Jubelstimmung beim IDM-Auftakt auf dem Nürburgring

Die neue IDM ist auf dem richtigen Kurs

Mehr Zuschauer als im Vorjahr, Sieger aus drei Nationen und jede Menge Action auf und neben dem Nürburgring

15.05.2017 - 13:00

Nürburgring. Trotz der üblichen Wetterkapriolen auf dem Nürburgring wurde der Saisonauftakt der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) zu einem Motorsport-Festival für Fahrer und Fans. Allein in der IDM Superbike 1000, der Top-Klasse in Deutschlands höchster Motorrad-Straßenrennsportserie, ging ein rekordverdächtiges Feld von 35 Fahrern auf insgesamt fünf Motorradmarken an den Start: BMW, Honda, Kawasaki, Suzuki und Yamaha.

Das erste IDM Superbike 1000-Rennen musste auf Grund des einsetzenden Regens abgebrochen und neu gestartet werden. Die Strecke wie auch die Boxengasse standen innerhalb weniger Minuten unter Wasser. Nach einer kurzen Unterbrechung und wiederkehrendem Sonnenschein siegte nach 15 Rennrunden der Niederländer Danny de Boer (Van Zon-Remeha-BMW) vor seinem Teamkollegen Markus Reiterberger. Auf Platz drei wurde der Nümbrechter Florian Alt (Team Yamaha MGM) gewertet. Das Trio zählt zu den Titelfavoriten. Wie die Podestplätze verteilt wurden, war bis zum Schluss offen. Markus Reiterberger, der nach einer Saison in der Superbike-WM sein IDM-Comeback gab, erzählte begeistert: „Ich war zu Beginn der letzten Runde noch in Führung, aber Danny de Boer hat vor einer Kurve noch einen Tacken später gebremst als ich. Somit war er vorbei. Wir haben von Anfang an bis zum Schluss miteinander gekämpft. Das gefällt mir. So muss das sein.“

Im zweiten Lauf des Tages dominierte Reiterberger einsam an der Spitze und spielte sein WM-Potential aus. Das Podium war fest in BMW-Hand. Neben „Reiti“ sprangen sein Teamkollege Jan Bühn aus Kronau und der Knittlinger Dominik Vincon (BMW Stilgenbauer) auf die Stufen. De Boer und Alt waren gestürzt.

In der IDM Supersport 600 gelang Kevin Wahr aus Nagold ein Doppelsieg. Auch er verfügt über WM-Erfahrung, lieferte sich aber in beiden Läufen mit Thomas Gradinger aus Österreich einen Schlagabtausch, wobei dieser im ersten Lauf mit der Yamaha ins Abseits rutschte. Im zweiten Lauf wurde er Zweiter. Wie Kevin Wahr feierte auch Max Enderlein aus Hohenstein-Ernstthal einen doppelten Podiumserfolg, aber auf den nächsten beiden Plätzen. Er ist jetzt hinter Wahr Zweiter in der Gesamtwertung.

In der IDM Supersport 300, der kleinsten Klasse der Meisterschaft, kristallisierte sich schon jetzt ein Schlagabtausch zwischen Maximilian Kappler Jan-Ole Jähnig heraus. Die beiden Yamaha-Piloten fahren im gleichen Team und sind befreundet. Nur auf der Strecke werden sie zu Konkurrenten. Den ersten Lauf gewann Kappler, den zweiten Jähnig. Der 16-jährige Gymnasiast aus Thüringen fühlte sich wie auf Wolke Sieben, als er seinen Kumpel Max auf den letzten Metern aus dem Windschatten heraus überholte.

In der IDM Sidecar dominierte erwartungsgemäß das Duo Markus Schlosser/Thomas Hofer aus der Schweiz. Während André Kretzer/Jens Lehnertz im ersten Lauf noch Druck auf das Team ausüben konnten, fuhren die Eidgenossen im zweiten Rennen auf und davon. Interessant ist die Damenbeteiligung in der Klasse. Sieben erfahrene sowie auch Nachwuchs-Amazonen waren im Teilnehmerfeld der 19 Teams vertreten.

