Ein Fazit des VfL Bad Ems zum Jahreswechsel

Wo steht der VfL Bad Ems?

09.01.2018 - 09:01

Bad Ems. Am Ende des Jahres und zur Winterpause ist Zeit für eine kleine Bilanz. Wo steht der VfL Bad Ems Ende 2017 und Anfang 2018?


Die 1. Mannschaft


Nun die Tabellen kann jeder lesen und so wird man feststellen, dass die 1. Mannschaft, wie so oft in den letzten Jahren, wieder einmal auf einem Abstiegsplatz in der Bezirksliga überwintert. In guter Gesellschaft mit den anderen beiden Rhein-Lahn-Vertretern Burgschwalbach und Osterspai, die noch hinter dem VfL rangieren. Hieran kann man ablesen, dass es die Mannschaften aus dem Rhein-Lahn-Kreis naturgemäß schwer haben. Ein wesentlicher Grund ist wohl, dass im Rhein-Lahn-Kreis nicht mit dem großen Geld operiert wird, das andere Vereine aus dem Westerwald in der gleichen Klasse für Spieler ausgeben. Der VfL Bad Ems hatte vor der Saison eher auf Jugend gesetzt und viele sehr junge Spieler in die Mannschaft geholt. Das ist auch eigentlich der richtige Weg. Nur muss man Geduld haben, die jungen Spieler an Bezirksliganiveau heranzuführen.

Und dennoch, lief die Saison für die Erste zunächst einmal recht erfolgsversprechend an. Die ersten beiden Heimspiele konnten gewonnen werden. Mit der Zeit mehrten sich dann aber einmal wieder die Ausfälle in der Mannschaft, ganz gleich aus welchen Gründen, und so wurde man immer weiter nach unten durchgereicht. Besonders bitter waren dabei Heimniederlagen gegen Mannschaften die noch hinter dem VfL Bad Ems rangierten, so der VfL Hamm. Hier verlor man mit 3:4 – das sind natürlich sechs Punktespiele, die man gewinnen muss. Wollte man eine Garantie, dass die Mannschaft in der Klasse verbleibt, so müsste das Team um ca. zwei erfahrene Spieler verstärkt werden, die der Mannschaft auch weiterhelfen würden. Aber in der Winterpause kosten die besonders viel Ablöse und so muss letztlich darauf verzichten. Also muss es mit den vorhanden Spielern gehen, die sich ganz sicher in der ersten Hälfte der Saison richtig reingehängt und einen guten Job gemacht haben. Viele haben alles gegeben. Oft hat die Mannschaft dann auch sehr gut mitgehalten. Kassierte sie aber dann ein Tor, war es oft schwierig, auch kleine Rückstände auf zu holen. Und riskierte man am Ende oft alles, so fing man sich naturgemäß oft weitere Treffer ein.

Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Rückrunde nach der Winterpause wieder so gestaltet, wie die beiden letzten Jahre, an denen der VfL Bad Ems am Schluss das bessere Ende für sich hatte.

Eine große Stütze könnte auch die Rückkehr des Ex-Co-Spielertrainers Etienne Kecskemeti sein, der als einer der Erfahrenen gilt. Und man hofft auch darauf, dass die eine oder andere Verletzung auskuriert ist und keine neuen auftreten.


Die 2. Mannschaft


Ein ganz anderes Bild zeichnet die 2. Mannschaft. Sie begann unter den neuen Trainern Miguel Palacios Prada und Mesut Karadeniz zunächst recht bescheiden und mit einigen Niederlagen, allerdings bei sechs Auswärtsbegegnungen nach Gang. Dann aber steigerte sich die Mannschaft sichtbar von Spiel zu Spiel und zeigte zuletzt einen klasse Fußball. Da machte es Spaß die Spiele anzusehen. Zuletzt fegte man den Tabellenzweiten Hahnstätten mit 5:0 vom Platz und gegen den Tabellenvierten aus Holzappel folgte ein nie gefährdetes 4:1. Damit hat sich die Mannschaft zur Winterpause auf dem 4. Platz der Kreisliga B eingerichtet. Zwar ist der Tabellenerste weit entrückt aber plötzlich liegt Platz 2 sogar in Sichtweite. Dabei war man angetreten, die Klasse zu halten und vielleicht noch beste 2. Mannschaft im Kreis zu werden. Hier darf man zu Recht gespannt nach vorne blicken, wie sich das weiter gestaltet. Interessant dabei ist, dass der VfL Bad Ems nunmehr von einer Aktion profitiert, die der Integration von Flüchtlingen diente. Recht selbstlos ließ man die Jungs, die aus vielen Ländern kommen, im Fußball mitmachen. Welches Spiel außer Fußball ist besser geeignet, eine Integration zu bewirken? Zwar kann man als Stadionsprecher die Namen kaum mehr aussprechen –aber sie sind eine richtige Verstärkung für den VfL Bad Ems. Spieler wie Mamuda Abdulai, Semko Bayazidhosseini, Shquipron Plakolli oder Mohamet Alaifan Alhariri, um nur einige zu nennen. Diese Jungs sind eine richtige Stütze für die Mannschaft geworden. Natürlich sollen hier die beiden rührigen Trainer nicht unerwähnt bleiben, die es geschafft haben aus vielen Einzelspielern ein schlagkräftiges Team zu formen. Es macht einfach Spaß, die 2. anzusehen und man darf auf den weiteren Verlauf der Saison gespannt sein. Es liegt aber der Natur einer 2. Mannschaft, dass nun einmal gute Spieler nach oben in die Erste Mannschaft abgegeben werden müssen. Das kann auch hier passieren. Allerdings erhält unsere 2. Mannschaft auch selbst eine gute Verstärkung durch die Rückkehr der Gebrüder Knoll von der SG Augst. Ein weiterer Neuzugang ist mit Dennis Zimmerschied von TUS Dausenau ein alter Bekannter. Auch wenn Dennis beruflich sehr gebunden ist, so wird er dennoch beim VfL Bad Ems noch einmal in der 2. oder 3. Mannschaft angreifen.


