Baudezernent stellt Strategien zur Wohnraumversorgung in Koblenz vor

Situation auf dem Wohnungsmarkt bleibt angespannt

07.02.2017 - 14:56

Koblenz.Am Freitag, 3. Februar, stellte Baudezernent Bert Flöck in einer Fragestunde Strategien zur Wohnraumversorgung in Koblenz vor. Schwerpunkt in der Stadtentwicklung für die nächsten Jahre stellt die Wohnraumversorgung dar. Im Wohnraumversorgungskonzept der Stadt, welches vom Stadtrat beschlossen wurde, sind seit 2014/2015 bereits zahlreiche Eckpunkte festgelegt. Gemäß Aussage von Baudezernent Bert Flöck ist das Ziel, „den Wohnungsbau im Rahmen der städtischen Möglichkeiten zu forcieren“. Weiter führt Flöck aus, dass „der Druck auf den Wohnungsmarkt zunehmen wird. Denn es muss davon ausgegangen werden, dass die zahlreichen anerkannten Asylbewerber auf den Wohnungsmarkt drängen werden, sodass die Situation sich nochmals verschärfen wird und die festgelegte Zahl von 240 Wohnungen pro Jahr nicht ausreichen wird“.

Durch den Erfolg der BUGA 2011 hat Koblenz zwar als Wohn- und Arbeitsstandort an Attraktivität gewonnen, doch trotzdem ist eine Anspannung auf dem Wohnungsmarkt, insbesondere auf dem Mietwohnungsmarkt in Koblenz deutlich sichtbar. Um dieser Anspannung entgegen zu wirken, hat die Stadt folgende Bausteine vorbereitet: Ein erster Baustein ist ein Baulückenkataster, welches bereits fertiggestellt ist und veröffentlicht werden soll, um Bauinteressenten geeignete Grundstücke anzuzeigen. Die Grundstückseigentümer von den betroffenen Flächen werden vorab angeschrieben und über die geplante Veröffentlichung ihrer Fläche im Baulandkataster informiert. Man erhofft sich davon eine Mobilisierung der zahlreichen Baulücken, die sich auf rund 1000 Grundstücke und Flächen belaufen. Im Bereich privater Wohnungsbauprojekte sind Bebauungspläne in der Entwicklung oder kurz vor der Fertigstellung. Dort werden weitere Projekte in Zukunft noch hinzukommen.


Anstehende Projekte sollen neue Wohnungen schaffen


Die Übersichtskarte zeigt die zahlreichen Wohnungsbauprojekte, die aktuell anstehen. Einige Projekte davon befinden bereits im Bau, so das Projekt „Weißer Höfe“ (hier entstehen 135-140 Wohnungen) in der Innenstadt und das „Musikerviertel“ (in drei Bauabschnitten mit insgesamt 175 Wohnungen) auf dem Oberwerth. Weitere Projekte sind in der direkten Planung. Wichtiges anstehendes Projekt ist die Fritsch-Kaserne, Zielvorgabe ist hier auf ca. 12 ha Fläche 500 bis 800 Wohnungen entstehen zu lassen.

„Wir müssen aber auch den Blick auf entwickelbare Flächen in den Außenbereich lenken“, ist Baudezernent Flöck überzeugt. „Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Konzentration auf die Innenentwicklung bei der Beseitigung von Wohnengpässen nicht hilft“, so Flöck weiter. Eine Nutzung städtischer Grundstücke für die Wohnraumversorgung wird von der Stadt zur Zeit geprüft. Die prozentualen Vorgaben für den sozialen Wohnungsbau sind aktuell in der politischen Diskussion. Beim sozialen Wohnungsbau hält die Stadt eines der wenigen Instrumente selbst in der Hand und zwar bei größeren Investorenprojekten und Bebauungsplänen für den Geschosswohnungsbau Prozent-Vorgaben für die Errichtung von Sozialwohnungen festzulegen. Eine solche Vorgabe hält der Baudezernent für sinnvoll, „wenn sie als grundsätzliche Vorgabe für größere Plangebiete und größere private Wohnungsbauprojekte geäußert wird. Aber jeder Fall ist auf diese Vorgabe und deren Machbarkeit hin individuell zu bewerten. Die Entscheidung liegt beim Stadtrat“.

