Sturm im Wald e.V.

Viele Gäste bei Infoveranstaltung

21.02.2017 - 15:21

Barweiler. Ende Januar fand die Infoveranstaltung des Naturschutzvereins Sturm im Wald e.V. – VG Adenau mit großem Zulauf besorgter Bürger in der Eifelranch zu Barweiler statt. Es wurde über die laufenden Windkraftprojekte in der VG Adenau und der VG Kelberg berichtet!

Im Bereich der VG Adenau herrscht seit 2013 die Priviligierte Windkraftplanung nach § 35 (1) Nr.5 des Bau Gesetzbuchs. Das heißt, jeder kann im Außenbereich Windenergieanlagen planen, wenn ihr keine öffentliche Belange entgegenstehen und eine ausreichende Erschließung gesichert ist.

Zur Zeit planen folgende Ortschaften in der VG Adenau: Senscheid-Dankerath-Trierscheid-Borler 4 WKA mit Prokon ; Pomster-Barweiler-Bauler 4 – 8 WKA mit Luftstrom ; Wiesemscheid 4 WKA mit Dunoair ; Nürburg 3 WKA mit JUWI ; Aremberg 4 WKA mit ENOVA ; Reifferscheid 4 WKA mit Luftstrom ; Herschbroich plant mit JUWI und EEGON an der Hohen Acht 4 WKA und an der Nordschleife 4 WKA zu errichten. Es handelt sich hierbei um ca. 30 – 34 Windkraftanlagen in der VG Adenau!

In der benachbarten VG Kelberg herrscht zur Zeit die zwei Offenlage zur Flächennutzungsplanung - Teilbereich Windkraft. Die Potentialflächen liegen hier bei immer noch 737 ha, was 5,27 Prozent der Verbandsgemeindefläche entspricht und was bei einer Annahme von 5-7 ha pro WKA die Errichtung von über 100 Windkraftanlagen erlaubt! Sturm im Wald e.V. weist alle Bürgern und Bürgerinnen in den benachbarten Verbandsgemeinden daraufhin, dass Sie Ihren Protest mit einer schriftlichen Stellungnahme gegen diese überzogenen Pläne bis zum 17. Februar bei der Verbandsgemeinde Kelberg einreichen können!

Leider konnte ein von Sturm im Wald – VG Adenau geplantes Treffen mit den Entscheidungsträgern aus den Gemeinden, Verbandsgemeinde Adenau, sowie der Kreisverwaltung Ahrweiler nicht zustande kommen, da der VG-Bürgermeister gleich für sich und die Gemeindebürgermeister aus Barweiler/Pomster/Bauler abgesagt hat u. die Kreisverwaltung sich ebenfalls entschuldigte. Der Termin am runden Tisch sollte dazu beitragen, die Sorgen u. Fragen vieler Bürger hinsichtlich der geplanten WKA-Anlagen zu klären. Offensichtlich waren und sind unsere kommunalen Vertreter daran nicht interessiert.

Desweiteren plant Sturm im Wald – VG Adenau einen Demonstrationsmarsch zur Hohen Acht am 12. März um 14 Uhr durchzuführen. Hierzu sind alle Bürger und Bürgerinnen sowie Natur.-u. Eifelfreunde herzlichst eingeladen daran teilzunehmen!

Für weitere Informationen bieten wir weiterhin unsere Webseite www.sturmimwald.de und www.sturmimwald-hocheifel.de an.

