SG Hocheifel feiert Kantersieg in der Fremde

Hoher Sieg fürs Selbstvertrauen

SV Kripp - SG Hocheifel 2:8 (1:4)

Hoher Sieg fürs Selbstvertrauen

Lukas Knelke erzielte fünf Treffer und trug damit maßgeblich zum Kantersieg der SGH bei.Foto: privat

12.04.2017 - 09:29

Adenau. Für ein regelrechtes Torfestival hat die SG Hocheifel am vergangenen Sonntag bei ihrem Auswärtsspiel beim SV Kripp gesorgt und mit 8:2 (4:1) gewonnen. Durch diesen Erfolg kletterte die SGH auch in der Tabelle wieder auf den dritten Tabellenplatz. Mario Etteldorf hatte bereits vor dem Spiel die Marschrichtung klar vorgegeben: Mit einer sehr offensiven Grundausrichtung sollte der Gegner früh gestört und die Spielkontrolle schnell von seinem Team übernommen werden. In den ersten zehn Minuten setzten seine Schützlinge diese Vorgabe jedoch kaum um und verschliefen den Start in die Begegnung völlig, sodass bereits zu befürchten war, dass der Negativtrend der letzten Wochen anhalten würde. Bezeichnenderweise konnten die Hausherren in der zwölften Spielminute dann auch direkt ihre ersten ernst zu nehmenden Angriff in einen Torerfolg ummünzen, als sich die SGH-Defensive durch einen Ball in die Schnittstelle aushebeln ließ und ein Kripper Angreifer am langen Pfosten sträflich allein einschieben durfte. Nach dem Gegentor zeigte die SGH jedoch Charakterstärke und drehte plötzlich spürbar auf. So konnte Tom Wolff nur kurze Zeit später den Ausgleich erzielen, nachdem er mustergültig von Lukas Knelke in Szene gesetzt worden war. Spätestens nach dem Ausgleichstreffer zeigten die Gäste sich dann von ihrer besten Seite: So gewannen sie durch sehr ansprechendes Kombinationsspiel immer mehr Sicherheit in ihren Aktionen und kam gegen eine etwas überforderte Kripper Defensive immer wieder in Abschlusssituationen. Dementsprechend schnell fiel auch der Führungstreffer für die Kombinierten, den Knelke nach einer tollen Einzelaktion von Wolff erzielte. Nur wenige Minuten später leitete Martin Hertel einen klugen Pass von Christian Baur stark auf Knelke weiter, der sich im Strafraum durchsetzte und gekonnt zum 3:1 vollstreckte. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Frank Wiese auf dem rechten Flügel stark von Christoph Schumacher in Szene gesetzt und seine Flanke verwertete im Zentrum Tom Wolff zum 4:1. Mit diesem durchaus verdienten Zwischenresultat ging es dann auch in die Halbzeitpause. Sofort nach Wiederanpfiff wurde deutlich, dass die SGH auch in der zweiten Hälfte voll auf Offensive setzen wollte. In der 48. Spielminute wurde sie für ihren anhaltenden Offensivdrang belohnt, als erneut Knelke freigespielt wurde und dieser wiederum eiskalt zum 5:1 traf. Mit dem Vier-Tore-Vorsprung im Rücken schalteten die Gäste dann plötzlich mehrere Gänge zurück