AWO - Haushaltslädchen eröffnet am 15. Januar in Gladbach

Spielwaren, Elektro- und Haushaltsartikel für Bedürftige

Spielwaren, Elektro- und
Haushaltsartikel für Bedürftige

Endlich fertig: Maria Hallerbach, Arno Jacobi, Inge Schütt und Bärbel Wilberg freuen sich auf die Eröffnung nächsten Montag.Foto: FF

08.01.2018 - 09:03

Neuwied. Am 15. Januar eröffnet das Haushaltslädchen in Gladbach. „Schon beim Einräumen in den letzten Tagen klopften die Leute an der Tür“, freut sich Bärbel Wilberg auf die nächste Woche. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern aus dem AWO-Ortsverein Gladbach hatte die Ehrenamtliche in den letzten Tagen alle Hände voll zu tun, um das Ladenlokal einzurichten, die Regale aufzubauen und die zahlreichen Spenden einzuräumen. Ab nächsten Montag gibt es „An der Marienkirche 29“ Spielzeug und Haushaltswaren für ganz wenig Geld. Bestimmt sind die Waren für Bedürftige, etwa für Empfänger von Transferleistungen oder auch Flüchtlinge. Für den Haushalt gibt es unter anderem Geschirr, Besteck, Töpfe und Pfannen. Aber auch Elektrogeräte wie Toaster oder Kaffeemaschinen sind verfügbar. Selbst Fernseher wurden als Spenden abgegeben. In Sachen Spielzeug stapeln sich in den Regalen Gesellschaftsspiele, Puppenhäuser und Stofftiere. „Die Spendenbereitschaft hat uns echt überwältigt“, zeigt sich Arno Jacobi begeistert. Was den AWO Ortsvorsitzenden freut, ist, dass die Spenden aus ganz Neuwied und auch darüber hinaus kamen. Gedacht ist der „Verkauf“ nämlich ebenfalls nicht nur für die örtliche Bevölkerung, sondern für Menschen aus dem ganzen Kreis Neuwied.

„Kleiderkammern werden von der AWO mehrfach unterhalten aber ein Haushaltslädchen ist einmalig“, berichtet Arno Jacobi. Davon, dass es für die Artikel zum kleinen Preis einen Bedarf gibt, ist er überzeugt. Eigentlich hätte der kleine Laden bereits mit Beginn der Adventszeit und damit vor Weihnachten eröffnen sollen. „Leider waren die bürokratischen Anforderungen größer als gedacht“, erklärt der Vereinsvorsitzende. Für den Betrieb des Ladens hatte die Vereinssatzung geändert werden müssen. Dazu war eine außerordentliche Mitgliederversammlung nötig, dann waren das Amtsgericht für Vereinsrecht und schließlich noch das Finanzamt gefragt. Jetzt aber ist rechtlich alles unter Dach und Fach. Aufgrund des Spendenaufkommens ist bereits an eine Erweiterung nach Ostern gedacht. Zum Glück gibt das von Maria Hallerbach kostenlos zur Verfügung gestellte Ladenlokal dafür genug Platz her.

Die AWO selbst hatte in die Vereinskasse gegriffen, um das Lädchen einzurichten und eine Heizung anzuschaffen. „Wenn diese Investitionen ausgeglichen sind, werden wir in Zukunft einen etwaigen Überschuss für soziale Projekte verwenden“, kündigt Arno Jacobi an. So weit ist es aber noch lange nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt freut sich der Ortsverein, dass die Stadtwerke Neuwied, die Sparkasse Neuwied und einige Firmen das neue Projekt großzügig mit Spenden auf den Weg brachten. Geöffnet ist das Haushaltslädchen immer montags und freitags von 14 bis 17 Uhr. Betrieben wird es von ehrenamtlich Aktiven aus Gladbach und dem AWO Ortsverein. Die Öffnungszeiten möchte die AWO gleichzeitig als Möglichkeit der Begegnung verstanden wissen. Willkommen ist also jeder zum Plausch, auch wenn gar nichts erworben werden soll. Apropos erwerben: Feste Preise gibt es nicht. „Die Leute sollen einen Preisvorschlag machen und mit einem guten Gefühl aus dem Laden gehen“, sagt Bärbel Wilberg. Festgestellt haben die AWO Mitglieder nämlich, dass die meisten Menschen sich besser fühlen, einen Obulus gegeben zu haben, als Dinge geschenkt zu bekommen.

FF

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Claus:
"Dabei legte der Bürgermeister auch dar, warum die VG-Weißenthurm einen solchen Aufschwung hat." Letztlich immer noch deshalb, weil man sich bei der Einrichtung des Gewerbegebietes nichts um die Bedenken aus Koblenz (und auch nicht unbedingt was um das geltende Recht, Planverfahren und so...) geschert hat. Damit hat man den Grundstein für die finanzielle Situation der heutigen Verbandsgemeinde gelegt, vielleicht nicht ganz fair, aber auf jeden Fall erfolgreich.
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