Pressemitteilung

Sturm im Wald

e.V.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Eine sehr gute Initiative, vor allem da bislang kaum der vermehrte "Vogelschlag" durch diese Anlagen in der Öffentlichkeit bekannt ist. So schätzen Forscher, dass pro Jahr zwischen fünf bis zehn Vögel pro Windrad (28.000 aktuell) und mehr als 250.000 Fledermäuse an Windkraftanlagen sterben (http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-20374-2016-07-11.html)! Eine Naturzerstörung sondergleichen wird hier durch die Wind- und Solarlobby (Politiker und der ökologisch-industrielle Komplex) betrieben und durch viele, in falschem Glauben, akzeptiert. Menschen die sich dagegen wehren werden, bestenfalls als Skeptiker, meist aber als Leugner diffamiert! Dieser subventionsgeschmierte Windradwahn kann für gefährdete Vogelarten, wie den Rotmilan, das Ende bedeuten!
Jürgen Steup:
Schwachsinn. Der Hartenfelser Kopf ist mein Hausberg, wo ich mehrmals pro Woche an den meisten der 26 WKA vorbei gehe. Ich selbst habe 1 x eine tote Taube bzw. deren Überreste gefunden, wobei mir noch nicht klar ist, ob diese durch die WKA oder aus Altersschwäche gestorben ist. Auf der Straße kommen viel mehr Tiere um. Wird deshalb gegen den Verkehr gekämpft? Harry Neumann versucht immer wieder, sich selbst eine Bühne zu geben um sich als Naturschützer zu profilieren und hat sich selbst früher für die Windenergie eingesetzt. Bleibt noch die Frage, wo die Überreste des Raubvogels (s. Foto) wirklich gefunden wurden.
Michael Daum:
Korrekte Mülltrennung? Klappt nirgendwo richtig. Doch anstatt diese Tatsache aufgrund der jahrelangen Erfahrung zu akzeptieren und deshalb auf ebenfalls seit Jahren existierende Verfahren der maschinellen Mülltrennung umzustellen, wird der Verbraucher lieber immer wieder gemahnt und gegängelt. Am Ende des Tages wird ja auch gerne mal der Preis für die Entsorgung des Mülls angehoben. Dabei ist dann der Verweis auf die hohen Fehlwurfquoten den Entsorgern ganz recht. Das korrekt sortierter Restmüll in der Müllverbrennung (wo er überwiegend landet) nicht mehr richtig brennt und deshalb große Mengen von Verpackungsmüll zugeführt werden (ja genau, die aus dem gelben Sack oder der gelben Tonne), verschweigt man gerne. Da alle Beteiligten (außer dem Verbraucher) an dem System sehr gut verdienen, wird sich da in Zukunft auch nicht viel ändern.
Armin Linden:
Die Bedingungen u. Richtlinien waren damals bei Gründung des "Grünen Punktes" mit den Städten u. Landkreisen, klar definiert. Vor Remondis (Rethmann) der hier benannt wird, waren seinerzeit ganz andere Akteure, auch mit der Idee - Trienekens TR., am Start. Ich erinnere mich gut. Der AWB weisst zu Recht auf die Vermüllung der Tonnen hin. Wertvolle Rohstoffe gehen verloren. In der Rathausstr., Schickeria v. BNA., sind die Tonnen 2 Tage nach Leerung bereits wieder voll. Mit "Allem". Direkt neben dem Rathaus. Gut das dies BMU Klaus Töpfer nicht mehr sehen muss. Viele der zugezogenen Migranten, füllen ebenso ordentlich auf. Keiner kann lesen, auch viele, die bereits länger hier sind. Man legt auch offensichtlich keinen Wert auf hiesige Belange. Mein Eindruck. Wenn bei diesem sensiblen System nicht alle mitmachen, die Gewerbeleute auch noch die Tonnen der Privaten auffüllen, funktioniert es nicht.
Erhard Jussen:
Ich kann dem Kommentar von Uwe Klasen nur zustimmen.
Uwe Klasen :
Kohlekraftwerke abschalten... der interessierte Leser sucht bitte einmal nach "Energiewende 24.01.2017", dort wird anschaulich berichtet wie die Kohle- und Kernkraftwerke einen bundesweiten Stromausfall verhindert haben weil die sogenannten "Erneubaren" nichts geliefert haben, kein Wind und keine Sonne. Nur Ideologen ohne Sachverstand und ohne soziale Verantwortung können noch auf den Ausbau der sogenannten "Erneubaren Energien" beharren!
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