Die 3. Mannschaft


Bliebe noch die 3. Mannschaft. Recht hoffnungslos abgeschlagen präsentiert sich das Team in der neuen Kreisliga C auf dem letzten Platz. Dabei darf man allerdings nicht übersehen, dass es eindeutig nicht die gleiche Mannschaft ist, die im Sommer den Aufstieg erreichte. Es wurde eben neu geordnet und gesichtet und einige Leistungsträger an die 2. Mannschaft abgegeben. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass es die 3. schwer hatte in den Spielen zu bestehen. Die komplette Hinrunde blieb man ohne einen Punktgewinn und erst im ersten Spiel der Rückrunde gelangen endlich die ersehnten ersten drei Punkte. Dennoch bleibt es den Spielern der Mannschaft hoch anzurechnen, dass sie immer wieder auf dem Platz standen, die Ärmel hochkrempelten und es immer wieder versuchten. Auch darf nicht vergessen werden, dass gerade die 3. Mannschaft der Auffangpool ist für Spieler, die aus beruflichen Gründen nicht immer regelmäßig trainieren können. Hier ist es nicht so erheblich, dass man siegt, sondern vielmehr, dass man überhaupt Fußball spielt.

Und allein darauf darf man stolz sein – nämlich durchgehalten zu haben und immer wieder versucht zu haben dem Blatt eine Wende zu geben. Hier ist man eigentlich sicher, dass in der Rückrunde diese drei Punkte nicht die einzigen bleiben. Zumal die Mannschaft nun auch durch einige Integrationsspieler verstärkt wurde. Es wäre hier nicht richtig die Mannschaft allein am Erfolg zu messen, der nicht alles im Fußball ist. Es zählen eben auch andere Werte, wie ein Team zu sein, Spaß zu haben und vor allem immer wieder aufzustehen.


JSG von VfL Bad Ems und SV Arzbach


Nicht ganz so optimal sieht es auch bei der Jugend aus, die der VfL Bad Ems gemeinsam mit dem SV Arzbach als JSG betreibt. Begann man diese Saison mit der neuen Rekordzahl von 12 Mannschaften, so musste man schon sehr bald feststellen, dass man in einigen Fällen vielleicht zu knapp kalkuliert und auch die ein oder andere falsche Entscheidung getroffen hatte. Schon nach zwei Spielen musste der Verein die B-Jugend zurückziehen. Leider folgte mangels Masse dann auch kurz danach die D II. Und jetzt zur Winterpause steht das letztjährige Flaggschiff A-Junioren, die in der Bezirksliga Ost spielen, auch wackelig da. Und derzeit weiß noch keiner so recht wie – und ob – es weiter geht. An diesem Zustand haben keinesfalls die rührigen Trainer Schuld. In der A-Jugend zum Beispiel machen die beiden Trainer Alexander Holly und Günter Wessely ganz sicher einen guten Job. Aber oftmals mangelt es an der Einstellung der Spieler, was Training und Spiel anbetrifft. Es ist auch nicht zu verkennen, dass auf die Jugendlichen mit Schule oder Beruf eine Menge neue Aufgaben hinzukommen. Aber das war auch früher so und dennoch haben Jugendliche den Fußball als einen tollen Ausgleich gesehen. Deutlich zu verurteilen sind allerdings auch Abwerbeversuche von anderen Vereinen, die den Spielern versprechen, dass da alles besser ist. Doch auch hier wird man schnell einsehen, dass auch bei einem anderen Verein nichts ohne die richtige Einstellung geht. Aber es gibt auch Erfreuliches über die Jugend zu berichten: Alle drei E-Jugendmannschaften schafften die Leistungsklasse, was fast ein Novum ist. Und auch die D-Jugend spielt munter vorne in ihrer Liga mit. Die beiden C-Jugendteams haben es dagegen etwas schwerer, da der überwiegende Teil der Spieler aus dem jüngeren Jahrgang kommt. Das sieht im nächsten Jahr wieder ganz anders aus. Einen Zuwachs erlebten auch die Bambini, die vom VfL Vorsitzenden Uli Schneider und dem erfahrenen Vorstandsmitglied Horst Kaldewei trainiert werden. Von 12 Spielern ist man inzwischen auf das Doppelte gestiegen. Hier steht allerdings nicht das Ergebnis im Mittelpunkt, sondern einfach die Freude daran, die ersten Schritte im Fußball zu gehen.


