Bürgerliste „Ich tu’s“: Bürgergesprächsgruppe entwickelt Vorschläge zur Marktplatzgestaltung

Marktplatz sollte zu einem Park umgebaut werden

Marktplatz sollte zu
einem Park umgebaut werden

Vorschlag der Bürgerliste „Ich tu’s“ zur Marktplatzgestaltung. Zeichnung: Hirth

12.01.2018 - 10:34

Neuwied. Beim Treff der Bürgerliste „Ich tu’s“ am letzten Mittwoch wurde im Rahmen des monatlich stattfindenden Bürgergesprächs mit interessierten Neuwiedern die Neugestaltung des Marktplatzes abschließend diskutiert. Bereits in den zwei Monaten davor wurde sich intensiv ausgetauscht über die Möglichkeiten der Gestaltung und Verkehrsberuhigung sowie über den Erhalt von Parkplätzen. Diplomingenieur Rolf Hirth brachte die Ideen der Mittwochsgruppe nun zu Papier. Inspiriert dazu wurde er durch eine Luftaufnahme der Presse. „Ich habe die Perspektive übernommen und unsere Vorschläge eingearbeitet, damit ein guter Vorher-Nachher-Vergleich möglich ist“, begründet er seine detailreiche Zeichnung. Grünzüge und Bäume sind zur besseren Übersicht nur angedeutet.


Ein Park mit hoher Aufenthaltsqualität


Die Anwesenden waren sich einig, dass der Marktplatz zu einem Park umgebaut werden sollte mit hoher Aufenthaltsqualität, Sitzplätzen im Grünen, Gastronomie in Anbindung an die bereits bestehenden Gastwirtschaften, Boulebahnen, einem Kinderspielplatz, Springbrunnen und eventuell Bewegungsgeräten. Der Vorplatz der Marktkirche müsste vergrößert werden und könnte dann auch als Plattform für Veranstaltungen dienen. Die Niveauangleichung nutzte Hirth zur Unterbringung und gleichzeitigen Kaschierung der öffentlichen Toiletten. Die einzelnen Aktivitätsbereiche können mit Ausnahme der Plattform von der Lage her variabel geplant werden.

Wie bereits bei der Online-Befragung und der Veranstaltung der Stadt deutlich geworden, wollten auch die Teilnehmer der Bürgergespräche nicht auf Parkplätze verzichten. Allerdings waren alle dafür, die Blechlawinen unter die Erde zu verbannen. Herr Hirth stellte seine Vision einer Tiefgarage vor. „Der hochwasserunabhängige Bau stellt heute kein Problem mehr dar“, teilte der den Zuhörern mit. Auch die Stadträtin Frau Dr. Etscheidt als Initiatorin der Bürgergespräche wies auf die einmalige Gelegenheit hin, die sich mit der Neugestaltung eröffnet. „Wir könnten alle Parkplätze erhalten und gleichzeitig die Attraktivität und die Größe des Platzes verbessern. Die Mehrkosten müssen natürlich überschaubar bleiben, sind aber eine gute Investition in die Infrastruktur der Innenstadt, was unsere dortigen Gewerbetreibenden sicher zu schätzen wissen. Wir haben schon beim Luisenplatz die Chance verpasst, die bereits geplante Tiefgarage in die Tat umzusetzen“, erinnert die Stadträtin und nennt als positives Beispiel den Görresplatz in Koblenz.

Sollte die Idee einer Tiefgarage nicht umsetzbar sein, kämen Parkboxen im Bereich Pfarr-, Kirch- und Marktstraße in Frage. Durch Parkplatzsuchende und Ein- und Ausparkende würde es allerdings zu einer ständigen Beunruhigung des Platzes kommen mit erhöhten Abgaskonzentrationen.


Verkehrsberuhigung sei unabdingbar


Eine Verkehrsberuhigung vor allem im Bereich der Kirchstraße sahen alle Teilnehmer als unabdingbar an. Dazu sollte nicht nur der Verkehr über Markt- und Engerserstraße Richtung Brücke geleitet, sondern am besten dieser Schleichweg zur anderen Rheinseite komplett unterbunden werden. Fred Kutscher von „Ich tu´s“ schlug eine stoßzeitenbedingte Sperrung der La Porte-Unterführung dafür vor. Dr. Etscheidt berichtet von uhrzeitabhängigen Einbahnstraßenregelungen in anderen Städten und erinnerte daran, dass sowohl die Umgehungs- als auch die Schnellstraße als Verbindung zur Brücke vorgesehen sind.

Die Teilnehmer der Bürgergespräche sehen ihre Vorschläge als Anregung für die kommenden Beratungsrunden. Pressemitteilung

Bürgerliste „Ich tu’s“

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Uwe Klasen:
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Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
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