Amnesty International, Gruppe Neuwied, organisierte Mahnwache gegen Rechts

Protest gegen rechtsextremistische Strömungen

Protest gegen
rechtsextremistische Strömungen

Viele Menschen waren zur einstündigen Mahnwache gekommen , zu der die Neuwieder Gruppe von Amnesty International vor dem Neuwieder Heimathaus aufgerufen hatte. Foto: privat

02.01.2018 - 09:08

Neuwied. Ein positives Fazit der von ihnen organisierten Mahnwache gegen Rechts zog die Neuwieder Gruppe von Amnesty International um die beiden Neuwieder Manfred Kirsch und Inge Rockenfeller.

Viele Menschen waren der Einladung zu der einstündigen Mahnwache gefolgt, die vor dem Neuwieder Heimathaus stattfand. Die Aktion richtete sich gegen das Treffen des „Deutsch-türkischen Kulturvereins“, der von der „Türkischen Föderation“ unterstützt wird, welche als Arm der „Grauen Wölfe“ gilt, einer rechtsextremen Partei in der Türkei, die Teil der dortigen Nationalistischen Bewegung ist.

Die Vereinigung ist auch in Deutschland aktiv und steht im Verdacht, zur Durchsetzung ihrer Ziele auch Gewalt anzuwenden.

Manfred Kirsch wies in einer kurzen Ansprache darauf hin, dass sich der Protest nicht gegen türkische Mitbürgerinnen und Mitbürger richte, sondern allein gegen rechtsextremistische Strömungen.

Er kritisierte in diesem Zusammenhang den Versuch eines Landtagsabgeordneten der AfD, sich und seiner Partei ein „extremismusfeindliches Mäntelchen“ umzuhängen. Tatsache jedoch sei, dass die „Grauen Wölfe“ und die AfD in ihrer politischen Ausrichtung durchaus ähnlich seien.

Der Mahnwache hatten sich auch einige Kommunalpolitikerinnen- und -politiker angeschlossen, unter ihnen der neue Bürgermeister Michael Mang.

Die Veranstalter der Protestkundgebung kündigten zum Abschluss an, dass sie immer dann, wenn Faschisten aktiv würden, zum aktiven demokratischen Engagement aufrufen würden.

Pressemitteilung

Amnesty International,

Gruppe Neuwied

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Kommentare
04.01.2018 19:46 Uhr
Helmut Gelhardt schrieb:

An dieser Mahnwache, an der ich selbst teilgenommen habe, gibt es vernünftigerweise nichts zu kritisieren. Die Äußerungen von Herrn Kirsch zur AfD in diesem Zusammenhang sind absolut korrekt! Herr Dr. Jan Bollinger kritisiert die Grauen Wölfe prinzipiell zu Recht. Das Rechtsreaktionäre, Nationalchauvinistische, die Fremdenfeindlichkeit der AfD will
Dr. Bollinger jedoch nicht wahrhaben. Er möchte die AfD als patriotische, bürgerliche, konservative Gruppierung wahrgenommen wissen.Aber die Realität der AfD
ist eine völlig andere. Siehe die letzten Ausfälle von Frau von Storch, Frau Weidel, Herrn Junge, Herrn Jens Maier. Abscheulich! Die Mahnwache war auch zweifelsfrei nicht gegen türkischstämmige deutsche Mitbürger oder türkische Mitbürger gerichtet, sondern gegen RECHTES, FASCHISTISCHES Gedankengut. Es ging den Teilnehmern an der Mahnwache nicht um "gute" Kurden / "böse" Türken. Das wurde auch gegenüber Passanten eindeutig artikuliert! Helmut Gelhardt, Mitglied KAB/BUND/NaturFreunde



02.01.2018 21:24 Uhr
Siegfried Kowallek schrieb:

