Kanzlerwahl bei der Kaiser Ruprecht Bruderschaft

Der Neue ist ein „Alter“

Feierstunde am Königsstuhl zu Rhens

29.08.2015 - 11:30

Rhens. Mit dem wunderschönen Blick auf das Rheintal und die Stadt Rhens ist der Königsstuhl zu Rhens eine würdige Stätte für ein Ereignis, das sich jährlich wiederholt: Die Wahl des Bruderschaftskanzlers. Und nicht nur die Wahl des Veranstaltungsortes ist passend, auch das Datum ist wohl überlegt, der 21. August. Denn an diesem Ort und diesem Datum wurde 1977 die Kaiser Ruprecht Bruderschaft gegründet. Der Gründungstag war zugleich der Jahrestag, an dem im Jahre 1400 in Rhens Kurfürst Ruprecht von der Pfalz – der Namensgeber der Bruderschaft – zum römisch-deutschen König erhoben wurde. Das Geschichtsbewusstsein wach halten, das ist das vorrangige Anliegen und eine der Aufgaben, der sich die Bruderschaft stellt. Dabei stehen auch der Königsstuhl und seine Bedeutung als ein Zeugnis der deutschen Geschichte und als historisches Andenken im Vordergrund. Die dritte Aufgabe heißt, dem Frieden dienen und das Bemühen um die Völkerverständigung. „PAX OPTIMA RERUM“ – der Frieden ist das Höchste aller Dinge – lautet der Friedensappell der Kaiser Ruprecht Bruderschaft, der 1980 vom Königsstuhl ausgesandt wurde und bei den Vereinten Nationen aufbewahrt wird. Die Bruderschaft ist eine organisierte Gemeinschaft von Männern, die gemeinsame Interessen verfolgen und sich untereinander Brüder nennen. Frauen haben keinen „Zutritt“, werden aber als Begleitung bei Feierlichkeiten gerne „geduldet“. Auch an diesem Tag blieb ihnen das offizielle Geschehen verborgen. Sie nahmen es wie immer gelassen und warteten im Schatten der Bäume, als die Brüder die Stufen des Königsstuhls erklommen und sich versammelten. Die Glocke erklang, und Säckelmeister Dieter Müller eröffnete die Stunde der Wahl: „Heute wird hier an dieser historischen Stelle der Bruderschaftskanzler der Kaiser Ruprecht Bruderschaft für das Jahr 2015/16 gewählt.“ Er gab das Wort an Kanzler Franz Obst, der nach einem Jahr Kanzlerschaft das Amt weitergab, auch weil seine beruflichen Verpflichtungen ihm keine Zeit ließen: „Es war ein erfülltes Jahr, in dem wir gemeinsam viel Schönes erlebt haben!“

Er blickte zurück auf das vergangene Jahr und endete mit: „Es war mir Ehre, Glück und Würde. Tragt es nun weiter, an jenen Bruders Hand, dem ihr anvertraut des Kanzlers Würde und leert mit mir das Glas mit edlem Rebensaft, auf ein weiteres gutes Jahr der Bruderschaft!“ Dann wurden die Brüder aufgerufen, den Namen des gewünschten zukünftigen Kanzlers auf zu rufen. Eine Stimme rief: „Klaus-Siegfried Weber!“ Wer diesem diese Ehre zuteil kommen lassen wollte, erhob die rechte Hand.

Es war ein einstimmiges Ergebnis. Und wieder erklang die Glocke, als im 38sten Bruderjahr der neue Bruderschaftskanzler die Insignien  und das Original der Gründungsakte erhielt: „Klaus-Siegfried Weber, Sie sind in dieser Runde auf dem Königsstuhl zu Rhens zum Bruderschaftskanzler der Kaiser Ruprecht Bruderschaft zur Pflege des Andenkens an den Königsstuhl zu Rhense und deutscher Geschichte berufen.“ Der Neue ist zugleich auch ein „Alter“, da er von 2008 bis 2010 der Bruderschaft vorstand. Klaus-Siegfried Weber nahm sein Amt an und bedankte sich: „Liebe Mitbrüder, ich danke euch für die Durchführung dieses Aktes. Ich nehme die Gründungsurkunde an und verspreche euch im Geist dieser Akte, die Kaiser Ruprecht Bruderschaft zu pflegen und zu ehren. So wahr mir Gott helfe.“

  „Ehre ist Zwang genug“ ist das Geleitwort der Bruderschaft, und danach  wird der Bruderschaftskanzler zukünftig handeln. Zu seinen ersten Aufgaben gehörte, einen Schreiber und einen Säckelmeister zu bestimmen.