Abschließendes Fazit des Baudezernenten: „Rat und Verwaltung müssen vernünftige Rahmenbedingungen schaffen, damit die privaten Investoren Geld in die Hand nehmen, um Wohnraum zu schaffen“.

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Kommentare
16.02.2017 17:58 Uhr
juergen mueller schrieb:

Ein weiterer Kalauer - BUGA 2031 und Koblenz macht mit - Beispiel PFAFFENDORF in puncto Wohnungsbau: "Floating Homes" (Häuser auf dem Wasser). Es sollen hier wie auch in Horchheim sogen. Lücken geschlossen werden. Wo bleibt das Geschwätz von vorgestern in puncto "sozialer Wohnungsbau - bezahlbarer Wohnraum?" BUGA 2011 - FORUM (95 Mill.EURO) u. der OB spricht von einem JUWEL für Jahrhunderte (Asterix würde sagen: Der spinnt) - ROMANTICUM (drastisch sinkende Einnahmen gegenüber jährlichen Folgekosten incl. Personal von ca. 530 000 EURO) ... und unsere Politgilde in Koblenz spinnt u. träumt lustig weiter ohne sich offensichtlich darüber bewusst zu werden, wann es soweit ist, dass sie unsere Stadt in die ZAHLUNGSUNFÄHIGKEIT getrieben haben. Aber dann hat man ja immer noch die Möglichkeit "still und leise zurückzutreten" ... denn ... waren ja nur Steuergelder.



12.02.2017 18:08 Uhr
jueren mueller schrieb:

Das Kind dieser sogen. Anspannung hat einen Namen: "Sozialer Wohnungsbau" - den die Stadt bereits vor 2011 förmlich verschlafen hat, weil sie bei den sogen. Wohnungsbauprojekten (Eigentum- u. Mietwohnungsmarkt) in erster Linie auf Investoren gesetzt hat, die auf hochwertige Projekte wie das Musikerviertel u. Weisser Höfe setzten, was man unter, für die Mittelschicht unerreichbar, "besseres Wohnen" ablegen kann. Sozialer Wohnungsbau (oder auch Geschosswohnungsbau genannt) war u. ist eben in manchen Wohnvierteln bekanntermaßen nicht erwünscht, weil es eben nicht passt u. man gerade erwartungsgemäß aufgrund der auf den Wohnungsmarkt drängenden, anerkannten Asylbewerber ganz einfach unter sich bleiben möchte. Vernünftige Rahmenbedingungen hätte man bereits sehr viel früher schaffen können anstatt erst jetzt aufzuwachen u. versäumtes als neuen (bisher verschlafenen) Schwerpunkt zur Diskussion zu stellen (s. SPD-Fraktion). Die OB-Wahl kommt da wohl zum rechten Zeitpunkt.



10.02.2017 15:09 Uhr
juergen mueller schrieb:

Da scheint der STADT ja im wahrsten Sinne des Wortes der Arsch mit Grundeis zu gehen. Jahrelang verhalf man dem "sozialen Wohnungsbau" zu einem Stiefmütterchendasein u. verschlief vernünftige Lösungen u. kümmerte sich nur darum, möglichst Wohnraum in (sehr) guter Lage für eine Schicht von Interessenten zu schaffen, der für die Mittelschicht unerwerb- u. unbezahlbar war (ist). Das jetzt geforderte Forcieren mit einer auf den Wohnungsmarkt drängenden Zahl von Asylbewerbern zu begründen, ist hirnrissig u. täuscht nur über die Fehler der vergangenen Jahre hinweg. Was sich jetzt in "Bau" befindet hat mit sozialem Wohnungsbau nicht das Geringste zu tun, da alleine das Wort sozial denjenigen entgegentritt, die sich solche Baumaßnahmen ganz einfach leisten können u. die, die auf der sozialen Stufe stehen, eben NICHT. Das Musikerviertel (Oberwerth) z.B. präsentiert sich als die gelebte Dekadenz einer Clique, die schon immer unter sich bleiben wollte.



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