmte Nutzungen zulassen.

- Problem Wirtschaftlichkeit - ob sich die Investition und der Betrieb für den später Gastro-Betreiber rentieren, ist eine Entscheidung des Betriebes – ob es sich für die Stadt lohnt, wird der Stadtrat nach Abwägung aller Fakten am 21. März zu klären haben.

- Problem gemeinsamer Nutzung – seit Jahren wird der Saal im Alten Rathaus für verschiedene Veranstaltungen genutzt, teilweise auch mit gastronomischer Begleitung. Anmeldungen für die Nutzung erfolgen längerfristig über die Stadt, um Überschneidungen zu verhindern. Warum sollte dies zukünftig nicht mehr möglich sein?

- Standort Tourist-Info – Einen anderen Standort in der Innenstadt zu finden, ist Aufgabe des Stadtrates und der Stadtverwaltung und im Rahmen der Sitzung am 21. März zu beraten und gegebenenfalls schon zu entscheiden.

Egal welche Nutzung das Alte Rathaus zukünftig haben wird – es bleibt das Alte Rathaus der Stadt Mayen.

Nochmals und klarstellend: Das Anliegen der MY-Gemeinschaft ist eine attraktive Innenstadt mit Erlebnischarakter. Jegliche weitere Aktivitäten in diese Richtung werden begrüßt und finden unsere Unterstützung.

In der Entscheidung zum Alten Rathaus wäre es für den Stadtrat hilfreich, wenn er Hinweise erhält, was es zu Bedenken gilt – und dies sachlich.

Stellungnahme des Vorstandes der MY-Gemeinschaft e.V.

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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