Das Amt des Schreibers blieb vorläufig unbesetzt. Auch der neue Säckelmeister ist ein „Alter“: Dieter Müller erfüllt seit 2003 mit Herzblut diese Aufgabe. Nachdem alle mit dem neuen Kanzler angestoßen hatten, waren auch die Damen wieder „zugelassen“. Mit einem gemütlichen Beisammensein endete dieser ereignisreiche Tag am Königsstuhl zu Rhens. 

Artikel bewerten

rating rating rating rating rating
Kommentare
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag erstellen zu können.
Weitere Artikel

- Anzeige -

SWR4 Open Air auf dem Flugplatz Mendig

Mendig/Region. Auf dem Festivalgelände des Flugplatzes in Mendig lädt SWR4 Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Stadt Mendig und der Test Event Area Mendig am Freitag, 15. Juni 2018, mit dem „SWR4 Open Air“ zum Höhepunkt des diesjährigen Schlager-Sommers ein. Zwischen Vulkanen und Seen sorgen Matthias Reim, Beatrice Egli, Howard Carpendale, Vanessa Mai, Thomas Anders, Maria Voskania und Vincent Gross für ein unvergessliches Schlager-Erlebnis. mehr...

St. Sebastianus Schützen

Bezirksbundfest

Bassenheim. Der Schützenbund Mittelrhein-Untermosel führt am Sonntag, 6. Mai das diesjährige Bezirksbundesschießen durch. Ausrichter ist in diesem Jahr die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Bassenheim. Eingeladen sind hierzu alle 17 Mitgliedsbruderschaften des Bezirksverbandes, sowie die Bevölkerung. Bereits am Sonntagmittag um 13 Uhr findet der große Festumzug unter Mitwirkung des Musikvereins Emmelshausen und des Musikvereins Mehren statt. mehr...

Seniorengemeinschaft 60 plus Rengsdorfer Land

Die Bodenseeregion erkunden….

Rengsdorf. Das will die Seniorengemeinschaft 60 plus Rengsdorfer Land auf ihrer fünf tägigen Busreise vom 22. bis 28. August. Auf der Hinfahrt zum Bodensee wird in Freiburg Halt gemacht, um mit der nostalgischen Straßenbahn diese lebenswerte Stadt kennen zu lernen. Am nächsten Tag wird die Insel Reichenau und die Blumeninsel Mainau besucht. Der dritte Reisetag führt die Senioren zum Dornier- und Zeppelinmuseum in Friedrichshafen mit Faszination Luft- und Raumfahrt gestern und heute. mehr...

Jäger organisieren Sondervorstellung

Viele Fragen filmisch verarbeitet: „Wem gehört die Natur?“

Neuwied. „Auf der Jagd – Wem gehört die Natur?“ Der Film wirft schon im Titel eine provokante Frage auf und startet am zehnten Mai in den deutschen Kinos. Er beschäftigt sich sensibel und wertfrei mit den vielen Facetten der Jagd. Mit Vorurteilen und Notwendigkeiten, mit Mythen und Fakten. In den hundert Minuten kommen jedoch nicht nur Jäger zu Wort, sondern weitere Nutzer der Natur. Förster, Biologen,... mehr...

Weitere Artikel

Hümmericher Seniorengemeinschaft

Was ist Mikrozirkulation….

Hümmerich. So hieß das Thema der Hümmericher Seniorengemeinschaft beim monatliche Seniorennachmittag im DGH in Hümmerich. Alle Teilnehmer konnten mit diesem Begriff nichts anfangen. Daher hatte man sich zu diesem Thema kompetente Referenten eingeladen. Nico van Helvoort und seine Frau Michaela van Helvoort – Thon von aktiv Gesund in Straßenhaus / Thera Fit in Rengsdorf erkärten in einfacher und sehr... mehr...

-Anzeige-3 x 2 Eintrittskarten zu gewinnen

Weltgeschichte am Originalschauplatz erleben

Erpel. Erpel, am 7. März 1945: Im Eisenbahntunnel unter der Erpeler Ley bereitet das Wehrmachtskommando die Sprengung der Rheinbrücke bei Remagen vor, zugleich suchen Hunderte von Zivilisten im Tunnel Schutz vor Bomben und Granaten. Der Sprengversuch misslingt, die Amerikaner stürmen auf die Brücke und beschießen den Tunnel, in dem sich dramatische Szenen abspielen. Schließlich hindern die Zivilisten... mehr...

