Tischtennis beim SV Eintracht Mendig

Zwei Spiele und kein Punkt

Zwei Spiele und kein Punkt

Sascha Müllers Einzelsiege reichten nicht. M. Schreiber

Mendig. Am vergangenen Samstag war Mendigs Paradesechser in der 2. Rheinlandliga Gastgeber der Partie mit den TTF Oberwesterwald. Die Gäste trugen schon aufgrund der Tabellensituation die Favoritenrolle. Außerdem sprach die Hinrundenniederlage der Eintracht bei den Oberwesterwäldern mit 3:9 eine deutliche Sprache. Dennoch wollten die Gastgeber ihre geringen Chancen unbedingt nutzen.

Der Verlauf der Partie zeigte aber schon früh, dass auch Tischtennis kein Wunschkonzert ist. Obwohl das beste Doppel der Liga, die Mendiger Jonny Bogolowsky und Daniel Dechert, mit einem verheißungsvollen 3:0 die Partie eröffneten, geriet das Team nicht auf die Erfolgsspur. Die Oberwesterwälder hatten am Vortag zur Überraschung aller beim TTV Andernach 6:9 verloren und bemühten sich nun um Rehabilitation. Dazu verstärkten sie sich mit der am Vortag fehlenden Nummer eins des Teams, Michael Kosak. Die Mendiger verloren zunehmend die Initiative und die Gäste gewannen die Oberhand. Nach den Doppeln 1:2 zurückliegend, gerieten die Gastgeber nach den ersten Einzeln in einen entmutigenden 1:6-Rückstand. Nur Mirko Heuft gelang noch einen Einzelerfolg, der jedoch bei der 2:9-Niederlage nur noch Ergebniskosmetik darstellte. Die Niederlage fiel etwas zu hoch aus und spiegelt nicht die tatsächlich geringeren Leistungsunterschiede real wieder.

Für den Kampf um den Klassenerhalt trug die Begegnung beim TTC Mülheim-Urmitz/Bhf. II, die am folgenden Sonntag stattfand, besondere Bedeutung. Dieses sogenannte „4-Punkte-Spiel“ musste gewonnen werden, wollte man nicht endgültig in den Abstiegsstrudel geraten.

Wieder stellten die Anfangsdoppel die Weichen. Nur Bogolowsky/Dechert punkteten zum 1:2 nach den Doppeln, aber in den folgenden drei Einzeln gelang die zwischenzeitliche 4:2-Führung. Daniel Dechert gab das Auftaktsignal mit seinem Erfolg über Mülheims Nr. 1 Christoph Kettner. Jonny Bogolowsky und Sascha Müller zogen nach und die Eintracht schien auf dem Weg zum Doppelpunktgewinn. Dann aber gab es einen folgenreichen Bruch im Spiel der Mendiger und es war schier zum Verzweifeln. Sechs Einzel in Folge gingen verloren und die Eintracht geriet mit 8:4 aussichtslos in Rückstand. Mannschaftsführer Sascha Müller gelang ein zweiter Erfolg, der auch Max Seul und Niklas Kohlhaas zu Punktgewinnen motivierte. Jetzt stand es 8:7 und das Abschlussdoppel musste die Entscheidung über die letztendliche Punkteverteilung bringen. Die Hoffnung der Mendiger auf ein Remis war durchaus berechtigt, sind doch Dechert/Bogolowsky in der Vergangenheit Garanten für Punktgewinne gewesen. Das Geschehen dieser Partie wogte hin und her und im vierten Satz hatten die Mendiger sogar Matchball. Aber das Glück der Tüchtigen und das der Vorrunde lässt offensichtlich Mendig in der Rückrunde im Stich und so ging der Satz mit 16:14 verloren. Der Entscheidungssatz bot nochmals Spannung bis zum letzten Punkt. Der ging an die glücklichen Mülheimer Kettner/Ohlef (11:9), die damit ihrer Mannschaft den Teamerfolg mit 9:7 eroberten. Nach den zwei Spielen des Wochenendes stehen die Mendiger mit leeren Händen da und ihre Position im Kampf um den Klassenerhalt hat sich deutlich verschlechtert.

Hinspielsieg wiederholt

Nach fünfwöchiger Wettkampfpause stand für Mendigs Dritte am vergangenen Samstag die Auswärtspartie bei der TTG Pellenz IV an. Die Tabellennachbarn in der 2. Kreisklasse lieferten sich in der Vergangenheit regelmäßig spannende Begegnungen mit knappen Ausgängen. Noch in unmittelbarer Erinnerung ist die Partie der Hinrunde, die die Mendiger glücklich, aber verdient mit 8:6 gewannen. Eng ging es auch diesmal zu. Die Doppel endeten nach dem Erfolg des besten Doppels dieser Spielklasse, der Paarung Christian Reuter/Hans Roth, ausgeglichen 1:1. Obwohl die Mendiger Christian Reuter, Hans Roth und Albert Munk je einmal punkten konnten, erkämpften sich die Gastgeber vor der Schlussphase beim 6:4-Zwischenstand einen 2-Punkte-Vorsprung. Nun zeigten die Vulkanstädter in den noch ausstehenden Partien echten Kampfgeist. Jeder der vier Akteure konnte den jeweiligen Gegner besiegen, wobei die Erfolge von Albert Munk gegen den an Position 1 spielenden Gerd Leber und von Michael Schreiber gegen Brett 2, Harry Hirt, besonders hervorzuheben ist. So konnten die Mendiger im Endspurt das Ruder noch herumreißen und den Erfolg der Herbstrunde von 8:6 wiederholen. Mit diesem Ergebnis wurde die Mittelfeldposition gefestigt und das Team kann mit einem kleinen Punktepolster in die nächsten schwierigen Begegnungen gehen.

Training

Nachwuchs: Donnerstag von 17:30 – 19:30 Uhr.

Herren: Dienstag von 19 – 22 Uhr, Donnerstag von 19:30 – 22 Uhr.

Pressemitteilung

des SV Eintracht Mendig