Allgemeine Berichte | 16.11.2019

Chorkonzert in Ahrweiler

Zwei Marksteine der geistlichen Chormusik

Am Samstag, 23. November

Zwei Marksteine der geistlichen Chormusik

Ahrweiler. Am Samstag, 23. November um 19 Uhr lädt der Chor der St. Laurentiuskirche in die Pfarrkirche Ahrweiler zu einem festlichen Konzert ein. Mit dem Gloria in D (RV 589) von Antonio Vivaldi und der Krönungsmesse KV 317 von Wolfgang Amadeus Mozart werden zwei Marksteine der geistlichen Chormusik zu hören sein. Antonio Vivaldi – hauptsächlich bekannt als der große Violinkünstler, Instrumental- und Opernkomponist der Bach-Zeit – hinterlässt auch ein bedeutendes Repertoire an geistlicher Musik. Sein Priesteramt und seine Stellung als langjähriger musikalischer Leiter an einem großen Waisenhaus in Venedig bringen ihm Anregung und Verpflichtung für ein vielseitiges kirchenmusikalisches Schaffen. Messen-Sätze und Oratorien, Psalmvertonungen und liturgische Stücke aller Art entstehen. Das Gloria ist wohl das bekannteste geistliche Werk Vivaldis und ist mit Sicherheit zu seinen bedeutendsten kirchenmusikalischen Schöpfungen zu rechnen. Als Einzelwerk ist es nicht Teil einer zusammenhängenden Messkomposition. Es ist kantatenmäßig in einzelne Abschnitte gegliedert, die sich in Besetzung und Satzart unterscheiden. Zu den Streichern gesellen sich in den Rahmenteilen Trompete und Oboe. Im barock festlichen Klang wird der liturgische Text des Gloria ausgebreitet. Wolfgang Amadeus Mozarts Missa in C-Dur KV 317, bekannt als „Krönungsmesse“, zählt zu den beliebtesten und am meisten aufgeführten Werken ihrer Gattung. Sie entstand im Jahr 1779 und wird von Chören aufgrund ihrer Festlichkeit und lebendigen Frische gerne gesungen. Der festliche Charakter der Komposition mit einer reichen Orchesterbesetzung mit Oboen, Hörnern, Trompeten und Pauken verbindet sich mit einer heiteren volkstümlichen Setzweise. Solisten- und Chorstimmen sind klar getrennt. Das wird gleich in dem ouvertürenhaften Kyrie deutlich, wo der festlich geprägte Klang des Eröffnungschores mit dem lyrischen Gesang der Solisten abwechselt. Es ist sicher die große Bandbreite der Ausdrucksmittel, die die Krönungsmesse zu einer der populärsten Messkompositionen der Salzburger Zeit machte, wenn beispielsweise im Gloria das Soloquartett im schnellen Tempo mit dem Chor Zwiesprache hält. Aber auch die lyrischen Momente im Benedictus und das Sopran-Solo am Anfang des Agnus Dei haben ihren besonderen Reiz. Mit dem Chor der St. Laurentiuskirche musizieren ein Kammerorchester, Susann Kuhlen (Sopran), Barbara Grohmann-Kraaz (Alt), Rudolf Reimer (Tenor) und Volker Schrewe (Bass).

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