Heimat- und Verschönerungsverein Straßenhaus

Baum des Jahres geehrt

Straßenhaus. Um die vor zwei Jahren gestartete Aktion fortzuführen, traf sich der Vorstand des Heimat- und Verschönerungsverein Straßenhaus zum Tag des Baumes. Geehrt wurde eine Ess-Kastanie, Baum des Jahres 2018. Allerdings nicht neu gepflanzt, wie es vielerorts üblich ist. Denn diese Ess-Kastanie ist bereits etliche Jahre alt und steht in der Nähe des Niederhonnefelder Schwimmbades im Weiherheckelchen am Wegrand in Richtung Ellingen. mehr...

Erwin Rüddel: „Parlamentsgruppe „Bahnlärm“ hat sich neu konstituiert“

„Wir kämpfen weiterhin gegen Bahnlärm!“

Berlin/Kreis Neuwied. „Die interfraktionelle Parlamentsgruppe ‚Bahnlärm‘ hat sich in der vergangenen Legislaturperiode des Deutschen Bundestages gegründet, um das Anliegen der von Bahnlärm Betroffenen mit Nachdruck ins Parlament zu tragen und gesetzliche Regelungen voranzubringen. Diese erfolgreiche Arbeit wollen wir in dieser, der 19. Wahlperiode des Deutschen Bundestages, insbesondere auch im Hinblick... mehr...

Weitere Artikel

TuS 1919 St. Sebastian e. V.

Sportwoche

St. Sebastian. Am Donnerstag, 10. Mai startet die Sportwoche um 10 Uhr mit einem Bambini Turnier. Ab 14 Uhr bietet der TuS eine Spiele Olympiade für Kinder bis zehn Jahren an. Einzelne Stationen mit unterschiedlichen Spielen, mit und ohne Ball, Wasserspiele und vieles mehr. Anmeldung unter tusolympiade@gmail.com oder bei Marion Bildhauer, (0261) 9635 277 mit Angabe der Personenzahl. Jedes Kind erhält eine Urkunde und eine Medaille als Anerkennung. mehr...

NABU-Workshop zum Gemüseanbau im Hochbeet fand in Anhausen statt

Projekt „KinderGartenpaten“ geht in die nächste Runde

Anhausen. Mit einem zweiten Projekt-Workshop ist das NABU-Projekt „KinderGartenpaten“ in die nächste Runde gestartet. Vertreterinnen und Vertreter aus zehn Kindergärten aus den Landkreisen Neuwied, Altenkirchen und Westerwaldkreis nahmen an dem vom NABU Rhein-Westerwald in der ev. Kita Anhausen durchgeführten Workshop rund um den Gemüseanbau im Hochbeet teil. Bereits im März hatten die zehn Kitas Hochbeete für die gärtnerische und gartenpädagogische Arbeit erhalten. mehr...

AWO Bassenheim

Jahreshauptversammlung

Bassenheim. Nachdem die AWO Bassenheim das 40. Jubiläum ihres Bestehens zur Freude ihrer Mitglieder mit ansprechenden Veranstaltungen gefeiert hat, sind auch in diesem Jahr bereits ein attraktiver Ausflug an den Main mit einer interessanten Weinprobe und gemütlichen Seniorentreffs gefolgt. Nach dem nächsten Seniorentreff am Donnerstag, 3. Mai steht am Sonntag, 13. Mai um 17 Uhr die Jahreshauptversammlung im Foyer der Karmelenberghalle an. mehr...

Mitglieder des Gewerbevereins trafen sich zum Unternehmerbierchen

Teilnahmegebühr ging zu 100 Prozent ans „Life“ in Rheinbach

Rheinbach. Pizzaduft zog durch die Geschäftsräume der Firma CF Atelier von Frau Fassbender, als sich die Mitglieder des Gewerbevereins zum Unternehmerbierchen auf der Hauptstraße gegenüber der KSK trafen. Fassbender hatte als Inhaberin von CF Atelier zu einem lockeren Treffen in ihren Geschäftsräumen eingeladen und sorgte mit kühlen Getränken, Wein und leckerer Pizza für das leibliche Wohl. In Vertretung... mehr...