Rugby


Und natürlich darf nicht vergessen werden, dass der VfL Bad Ems auch noch mit Rugby eine andere Sportart anbietet, die in unserer Region ohne Konkurrenz ist. Die harten Jungs, die statt mit einem Ball mit einem Ei spielen und Tore durch ein besonderes Tor nur erzielen, fühlen sich in der neuen Heimat Wiesbach sichtlich wohl. Das erkennt man auch an den Ergebnissen in der Liga Nordrhein-Westfalen-Rheinland. Hier sind recht weite Auswärtsfahrten zu absolvieren. Und dies bedingt immer einen großen Zeit- und finanziellen Aufwand für die Spieler. Die VfL Rugby Abteilung will ihren Sport auch in unserer Region bekannter machen. Daher sucht man Erwachsene und Jugendliche, die sich in dem neuen Sport probieren wollen. Es ist in jedem Fall eine interessante Sache und vor allem in Sache Kameradschaft scheint das Potential unserer „Ruggers“ unermesslich zu sein.

Auch in Sachen Funktionsgebäude am Kunstrasen ist man ein Stück weiter gekommen. Hier versucht der VfL Bad Ems als Verein die Notwendigkeit nach zu holen, die beim Bau des Platzes versäumt wurde, nämlich die Errichtung eines Funktionsgebäudes, was für die richtige Nutzung des Kunstrasens unerlässlich ist. So wartet man auf die Zusage der Zuschüsse, ohne die man es nicht schaffen kann. Dann aber soll es endlich losgehen. Viele Stunden und viel Arbeit werden hier noch in Eigenleistung zu bewältigen sein. Das Fazit von Präsi Uli Schneider zum Jahreswechsel; „Es geht immer weiter im VfL Bad Ems und wir werden alles daran setzten, dass alle unsere Wünsche erfüllt werden können. Aufgeben ist nicht- und es geht immer weiter und auch nach 109 Jahren ist unser VfL Bad Ems ein lebendiger Verein“.

Pressemitteilung

VfL Bad Ems

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Kommentare
Christoph Wagner:
Gute Sache!
Andreas Nöthen:
Die ewig gestrigen dürfen nicht gewinnen. Die Aussage eines Dr. Fleischer der Marktplatz sei belebt genug ist dumm und hat mit städtischer Entwicklung nun gar nichts zu tun. Diese im Fernsehen von Fleischer geäußerte Meinung ist kontraproduktiv. Der Marktplatz kann nach meiner Meinung nicht belebt genug sein. Dies zum Wohle aller Bürger und so ist der "Fleischer Beitrag" mehr als nur zu vernachlässigen. Genau die Leute, die in anderen Städten die Ratsstuben bewundern wollen sie in Mayen nicht und lehnen Investoren ab um die sich jede andere Gemeinde wohl ein Bein ausreißen würde. Wer soll denn dies verstehen.
juergen mueller:
Ich finde es gut, dass es so etwas wie die AG-60-Plus gibt und damit ältere Menschen (wie auch meine Wenigkeit), die ihr politisches Interesse offen aufzeigen, auch wenn man einen Tagesordnungspunkt wie GroKo (mit berechtigten Bauchschmerzen) nur "abhaken" kann. Bauchschmerzen sind angesagt, wenn man sich den Koalitionsvertrag mit seinen über 170 Seiten einmal reingezogen hat, in dem das Wörtchen "SOLLEN" gleich hundertfach vorkommt, denn ... SOLLEN ... heisst NICHT WOLLEN, sondern nur, dass man beabsichtigt oder in Erwägung zieht, dass es so umgesetzt wird wie es "gesollt" wurde. Was letzten Endes für UNS dabei positiv herauskommt, dürfte nicht so wichtig gewesen sein, sondern nur, dass es zu einer Regierungsbildung und natürlich zu einer Verteilung lukrativer, politischer Posten gekommen ist. Letzten Endes ging es nur um ein Kämpfen gegen Verlust von Amt u. Mandat, von Posten, Diäten, Bezüge, von Macht, Anerkennung u. (vermeintlichem) Ansehen. Alles andere ist blauäugiges Denken.
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