Abschluss der Wachtberger 7. Kulturwochen

Bemerkenswerte Orchestermusik gespielt

Wegen eines Hochwasserschadens wurde das 17. Anton-Raaff-Konzert in die Reithalle in der Gruppe Laura verlegt

16.07.2013 - 11:48

Oberbachem. Aneinem ungewohnten Ort erklang zum Abschluss der 7. Wachtberger Kulturwochen bemerkenswerte Orchestermusik. Wegen eines Hochwasserschadens auf Burg Gudenau wurde das 17. Anton-Raaff-Konzert in die Reithalle des Reitvereins Oberbachem in der Grube Laura verlegt. Dort wurden etwa 400 Kulturinteressierte Zeugen eines herausragenden Musikereignisses mit dem Wachtberger Jugendorchester und dem Wachtberger Kammerorchester unter der Leitung von Hans Werner Meurer in den Hauptrollen.


Schon optisch eine beeindruckende Erscheinung


Das 77 Musiker starke Orchester war schon rein optisch eine beeindruckende Erscheinung. Doch als sie ihre Instrumente zum Auftaktstück anstimmten, gingen den Zuhörern auch die Ohren auf. Hoch konzentriert und hellwach mit exakten Tempo- und Dynamikwechseln setzten die Musiker die Anweisungen des Dirigenten perfekt um, der sein Ensemble kämpferisch und fordernd zu Höchstleistungen motivierte. Verstärkt wurde das Orchester beim anschließenden Doppelkonzert von den Solistinnen Brigitta Winnen (Violine) und Regula Sager-Yamamoto (Viola). Die gefühlvollen und gut abgestimmten Beiträge der beiden exzellenten Solistinnen wurden mit Hilfe des Orchesters als musikalische Sahnehäubchen serviert.


Epischer und bombastischer Klangteppich


Nach der Pause ging es zunächst weiter mit dem „Intermezzo“ aus der Suite Nummer eins von Peter Tschaikowsky, bevor die große Stunde der Kinofreunde schlug. Mit hörbarer Begeisterung ließ das Orchester den legendären Captain Jack Sparrow mit der Filmmusik zum Kinohit „Fluch der Karibik“ von Klaus Badelt wieder aufleben, bevor mit der Filmmusik zum Kassenschlager „Der Herr der Ringe“ von Howard Shore ein geradezu epischer und ziemlich bombastischer Klangteppich in der Reithalle ausgebreitet wurde. So war es auch kein Wunder, dass Dirigent und Orchester am Ende sichtlich abgekämpft die Ovationen des Publikums entgegennahmen.

Zuvor schon hatte Bürgermeister Theo Hüffel ein Fazit zum Ende der Kulturwochen gezogen. Mit über 60 Veranstaltungen innerhalb von 14 Tagen hätten die Kulturtreibenden in der Gemeinde erneut ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Darüber hinaus habe man mit dem Wachtberger Jugend- und Kinderkulturtag auch einen viel beachteten Beitrag für die jüngere Generation geleistet. Sämtliche Veranstaltungen seien wieder sehr gut besucht gewesen, und er sei optimistisch, dass man die 8000 Besucher des vergangenen Jahres noch toppen könne.


Von Wachtbergern für Wachtberger


Das Erfolgsrezept sei ganz einfach: „Hier gibt es Kultur von Wachtbergern für Wachtberger.“ Mit der Veranstaltungsreihe sei mittlerweile eine Plattform geschaffen worden, auf der sich die Künstler aller Sparten zur gegenseitigen Befruchtung austauschen könnten. Auch die Gemeinde trage dazu bei, indem sie ihre Räumlichkeiten für die Veranstaltungen kostenlos bereitstelle. Aber auch viele Privatleute und Vereine stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung, so etwa der Reitverein Oberbachem. Dr. Nicole Wagner, die Leiterin des Vereins Wachtberger Jugendorchester, gewann dem neuen „Konzertsaal“ in der Reithalle durchaus einiges Positive ab. Sie zeigte sich nachhaltig beeindruckt über die enorme Hilfsbereitschaft der Wachtberger Bevölkerung.

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Kommentare
Dörflinger André:
Betr. Deutsche Sprache: 28.4.17 Ist mir schlicht schleierhaft, wieso man nur von "Reanimation" statt WIEDERBELEBUNG und anderswo auch nur von "Herz-" "Transplantation" statt "Herz-""VERPFLANZUNG" spricht/schreibt ?!? Hat denn die Menschheit sooo wenig Sprachgefühl? , um das nicht selber zu merken? Wer... und weshalb will uns solchen unnötigen Wort-unschatz aufnötigen?
 
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