neues format
Blick aktuell TV
Regionale Kompetenzen

 
gesucht & gefunden
Kommentare

Flohmarkt für Kindersachen

Am Samstag, 5. Mai

Bassaleh:
Hallo ,ich bin Mutter von Bayan Bassaleh und möchte einen Verkaufstisch reservieren. Danke
juergen mueller:
Wie nett - es spricht nach seiner Auffassung nichts dagegen,obwohl auch hier wieder einmal davon auszugehen ist,dass der eigentliche Sinn dieser Aktion von ihm nicht verstanden wurde,nämlich,uns,vor allem unsere Kinder,auf die Bedeutung der Insekten (und deren Schutz) aufmerksam zu machen u.es hier nicht darum geht,Beteiligung ob Laie oder nicht.Der immer wiederkehrende Hinweis auf sachliche u.objektive Info seinerseits u.die Tatsache,dass wir es hier mit einem durch Skepsis gesteuerten,bestimmtem Denken u.Verhalten neigendem Menschen zu tun haben,der Wahrheiten prinzipiell für unmöglich hält,sein eigenes Weltbild ohne wenn u.aber pflegt,von ihm kritisierte Auffassungen/Tatsachen nicht in der Lage ist ergebnisoffen zu analysieren u.zu akzeptieren,das stimmt sehr bedenklich.Wie kommt ein normal denkender Mensch zu dem Schluß,dass diese erstmalige Insektenzählung dazu dienen soll,fahrlässige oder wissentliche Fehlerquellen auszugleichen?
Uwe Klasen:
Es spricht nichts dagegen wenn auch Naturwissenschaftliche Laien sich an einer Zählung beteiligen. Hierdurch können, durch eine, vermutlich, große Anzahl von Personen, bis zu einem gewissen Grad fahrlässige oder wissentliche Fehlerquellen ausgeglichen werden. Wer sich nebenbei noch sachlich und objektiv informieren möchte kann dies über die beiden folgenden Links tun: Angebliches Bienensterben https://tinyurl.com/y7pkgm54 und Kupfersulfat in der Biolandwirtschaft https://tinyurl.com/ya54nvga
Helmut Gelhardt:
Wer sich objektiv, profund und gleichwohl verständlich über das Thema Wolf informieren möchte, dem dürfen z.B. die nachfolgend aufgeführten Abhandlungen/Broschüren etc. empfohlen werden, die alle im Internet zugänglich sind: "Willkommen Wolf! Gekommen um zu bleiben." Broschüre des NABU. "DBBW Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf" "Der Wolf ist zurück in Deutschland", BUND e.V. "Böser Wolf? Zeit für einen Neuanfang!", BUND Naturschutz in Bayern e.V. Im Übrigen: Es sollte nicht mit frei konstruierten - zwar theoretisch möglichen, aber eher sehr seltenen - Verkehrs-Gefahrensituationen eine Gefahr des Wolfes für die Allgemeinheit herbei phantasiert werden. Es gibt seriös betrachtet keine Gefahr des Wolfes/durch den Wolf für die Allgemeinheit. Wer unter den gegenwärtig vorhandenen wissenschaftlichen Erkenntnissen eine 'Überführung des Wolfes in das Jagdrecht' als einzig sinnvolle Lösung fordert, steht zweifelsfrei für Unverhältnismäßigkeit und Überreaktion!
juergen mueller:
Es stellt sich hier garnicht erst die Frage,wer ist die Gesellschaft (das sind wir alle),sondern vielmehr,wie sich diese zum Nachteil von Natur-,TIER- u.Umwelt verändert hat.Wer behauptet,dass die Wälder gerne als Naherholungsorte,zum Wandern,Sport treiben etc.genutzt werden,der hat zwar recht,hat aber nichts begriffen.Der Mensch ist bis dato der Meinung,dass ihm alles gehöre u.er das Vorrecht besitze,alles dafür zu tun,was nur ihm alleine gerecht werde.Er war es,der dem Wald neuen Ackerboden abrang (der Wald wurde um die Hälfte auf seinen heutigen Bestand gerodet),Sumpfgebiete trocken legte,es entstanden neue menschliche Siedlungen,die Jagd nahm im Laufe der Jahrtausende entscheidenden Einfluss auf die menschliche Kultur ... und engte damit den Lebensraum z.b.des Wolfes bis zu seiner Ausrottung immer mehr ein.2017 wurden deutschlandweit ca.1000 Schafe durch Wölfe gerissen - damit der MENSCH Fleisch zu fressen hatte ca. 16 Millionen Schafe getötet. Unter TIERRECHT fällt auch der WOLF!
Helmut Gelhardt:
Die künstlich geschürte Aufregung um den Wolf ist so real wie das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein oder Rotkäppchen. Der Wolf ist bewusst artenschutzrechtlich qualifiziert geschützt - und das ist gut so und muss so bleiben! Selbstverständlich sind den Schäfern vom Wolf ggf. gerissene Tiere angemessen zu entschädigen. Da kann es gar kein Vertun geben. Doch hier eine Panikstimmung gegen den Wolf zu erzeugen ist populistisch und unverantwortlich! Man kann nur hoffen, dass Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sich fachkundigen Rat bei ausgewiesenen Wolfsexperten einholen wird.
Neues Format
anzeige
Service
Lesetipps
GelesenBewertet