und ließ die Hausherren wieder etwas besser ins Spiel kommen. Dies war einerseits aufgrund des deutlichen Spielstandes und der nahezu sommerlichen Temperaturen verständlich, andererseits ermöglichte dies dem SV Kripp durch die plötzliche Passivität gleich mehrere hundertprozentige Tormöglichkeiten. In dieser Phase konnte sich dann auch der bis dahin nahezu beschäftigungslose SGH-Schlussmann Michael Lußem mit mehreren gelungenen Aktionen auszeichnen. Während die Gastgeber ihre Chancen jedoch allesamt vergaben, schlugen die Etteldorf-Schützlinge erneut eiskalt zu. Luca Dederichs wurde in der 65. Minute von Schumacher in den Lauf geschickt und veredelte seine gute Leistung mit einem sehenswerten Heber über den gegnerischen Keeper hinweg ins Tor. Nur drei Minuten später setzte Knelke erneut zu einem unwiderstehlichen Dribbling in den Strafraum an, narrte zwei Gegenspieler und traf zum 7:1 in die rechte untere Ecke. Auch das letzte Tor der SGH erzielte der an diesem Tag schlichtweg überragend agierende Knelke: Eine starke Vorarbeit von Wiese brachte er in der 81. Spielminute unhaltbar im Tor unter und markierte damit seinen fünften Treffer an diesem Tag. Die Hausherren aus Kripp, die trotz ihrer deutlichen Unterlegenheit bis zum Ende eigene Offensivakzente setzen wollten, konnten in der 83. Minute dann noch einen Ehrentreffer zum 8:2- Endstand erzielen. Alles in allem geht der Kantersieg der SGH auch in dieser Höhe absolut in Ordnung. Bis auf die Anfangsviertelstunde und die Phase nach dem Treffer zum 5:1 zeigte die Mannschaft erstmals seit Längerem noch mal ihr ganzes Können und belohnte sich endlich auch konsequent mit Torerfolgen. Gerade im Hinblick auf das anstehende Pokalhalbfinale am kommenden Samstag dürfte dieser Erfolg wieder Sicherheit und vor allem Selbstvertrauen gegeben haben. Etwas ärgerlich ist sicherlich die Tatsache, dass das Team trotz einer eigentlich starken Defensivleistung zwei vermeidbare Gegentore kassierte. Das Team wird nun intensiv daran arbeiten, bei dem Pokalspiel erneut eine Topleistung auf den Platz bringen zu können. Betrachtet man die lange Liste der Ausfälle für das Spiel in Kripp, so ist der deutliche Sieg umso höher einzustufen. Neben den ohnehin verletzten Simon Schmitz und Kevin Pung fehlten nämlich Niklas Pauly (Leistenprobleme), Cedric Kötting, Anh Ngyuen und Daniel Gördes (alle private Gründe). Abwehrchef Sebastian Lauermann stand zwar für den Notfall im Kader, wurde aufgrund von Problemen am Sprunggelenk ebenfalls nicht eingesetzt. Die insgesamt sieben Ausfälle konnten von Etteldorf nur deshalb kompensiert werden, weil glücklicherweise Fabian Merten und Victor Stenz kurzfristig aushalfen. Für das kommende Wochenende dürfte sich die Personalsituation aber deutlich entschärfen.

