Der 51-jährige Sozialdemokrat setzte sich knapp gegen Kontrahent Joachim Grohmann durch

Guido Job ist alter und neuer Stadtbürgermeister von Bad Hönningen

Guido Job ist alter und neuer Stadtbürgermeister von Bad Hönningen

Der Stadtbürgermeister von Bad Hönningen, Guido Job. Foto: STUKO

27.05.2014 - 15:42

Bad Hönningen. Wirkliche Erleichterung war dem alten und neuen Stadtbürgermeister von Bad Hönningen, Guido Job, kurz vor 20 Uhr noch nicht anzumerken. Gerade erst hatte er sich mit 50,25 Prozent der Stimmen nach einem langen Kopf-an-Kopf-Rennen gegen seinen Herausforderer, Joachim Grohmann, hauchdünn durchgesetzt. „Bis vor wenigen Minuten habe ich sogar noch hinten gelegen. Das war mehr als denkbar knapp“, atmete der 51-jährige Sozialdemokrat, der seit 1997 ehrenamtlicher Stadtbürgermeister ist, dann doch kräftig durch, froh mit einem „blauen Auge“ davon gekommen zu sein.

„Viele haben wohl gedacht, die Wahl sei schon gelaufen, und sind gar nicht erst wählen gegangen. Eine Einstellung, vor der ich immer schon gewarnt habe“, erklärte der erfahrene Kommunalpolitiker, der schon seit 20 Jahren im Stadtrat über das Wohl und Weg von Bad Hönningen mitentscheidet, am Sonntagabend sein schlechtes Abschneiden, hatte er bei der Urwahl vor fünf Jahren doch immerhin über 11 Prozent mehr einfahren können.

Mit dem Slogan „Die Zeit ist reif - Bad Hönningen kann mehr!“ war sein Kontrahent in den Wahlkampf gezogen, der erst im Mai 2012 als neuer Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands in Bad Hönningen kommunalpolitisch in Erscheinung getreten war und im Gegensatz zu dem Sozialdemokraten nicht dem Stadtrat angehört hat. Entsprechend zeigte sich der Herausforderer, der Guido Job nach Bekanntwerden des Endergebnisses fair gratulierte, hochzufrieden mit seinem Anschneiden, auch wenn er nichts dagegen gehabt hätte, für einen Wechsel im Rathaus gesorgt zu haben.

Den gab es im benachbarte Rheinbrohl, auch wenn der Bürgermeister dort weiterhin Labonde heißt. Nachdem der Sozialdemokrat Dieter Labonde nach 15 Jahren nicht mehr als Orts-Chef kandidiert hatte, war sein Namensvetter Oliver angetreten, das Rheinbrohler Rathaus nach einer langen Durststrecke wieder für die CDU zu erobern. Mit Erfolg verwies der Bundeswehrangehörige dort mit 53,6 Prozent der Stimmen den Sozialdemokraten Ronald Johnen auf Platz zwei.

Alter und neuer Bürgermeister von Leutesdorf ist Volker Berg. Der Christdemokrat, der seit zehn Jahren die Geschicke des Weinortes im Süden der Verbandsgemeinde leitet, kam ohne Gegenkandidat auf 81,48 Prozent der Stimmen.

Nachfolger von Karl-Heinz Windheuser, der nicht mehr für das Amt des Bürgermeisters von Hammerstein kandidierte, wurde der bisherige Erste Beigeordnete Wolfgang Kluwig von der FWG.

Mit satten 73,68 Prozent der Stimmen setzte er sich klar gegen Manfred van Bebber durch.

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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