Amarachukwu – Der Weltgebetstag in Sinzig
Sinzig. „Amarachukwu“: Als „Gottes Gnade“ (das bedeutet dieser Name) und Gottes Geschenk durften die Gäste den Weltgebetstag am 6. März in Sinzig erleben.
Und „Amarachukwu“ lautete auch der Name der jungen Nigerianerin, die die Gemeinde in ihrer Muttersprache Igbo begrüßte.
85 Menschen waren der Einladung zum Weltgebetstag und der Einladung Jesu gefolgt, die über diesem Tag stand: „Kommt, bringt eure Last! Ich will euch Ruhe schenken.“ Im Evangelischen Gemeindehaus am Dreifaltigkeitsweg war es also dicht gedrängt und lebendig. Die Musikgruppe, die sich jedes Jahr zum Weltgebetstag um Karin Baum-Schellberg sammelt, nahm die Gemeinde mit in die fremden, zum Teil nigerianischen Lieder, so dass bald alle die Lieder mit Ohrwurmpotential mitsingen konnten. Die drei Frauen-Geschichten, die Frauen des Teams vorstellten, entfalteten die Einladung Jesu – jede auf ihre Weise: Was hilft, wenn ich belastet, traurig, scheinbar rechtlos und ohne Hoffnung bin? Zusammenhalten, Solidarität hilft. Sich an Jesus erinnern hilft. Glauben und sich im Glauben immer wieder gegenseitig bestärken hilft. Dann das Leben in die eigene Hand nehmen, tun, was in den eigenen Kräften steht, hilft. Und auch, wenn das Leben der Frauen in Nigeria Welten entfernt ist von dem in Deutschland: Was hilft, was trägt, das ist hier wie dort ganz ähnlich.
Zum Weltgebetstag gehört das Zuhören und das gemeinsame Beten. Genauso gehört dazu aber auch das gemeinsame Tun. Schon im Gottesdienst hatten alle dazu mit der Kollekte eine Gelegenheit. Sie wurde eingesammelt für die Projekte, mit denen der Weltgebetstag auf der ganzen Welt Arbeit für Frieden und Gerechtigkeit und Projekte, die Frauen und Kinder stärken, unterstützt. Bei der Kollekte kamen 603,30 Euro zusammen.
Nach dem Gottesdienst waren alle eingeladen, zusammenzubleiben und die Speisen zu probieren, die das Team entweder nach Rezepten aus einem nigerianischen Kochbuch gekocht hatte oder mit dem sich die Köchinnen an nigerianische Gerichte oder nigeria-typische Zutaten angenähert hatten. Lecker war’s, und es ergaben sich viele Gespräche.
Im kommenden Jahr wird ein besonderer Weltgebetstag gefeiert: Dann erzählen nicht Frauen aus einem bestimmten Land von ihrem Leben und ihrem Glauben, sondern es wird das Jubiläum 100 Jahre Weltgebetstag gefeiert – 100 Jahre vereint im Gebet für Gerechtigkeit und Frieden. Auch dann werden wieder alle dazu eingeladen sein. Denn: Für Gerechtigkeit und Frieden zu beten und einzutreten, das bleibt immer aktuell und notwendig.
