St. Marien-Kirchenchor
Carmen Gross bleibt Vorsitzende
Bad Breisig. Der Wegzug von Pastor Sime Mladen Karlic bedingt auch für die Cäcilienchöre der Pfarreiengemeinschaft Breisiger Land eine Umgewöhnung. Der neue Pfarrer wird erst im August erwartet. In der Zeit der Vakanz sind die Chöre auf Zusammenarbeit mit den je nach Möglichkeit einspringenden Ruhestands-Pastören angewiesen. Unter diesen äußeren Umständen fand die Jahreshauptversammlung des durch die Grippewelle stark dezimierten St. Marien-Kirchenchors im Pfarrsaal der Pfarrei statt. Die Vorsitzende Carmen Gross konnte dazu 37 wahlberechtigte Chormitglieder begrüßen, dazu den zurzeit auch den Präses vertretenden Pfarrverwalter Dechant Dr. Johannes Georg Meyer. Nach der einführenden Begrüßung und dem Gedenken an die Verstorbenen war es an Schriftführerin Rita Rohm, über die Aktivitäten des Marienchors in den letzten zwölf Monaten zu berichten. Unterstützt von Sohn Jochen tat sie dies prägnant und in aller Ausführlichkeit. Alles, woran sie erinnerte, gab Zeugnis von einem nie erlahmenden geselligen Leben in der Chorgemeinschaft. Besonders die erlebnisreiche mehrtägige Reise nach Norddeutschland hat die Sänger begeistert und noch enger zusammengeschweißt. Fazit des Berichtes: Es macht Spaß, im Marienchor mitwirken zu dürfen, auch wenn die Gesamtbilanz von insgesamt 57 Proben und Auftritten im letzten Jahr viel Freizeit in Anspruch genommen hat. An sich hätte jetzt der Kassenbericht des Schatzmeisters Markus Seelbach auf der Tagesordnung gestanden, aber der Herr über die Chor-Finanzen war beruflich verhindert. So warb die Vorsitzende nach oberflächlichem Überblick über eine angemessene Finanzlage darum, den Kassenbericht auf einen der nächsten Probenabende zu verschieben. Dann erst kann auch eine Entlastung des bisherigen Vorstands erfolgen. Carmen Gross war es ein Herzensanliegen, der erst seit Jahresbeginn - zunächst kommissarisch, dann auf Dauer tätigen Chorleiterin Carmen Scheuren Lob und Anerkennung der Sänger für die vorzügliche Arbeit am Dirigentenpult zu übermitteln. „Wir sind froh, dass es Carmen Scheuren gibt“, versicherte die Vorsitzende. Die musikalische Chefin selbst versicherte, dass sie die „Freundlichkeit und Offenheit“ genossen habe, mit der man ihr begegnet sei. „Ich habe mich bei Euch wohlgefühlt. Auch mit den kommenden Pfarrern werden wir gut zusammenarbeiten und können somit positiv in die Zukunft schauen.“ Den Vorstand - Carmen Gross und Christel Nietgen - lobte die musikalische Leiterin mit einem süßen Geschenk. Dechant Dr. Johannes Georg Meyer sagte dem Marienchor Anerkennung für den Fleiß und das Können, mit dem er seine Aufgabe wahrnahm, das Gotteslob zu verkünden. Er regte an, wieder einen „Projektchor“ zu gründen, damit Nachwuchs für den Marienchor gesichert werde. In launigen Worten, wenn auch nicht unbesorgt, ging er auf die pastorale Zukunft der Pfarreiengemeinschaft ein. Auch der neue Priester sei nach Aufnahme seiner Tätigkeit (etwa Anfang September) alleine für die fünf Pfarreien zuständig. Immer öfter würden Wortgottesdienste üblich werden, denn auch die Ruhestands-Geistlichen würden durch ihr hohes Alter immer weniger leisten können. Gerade jetzt komme der Treue der Cäcilienchöre, hohe Bedeutung zu. Nun stand die satzungsgemäße Neuwahl des Chorvorstandes an. Silivia Czech leitete als dazu bestimmte Wahlleiterin die Wahl der ersten Vorsitzenden. Natürlich führte an der dynamischen Carmen Gross kein Weg vorbei - einstimmige Wiederwahl der „Chefin“. Da die bisherige Stellvertreterin Christel Nietgen aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand, gab es für dieses Amt eine geheime Abstimmung zwischen den Bewerberinnen Maria Höhl und Christina Braun. Mit großer Mehrheit entschieden sich die Chormitglieder für Maria Höhl - sie ist jetzt die 2. Vorsitzende. Carmen Gross fand Worte des Lobes an Christel Nietgen, die ihr fünf Jahre lang als Stellvertreterin prima zur Seite gestanden habe. Markus Selbach wurde mit 33 Stimmen (drei Enthaltungen) wieder zum Kassierer gewählt. Jochen und Rita Rohm erhielten ohne Gegenstimme das Amt des Schriftführergespanns. Vier Beisitzer mussten gewählt werden. Brigitte Schmitz, Klaus Kurp und Ellen Probst wurden in ihren Ämtern bestätigt. Das Beisitzerquartett vervollständigt jetzt Maria Muschinski, die in Mehrheitswahl gegenüber Ulla Rozema gewann. Die bisherige Beisitzerin Kläre Söller hatte sich nicht mehr zur Verfügung gestellt. Kassenprüfer bleiben weiterhin Rosemarie Schmitz und Ernst Weißenfels, Notenwarte Inge Schmitz und Brunhild Meyer. Zum Abschluss der Versammlung gab es noch Informationen über das Jahresprogramm des Chors. Noch nicht festgelegt wurde, ob man wieder den arbeitsintensiven Weinstand beim Zwiebelmarkt betreibt. Ebenso zur Diskussion steht, ob der Chor wieder die Cafeteria während des Weihnachtsmarktes unterhalten kann. Über diese Punkte soll nach Klärung einiger Fakten demnächst entschieden werden.
