Allgemeine Berichte | 03.08.2021

Bad Breisiger „Gold-Mädchen“ Ricarda Funk wieder daheim

Bad Breisigerin holt in Tokio erste Goldmedaille für Deutschland

Bad Breisig. Als die Bundeswehr-Sportsoldatin Ricarda Funk am Donnerstag letzter Woche abends auf dem Flughafen Frankfurt landete, wurde sie von einer Gruppe angereister Fans mit großem Jubel empfangen. Denn im Gepäck hatte die Slalom-Kanutin das Beste, das man in diesem Sommer von den olympischen Spielen aus Tokio mitbringen konnte, eine Goldmedaille - übrigens das erste Gold für die deutschen Olympioniken. Die Goldmedaille der Wildwasserspezialistin, die für den KSV Kreuznach startet, wurde in unserer Gegend besonders bejubelt, ist die 29-jährige doch in Bad Neuenahr-Ahrweiler zur Welt gekommen, hat in Bad Breisig und Remagen gewohnt, die Grundschule Bad Breisig besucht, ihr Abitur am Rheingymnasium Sinzig abgelegt und in Remagen beim WSV (Kanu- und Kayakklub Remagen e. V.) ihre große Karriere eingefädelt. Und obwohl sie ihren Alltag seit 2011 als Mitglied der Bundeswehr-Sportfördergruppe nach Augsburg (mit dem dortigen Eiskanal als Trainingsstrecke) verlagert hat, ist und bleibt ihre eigentliche Heimat Bad Breisig. Doch zurück zum Empfang am Frankfurter Flughafen. In der Gruppe der Begeisterten, die auf die Landung des Fliegers aus Tokio warteten, war auch Vater Thorsten Funk, der von einem Fernsehsender nach der Planung des ersten Abends daheim gefragt wurde: „Nachher werden wir irgendwann zuhause ankommen und dann gibt es erst einmal Mamas Frikadellen“, war die präzise Antwort. Mit Mama war natürlich Ricardas Mutter Claudia Funk gemeint. In der heimischen Vitrine glänzt bereits eine beachtliche Medaillensammlung, ergattert in diversen Weltmeister-, Weltcup- und Europameisterschaften. Aber olympisches Gold fehlte noch und erfüllte den langgehegten Traum der Ausnahme-Kanutin. Ricarda Funk selbst erzählte, dass sie sich auf die Familie, ihre Freunde und ein paar Wochen Freizeit freut. KMI

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