Im Rahmenprogramm der IDM wurden der Twin 700 Cup sowie der Suzuki GSX-R 1000 Cup ausgetragen. In der Mittagspause konnten angereiste Biker jeden Meter der Rennstrecke in einem Motorrad-Korso zurücklegen. Oder sie unternahmen Probefahrten mit Motorrädern aus den aktuellen Modellen von Honda, Kawasaki und Yamaha in der Umgebung des Nürburgrings. Das offene Fahrerlager, der Pitwalk und die öffentlichen Pressekonferenzen ermöglichten eine IDM zum Anfassen. So nah kommen Besucher und Fans den Sportlern fast nie.

In der IDM ist eine neue Ära angebrochen. Alle Beteiligten ziehen am gleichen Strang, um die Meisterschaft, in der hochklassiger Rennsport geboten wird, zu präsentieren. Die nächste IDM-Runde findet vom 7. bis 9. Juli im belgischen Zolder statt.

Pressemitteilung idm

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Kommentare
juergen mueller:
Glaubt man den Ausführungen zum Nachdenken von Herrn Klasen, dann wäre es allen CO"-Jüngern angeraten, auch an dieser radelnden Veranstaltung zum Klima- und Umweltschutz nicht teilzunehmen, denn nach seiner These trägt auch die Ausatemluft (nicht nur vorne), insbesondere bei Dauerbelastung zu einem erhöhten Ausstoß an CO2 u. damit zur Erderwärmung bei. Das müsste dann ja auch auf z.B. sexuelle Betätigungen zutreffen, oder? Also auch einstellen. Aber WAS ist mit UNSEREM Energieverbrauch (Fabrikmaschinen, Autos, Computer, Handys, Küchengeräte etc.)? Diese Energie wird erzeugt durch Verbrennung von Kohle, Öl, Gas = CO2. Wald- Grünflächen, die CO2 speichern, schrumpfen/verschwinden - mehr Ackerland u.Viehwirtschaft, da der Mensch weltweit immer mehr Fleisch isst = mehr Rinder/Schweine, die Unmengen von Methan-/Treibhausgas in die Luft rülpsen/furzen. Ich finde - wer radelt sündigt nicht u. wenn er dabei auch mal kräftig ausatmet oder ein Fürzchen lässt - der Umwelt wird`s nicht schaden.
juergen mueller:
D.h. Mensch oben/hinten weniger Ausatmen (durchschnittl.Gasausstoß ca.600 ml pro Tag lt. Atmungs- u. Blähungsanalyse). Auch die richtige Ernährung spielt hierbei eine wichtige Rolle, da Gas hauptsächlich aus Nahrungsmitteln erzeugt wird (unverdauliche oder Übermaß an Kohlehydrate u. Proteine, die nicht vom Dickdarm verarbeitet werden können (z.b. Bohnen, Pilze, Kohl, Zwiebel - das nennt man gärungsfähige Substanzen). Vegetarier produzieren u. stoßen übrigens mehr Gas als Fleischesser aus (sind sie deshalb mehr verantwortlich für den Klimawandel/Erderwärmung als Industrie u. Landwirtschaft?). Vorteil eines Vegetariers: Er hat nur leise, gleichmäßige Blähungen, dadurch einen losen Schließmuskel - man erkennt sie nur an dem Gestank, der vom Gärungsprozeß kommt. 2.Klimakiller KUH: HOCHLEISTUNGSKUH: 700 kg/täglich 50 Kilo Grün-/Kraftfutter = "3 Tonnen" - 1er BMW 128 Gramm pro gef.KM - bei 15000 KM jährlicher Ausstoß "2" To. Wozu da noch über zusätzliche CO2-Emmissionen nachdenken?
Uwe Klasen:
Für die CO²-Jünger zum Nachdenken: Der CO²-Gehalt der Ausatemluft liegt recht konstant bei 4 Prozent (40 Milliliter CO² / Liter). Und so können in Dauerbelastung (Sport, etc.) schnell 2.040 Kilogramm CO² pro Jahr nur durch Atmen produziert werden! Da es bislang keinen wissenschaftlichen Beweis für eine Erwärmung durch zusätzliche CO²-Emmissionen gibt, ist dies eine Propagandaveranstaltung für Gläubige!
Uwe Klasen :
Das ist der richtige Weg, so wie es derzeit ist, hier sei als schlechtes (Vorbild) Beispiel der Fraktionszwang genannt, kann es einfach nicht weitergehen! Das sollten endlich auch die Politiker in Bund und Ländern erkennen und entsprechende Regelungen für die aktive Mitbestimmung der Bürger in die Wege leiten! Vorbild Schweiz!
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