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Brohler Kulturverein „Aalschokker Katharina e. V.“

Mit der Leo-Stausberg-Schule auf „Klassenfahrt“

Mit der Leo-Stausberg-Schule auf „Klassenfahrt“

Kinder und Erwachsene trafen sich an der Bahnstation des Vulkan-Express. Foto: privat

24.04.2018 - 08:37

Brohl-Lützing. Die 2. und 3. Klasse der Leo-Stausberg-Schule Brohl-Lützing gingen mit den Erzieherinnen Frau Massion, Frau Mohr und Frau Weber auf Tour. Neben dem Brohler Kulturverein hatten sich wieder viele in den Dienst der guten Sache gestellt. So traf man sich um 8:30 Uhr bei „Kaiserwetter“ an der Bahnstation des Vulkan-Express. Die Vereine hatten extra eine Sonderfahrt organisiert.

Zunächst mussten die Kinder mit Fahrkarten ausgestattet werden. Schaffner Thelen machte es sichtlich Spaß, den Reisenden die historischen Karten auf Karton zu stempeln und auszuhändigen. Ein schönes Souvenir für die Schülerinnen und Schüler, die am Schalter Schlange standen.

Anders als bei der Bundesbahn störte es hier auch nicht, wenn die romantische Fahrt mit fünf Minuten Verspätung startete.

Während der Fahrt gab es interessante Informationen durch den Schaffner und die Kinder durften auch alle einmal vorne im Wind stehen, da sich die Lok am Zugende befand. Der erste Halt des Vulkanexpress sollte aber auch schon die Endstation sein. An der Bedarfshaltestelle gegenüber der Schweppenburg stieg man aus. Hier trennten sich auch die Schulklassen.

Die 2. Klasse, die aus Kindern beider Ortsteile von Brohl-Lützing besteht, hatten sich zur Aufgabe gesetzt, jeweils das Zuhause der Mitschüler aus dem anderen Ortsteil kennen zu lernen. Heute stand der Besuch der Lützinger Kinder an, der auf der Schweppenburg begann. Dann ging es weiter, den anspruchsvollen aber schattigen Anstieg ins Oberdorf nach Lützingen hinauf. Der Rückweg führte die Gruppe über ein Teilstück des neuen „Himmelsleiterweges“ wieder nach Brohl.


Wissenswertes über die Mosenmühle


Die Größeren der 3. Klasse wurden von Rainer Mosen auf der Mosenmühle empfangen. Die letzte verbliebene Vollerwerbsmühle im Kreis Ahrweiler, die Produkte aus der Region für die Region in bester Qualität herstellt. Gespannt hörten die Schülerinnen und Schüler den Ausführungen des Müllers zu, schließlich stand der Ausflug ja im Zeichen des schulischen Zieles, den Ernährungsführerschein zu erwerben.

Routiniert vermittelte Rainer Mosen das Wissen über die 5000 Jahre alte Getreidekultur und deren historische und heutige Verarbeitung. Geschickt wurden die Kinder durch seine Fragestellungen eingebunden. Nach der Theorie ging es zur Mühlenbesichtigung, die mit dem Wasserzulauf des Brohlbaches über den Mühlengraben begann. Das abgezweigte Wasser des Brohlbaches betreibt seit Jahrhunderten das riesige oberschlächtige Wasserrad von 7 mtr. Höhe und 1,60 mtr. Breite und ist damit der Motor der Mühle.

Auch im Mühleninneren war es interessant, es klapperte tatsächlich in allen Ecken der Mühle und es wurden zahlreiche große und kleine Räder über Zahnriemen angetrieben. Über vier Stockwerke ging die Besichtigung. Neben der Erläuterung der Anlage wurden auch die einzelnen Stationen ausprobiert, so wurden Mehlproben entnommen und Vergleiche über die Mehltypen angestellt.

Am Ende der Produktionskette der Mühle stand das Abwiegen und Abfüllen in die Mehlsäcke. Nachdem man dem Mühlengeist noch auf die Spur gekommen war, gab es im Mühlenhof zunächst eine Pause.

Der Brohler Mineral- und Heilbrunnen hatte Getränke zur Verfügung gestellt und für jedes Kind eine Butterbrotdose gesponsert. Diese waren durch den Kulturverein mit Inhalt aufgepeppt worden.

Dann wurde es wieder spannend, im nächsten Schritt etwas über die Verwendung des Produktes Getreide bzw. Mehl zu erfahren. Hierzu hatte sich Bäckermeister Mausbach sen. aus dem Lützinger Ortsteil eingefunden, der den Kindern gerne sein Wissen über die Backwaren vermittelte. Mit Bernhard-Josef Mausbach stand ein erfahrener Botschafter seines Gewerbes Rede und Antwort, der als Entwicklungshelfer in einigen Ländern von Südamerika und im nördlichen Afrika unterwegs war.

Er sprach über die gesundheitlichen Aspekte im Brot, das alle benötigten Nährstoffe zur Verfügung stellt. Gute Bakterien und Enzyme sorgen für eine gesunde Ernährung.


Was ist gutes Brot?


Aber was ist gutes Brot und wie schmeckt man es? Um das herauszufinden hatte der Referent reichlich Brot aus der Bäckerei Mausbach mitgebracht. Es wurden die verschiedenen Brotsorten verköstigt. Zuvor musste aber das richtige Probieren erklärt werden. Dabei empfindet die Zungenspitze süß, die seitliche Zunge sauer und im hinteren Bereich schmeckt man Salz. Nach diesen Erklärungen schilderten die Kinder ihre Eindrücke bei der Brotprobe. Natürlich waren die Geschmäcker und Wahrnehmungen unterschiedlich, aber nachher hatte jedes Kind begriffen, das dunkleres und groberes Brot mehr Mineralien enthält als helles und feines.

Um einiges schlauer gingen Kinder und Begleiter wieder zurück zur Haltestelle des Vulkan Express. Der Sonderzug hatte hier auf die Teilnehmer gewartet, die nicht nur vom Wetter her einen schönen Schultag hatten. Wieder ein Schritt der Schüler- und Schülerinnen zum Ernährungsführerschein.

Der Brohler Kulturverein setzt hiermit die Tradition fort, regelmäßig mit Kindergruppen und Schulklassen Aktionen zu planen und umzusetzen. Der Dank gilt ausdrücklich allen Beteiligten, die das ermöglichen.

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Kommentare
Uwe Klasen:
Zeitungsverleger Dirk Ippen: „Der deutsche Traum, unser Land zuverlässig mit ‚grüner’ Energie aus Sonnenschein und Wind zu versorgen, ist nur eine Utopie“ --- Wie recht er hat!
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
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