Torfolge: 0:1 (12.); 1:1 Wolff (19.); 2:1 Knelke (24.); 3:1 Knelke (31.); 4:1 Wolff (35.); 5:1 Knelke (48.); 6:1 Dederichs (65.); 7:1 Knelke (68.); 8:1 Knelke (81.); 8:2 (83.).

Für die SGH spielten: Lußem- Schäfer (Merten/70.), Weiler, Baur- Wiese, Schumacher, Hoffmann- Knelke, Dederichs- Hertel, Wolff (Stenz/70.).

Ausblick:

Die SGH trifft am Karsamstag (15. April) im Halbfinale des Kreispokals zuhause auf die TuS Kottenheim. Anstoß zu dieser Begegnung ist um 16 Uhr im Adenauer Eifelstadion.

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Kommentare
juergen mueller:
Auch die RÜBENACHER GEMARKUNG stellt ein NAHERHOLUNGSGEBIET für die Bürgerinnen und Bürger dar - und NICHT nur für die RÜBENACHER. Schon gewusst SPD-Fraktion, dass z.B. der JAKOBSWEG durch die Gemarkung führt und Rübenach eine Wanderkarte mit eingezeichneten Wanderwegen besitzt? Und WER setzt sich dafür ein, dass es bei diesem Nacherholungsgebiet bleibt? Sie bestimmt nicht, Frau Lipinski-Naumann, Sie stimmen eher für eine Erweiterung des GVZ u. nehmen mit Ihren Polit-Kollegen wissentlich eine weitere Beeinträchtigung/Zerstörung von Umwelt u. Natur in Kauf. Wie wäre es einmal mit einem Spaziergang durch die RÜBENACHER GEMARKUNG. Dann werden Sie feststellen (oder auch nicht), dass Sie sich in einem Totgebiet befinden ohne ehemals vorhandene Wildblumen u. Wildtierarten, ohne Vogelgezwitscher etc. - die Folgen einer komplett verfehlten Umweltpolitik. Was die Stadtpolitik bereits im "Kleinen" versaut hat, soll weiteren Bestand haben? UMWELT u. NATUR finden nicht nur im eigenen Garten statt
Uwe Klasen:
Die Mondlandung war auch deshalb möglich weil viele Menschen sich innovativ einbrachten und Lösungen anstrebten. Wenn es aktuell nicht möglich ist den Untergrund entsprechend zu verfestigen dann müssen halt Einschränkungen bei den Kraftfahrzeugen vorgenommen werden! Eine Beschränkung für Kfz mit maximal 7,5 oder auch nur 3,5 t zulässiges Gesamtgewicht wäre eine solche Maßnahme, entsprechend dimensionierte Kfz unterschiedlichster Art gibt es dafür genügend, so dass eine Belieferung mit Gütern oder Entsorgung von Abfällen durchaus möglich wäre.
juergen mueller:
Warum wurde nicht bereits VOR der Bauphase daran gedacht, dass SAND als Untergrund den Anforderungen eines LKW-Anlieferung- sowie z.B. Müllwagen-Verkehrs (26 Tonnen) nicht standhält? Warum ist der SPD-Altstadt-Mitte bei ihren Begehungen (auch der Kornpfortstrasse während der wochenlangen Bauphase) dieser Makel, dessen Beseitigung nun wiederholt Steuergelder kosten soll, nicht aufgefallen? Eine Schuldzuweisung alleine zu Lasten der Verwaltung oder der ausführenden Baubehörde erscheint mir hier als zu einfach gedacht.
juergen mueller:
Die Aussage der Verwaltung u. die (zu)späte Feststellung der SPD-Altstadt-Mitte, die Pflasterung der Kornpfortstrasse vertrage den LKW-Verkehr nicht, spricht Bände. Hat die Verwaltung etwa geglaubt, die Warenanlieferung erfolgt mit der Sackkarre? Was ist mit der wöchentlichen Leerung der Mülltonnen mit einem 26-Tonner? Wenn der SPD-OV-Mitte schon anprangert - FRAGE: "Warum ist hier nicht schon während der monatelangen Bauphase aufgefallen, dass SAND NICHT als LKW-tragfähiger-Untergrund geeignet ist, was jedes Kind bereits weiß? Wozu dann die wöchentliche Begehung der Altstadt(straßen),wenn so etwas nicht auffällt? Die Kornpfortstrasse ist in ihrer GESAMTHEIT NICHT gelungen, wenn neben einer ansehnlichen Oberfläche ein tragbarer Untergrund für die normalen Dinge des Lebens fehlt, Dinge, die es nun einmal mit zu berücksichtigen gilt, wenn man solche Bauvorhaben durchführt. Der Verwaltung die Schuld zuzuschieben an etwas was man mit verbockt hat ist zu einfach aber eben Politik
Thomas Schäfer :
Schade, dass der Verlag diese und andere als Leserbriefe eingesandten Lesermeinungen der gedruckten Ausgabe vorenthalten hat ??
Jürgen Scholten:
Was ich noch vergessen habe !!! Traurig das ein Personalratsvorsitzender solche Kommentare ab gibt !!! Das zeugt von einer großen Voreingenommenheit !!!
Jürgen Scholten :
Sorry dürfte ich mal wissen welche Parteibücher die Herrn haben die diese Kommentare ab geben ??? Unter der Gürtellinie !!!!
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