Krippenbauer feierten ihr Richtfest

Alles im Plan: die „Lebende Krippe“ erwacht zum 28. Mal

25.11.2019 - 11:58

Andernach. Richtfeste gibt es seit dem 14. Jahrhundert. Damals waren sie eine rituelle Form der Zinszahlung und Abgeltung von Arbeitsleistungen. Heute feiern Bauherren mit den Handwerkern, Helfern und Nachbarn aus Freude über den Baufortschritt, wenn der Rohbau ihres Gebäudes fertiggestellt und der Dachstuhl errichtet worden ist. So auch bei der „Lebenden Krippe“ im Andernacher Weihnachtsdorf. Deren Richtfest hat jedoch etwas Besonderes: Es findet in jedem Jahr aufs Neue statt. Schließlich muss der hölzerne, lebensgroße Stall nach Weihnachten wieder abgebaut und vor der nächsten Adventszeit erneut aufgebaut werden. Das geht schon seit 28 Jahren so. Traditionell feierten die Krippenbauer, die Stadtspitze sowie Mitarbeiter/innen von Andernach.net ein kleines Richtfest, bei dem sie sich wieder zufrieden zeigten mit dem Ergebnis des ehrenamtlichen Werkelns.

Die Krippenbauer der Prinzengarde, unterstützt von Mitarbeitern der Stadtverwaltung, zimmerten wieder den populären Stall, der den Akteuren des Krippenspiels und weiteren Programmpunkten im Weihnachtsdorf bis zum großen Fest als Kulisse und Bühne dienen wird. Zum landwirtschaftlichen Interieur der weihnachtlichen Szenerie zählen ab der Eröffnung auch Ziege, Schafe und ein Esel aus der Permakultur, die fachgerecht im eigens für sie hergestellten Anhänger jeweils zu den Aufführungen gebracht werden. Krippenspiel-Leiter Thomas Manstein, zugleich Kommandeur der Prinzengarde, sprach Walter Kesselem und seinem Bauteam sowie Werner Eller vom Technischen Bauamt seine Anerkennung für die Vollendung des Gemeinschaftswerkes aus. Oberbürgermeister Achim Hütten lobte die „Lebende Krippe“ als Element der Kontinuität und zeigte sich dankbar für das schon über fast drei Jahrzehnte treue Engagement. Traditionell brachte der Stadtchef eine Flasche Ramazzotti in die Feierrunde ein. Die fleißigen Handwerker erfreuten sich zudem mitgebrachter Präsente, einer schmackhaften Suppe und kühlen Biers.


Eintauchen in eine andere Welt


Am Freitag, 29. November, 15 Uhr werden sich erstmals wieder Besucher aus Nah und Fern an der Darstellung der Weihnachtsgeschichte in der „Lebenden Krippe“ des Weihnachtsdorfes auf Andernachs Marktplatz erfreuen können. Bis einschließlich Sonntag, 22. Dezember, wird dann die Weihnachtsgeschichte an jedem Freitag, Samstag und Sonntag um 15 und 18 Uhr dargestellt, eingebunden in ein Rahmenprogramm heimischer Gruppen, Chöre und Musiker sowie professioneller Unterhalter. Das Weihnachtsdorf mit seinen festlich dekorierten Holzbüdchen voller Geschenkideen und der großen einladenden beheizten Hütte, die dem leiblichen Wohl und der Geselligkeit dient, öffnet am Montag, 25. November. Das märchenhafte Dorf mit der anheimelnden Atmosphäre im Glühwein- und Mandelduft ist dann bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr geöffnet.

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Wally Karl:
Während in den Städten Aachen, Bonn und Wuppertal die Wähler noch den fantastischen Zukunftsplänen der Grünen huldigen, haben sich die Bürger von Mayen aus der Erfahrung der letzten Jahre, wieder dem Realismus des Machbaren zugewandt und die Grüne Stadtregierung mit deutlicher Mehrheit abgewählt.
Wally Karl:
Herzlichen Glückwunsch an den neuen OB und frohe Weihnachten für die Mayener Bürger, ein schlimmes Jahr geht gut zu Ende.
Günter Wittmer:
Es war fast zu erwarten, denn destruktiver konnte sich die CDU vor der Wahl wohl nicht verhalten. Dass die Suppe gerade der junge Herr Oliver Wahl als daran weitgehend Unbeteiligter mit auslöffeln muss und die Wahl ums Bürgermeisteramt verloren hat, finde ich persönlich sehr schade. Ich hätte mir einen solchen jungen Unternehmer aus Rheinbach wirklich für einen Neuanfang gewünscht. Ob sich der Verbund der Nicht-CDU-Parteien gegen ihn damit einen Schuss ins eigene Knie geleistet hat, wird sich zeigen. Dass von der CDU in die UWG abgewanderte Stadträte/-innen auch noch im neuen Rat sitzen können, ist für mich als parteiloser Bürger ein Unding schlechthin. Aber am Schluss erhält jedes Wahlvolk das verdiente Ergebnis - wohl bekommt's!
Günter Wittmer:
Dass Herr Oliver Wolf die Wahl verloren hat, muss sich die bisherige CDU ankreiden lassen. Destruktiver ging's wohl kaum. Meine Hoffnung lagen dennoch eindeutig bei dem daran eher unschuldigen Herrn Wolf. Einen solch jungen Unternehmer an der Spitze der Stadt hätte ich mir für den Neuanfang gewünscht - es kam fast erwartungsgemäß anders. Der Verbund aller Nicht-CDU-Parteien gegen Herrn Wolf könnte sich allerdings noch als Schuss ins eigene Knie herausstellen. Gleiches gilt für die Aufnahme der CDU-Abwanderer in die UWG, gerade weil Betroffene dadurch erneut in den Stadtrat gelangen konnten, für mich als Parteiloser völlig unverständlich. Aber wir Bürger haben jedes Wahlergebnis selbst bestimmt und damit uneingeschränkt verdient - dies gilt immer!
Manfred Mattick:
Wir alle werden sehen, welche Auswirkungen es hat, wenn sich vier Verlierer nur deshalb zusammen schließen, um der CDU zum ersten Mal den Bürgermeisterposten abzujagen. Petri Dank !!
Wally Karl:
Herzlichen Glückwunsch an den Bürgermeister.
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