Zur in der Ansprache anlässlich der Mahnwache von Manfred Kirsch formulierten Kritik am Landtagsabgeordneten der AfD, sich und seiner Partei ein „extremismusfeindliches Mäntelchen umzuhängen", nehme ich folgendermaßen Stellung: Dass sich der AfD-Landtagsabgeordnete Jan Bollinger gegen die „Grauen Wölfe“ positioniert, also gegen türkische Rechtsextremisten, ist einerseits ein Schritt in die richtige Richtung. Andererseits vermisse ich aber diesen Klartext, wenn beispielsweise in diesem Jahr in Deutschland bisher 251 Angriffe und Anfeindungen gegen Flüchtlingsheime erwiesenermaßen von rechtsmotivierten Tätern begangen worden sind. Diese Täter sind Bio-Deutsche oder halten sich zumindest dafür. Keine Unterscheidung zwischen einheimischem und importiertem Extremismus macht der DGB, wenn er nicht nur dagegen aufrief, dass am 22. Dezember in Neuwied in städtischen Räumlichkeiten eine aus dem türkischen nationalistischen Spektrum finanzierte Veranstaltung stattfand, sondern auch auf einen am in Hachenburg stattfindenden Gedenkspaziergang hinwies, weil an diesem Tag 1990 ein in jene Stadt gekommener Flüchtling von jugendlichen Neonazis ermordet worden war. Vor einem oberflächlichen Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung sollten AfD-Politiker doch einen Blick in das Grundgesetz werfen. Einen Artikel, nach dem bei bestimmten politisch motivierten Morden oder entsprechenden anderweitigen Gewalttaten auch mal ein Auge zugedrückt werden sollte, gibt es in unserer Verfassung nämlich nicht.

Siegfried Kowallek, Neuwied



02.01.2018 12:41 Uhr
Hueseyin Akdag schrieb:

Ich hätte mir gewünscht, dass diese Demonstranten gegen wirkliche extremisten demonstrieren. Wie z.b. die kurdische Terrororganisation pkk. Wenn einer hier in Deutschland Gewaltätig ist um seine Ziele durchzusetzen, dann ist es die pkk. Welches in der Vergangenheit, immer wieder negativ aufgefallen ist. Eine Lachnummer ist es, dass Anhänger der pkk mitdemonstriert und dabei Fahnen mit dem Konterfrei von dem Massenmörder u. Terroristenchef Öcalan getragen haben.



02.01.2018 10:15 Uhr
Joachim Datko schrieb:

Zitat: "Er kritisierte in diesem Zusammenhang den Versuch eines Landtagsabgeordneten der AfD, sich und seiner Partei ein „extremismusfeindliches Mäntelchen“ umzuhängen. "

Ich bin der AfD dankbar, dass sie sich gegen Extremismus positioniert. Beim letzten G20-Treffen in Hamburg hat man gesehen wie notwendig das ist. Wir haben zurzeit in Deutschland wieder einen größeren aggressiven linken Untergrund.

Joachim Datko - Ingenieur, Physiker



 
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Kommentare
Uwe Klasen:
Es sprach am Wahlabend, Mister 100%, Martin Schulz von einem „schweren und bitteren Tag für die deutsche Sozialdemokratie“ und versicherte, es werde keine Fortsetzung der Großen Koalition mit der Union geben, jedenfalls nicht mit ihm und nicht mit Angela Merkel. Wenn die SPD-Genossen noch einen Rest an Glaubwürdigkeit vermitteln möchten, dann muss eine GroKo abgelehnt werden! Denn das, was derzeit stattfindet, ist doch nur noch ein Totentanz um das goldenen Kalb "Merkel"!
Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
Claus:
Eine sehr schöne Idee, mal so einen Rückblick mit eher regionalen/lokalen Persönlichkeiten zu füllen. Welche ehemaligen Stars gehen mussten, kommt in zig Sendungen und Zeitungen vor. Der gesellschaftliche Nutzen der hier genannten ist wahrscheinlich noch höher zu bewerten. Danke dafür.
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