Akteure der „Klingenden Vordereifel“ begeisterten in der Langenfelder Halle

Bereits zum 20. Mal musizierte der Klangkörper für die Martinshilfe

19.03.2018 - 10:14

Langenfeld. Es sind schon alles begnadete und begeisterte Musikerinnen und Musiker, die Damen und Herren der im Klangkörper beteiligten Musikvereine, die sich am vergangenen Sonntag wieder zusammenfanden, um mit ihren Klängen zu begeistern und die Menschen in der Gemeindehalle von Langenfeld mit einem hervorragenden Konzert zu erfreuen. Und alle, ob Akteure, Zuhörer oder Fans, haben ein großes Herz für die Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind: Mit dem Konzerterlös und den Zuhörerspenden zugunsten der Martinshilfe soll schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Exzellent war die Organisation durch die Verantwortlichen des Musikvereins „Harmonie“ Langenfeld, aber auch die musikalische Leitung, die in den bewährten Händen der Dirigentin Hiltrud Schumacher lag. „Allein die fünf Proben plus die Satz- und Generalprobe haben uns allen sehr viel Spaß bereitet“, so Langenfelds Vorsitzende Waltraud Hoffmann. Zwei Flöten, acht Klarinetten, sechs Es-Altsaxophone, sechs Trompeten und Flügelhörner, drei Musiker am Schlagzeug, vier Tenor- und Bariton-Saxophone, vier Tenor- und Baritonhörner, drei Posaunen und drei Tuben gaben gemeinsam ein Klangerlebnis, wie es nur Könner auf die Bühne zaubern können.


Für jeden Geschmack


Hochkarätig war auch die Auswahl der von Birgit Theisen exzellent anmoderierten Musikstücke. „Wir haben für jeden Geschmack etwas dabei, sozusagen querbeet, nach dem Motto: was euch gefällt“, betonte Dirigentin Hiltrud Schumacher.

Und es gefiel den Besuchern in der prall gefüllten Gemeindehalle bestens, als die Musikerinnen und Musiker ihr Können, einem bunten Frühlingsstrauß gleich, unter der Moderation von Katrin Schumacher präsentierten. Da wurde schon das „Opening“ mit Richard Wagners „Sei uns gegrüßt“ nach der Bearbeitung von Siegmund Goldhammer zum Klangerlebnis. Diese feierliche Komposition entstand Anfang August 1844 binnen weniger Tage, als Wagner von der Rückkehr des sächsischen Königs Friedrich August II. aus England erfuhr. Es folgte eine Rock-Version der Toccata von Johann Sebastian Bach. Hierbei ist es dem Arrangeur Jan van Kraydonck, aber auch dem Orchester gelungen, die ganze Dramatik des Originals zu übernehmen. Herrlich dann die „Rot-Gold-Polka“ vom ehemaligen Kapellmeister von Tschecharanka, dem jetzigen Tenoristen von „Eine kleine Dorfmusik“ und wunderbaren burgenländischen Komponisten Thomas „Schiffko“ Zsivkovits. Mit dem „Sommermärchen“, einem Walzer von Frank Metzger, und den „Jungen Böhmischen“, folgte wieder ein Highlight im Programm.

Die Inspiration zu diesem Stück kam nicht aus einem bestimmten Moment heraus - vielmehr war es die schöne warme und sonnige Stimmung an diesem Tag der Komposition. Der nächste Beitrag, ein buntes Medley, erinnerte an Spitzenwerke des großen britischen Sängers und Songwriters Cat Stevens, exzellent intoniert. Ebenso effektvoll der „Trumpet Bolero“ von Marty Schreijenberg, genial vorgetragen der Tango „Katharina“ von Mario Bürki. Es folgte „Hawaii Five“ von Morton Stevens. Der Komponist vieler Filmmusiken erlangte internationale Bekanntheit mit der Titelmusik für die Fernsehserie „Hawaii Fünf Null“.


Aus einer Laune heraus


Als nächstes Musikstück folgte die Polka „Einfach so“ von Very Rickenbacher. Aus einer schönen Laune heraus hatte der Komponist diese spritzige und packende Polka - einfach so - geschrieben. Und dann eine weitere Kostbarkeit, sozusagen als musikalisches Sahnehäubchen: Der 1905 in Budapest entstandene Marsch „Die Regimentskinder“ von Julius Fucik gehört neben dem Florentiner Marsch wohl zu seinen bekanntesten Stücken. Und wer aufmerksam lauschte, der bemerkte bei dieser zeitgemäßen Bearbeitung von Siegfried Rundel auch die wirkungsvolle Passage mit dem „Pfeifen“. Die von allen erwartete Zugabe kam. Und was für eine. Den Fliegermarsch im Ernst-Mosch-Eggerländer-Sound hatten die Musiker als ihr Sahnehäubchen ausgesucht.

Die Fans der Musikanten erhoben sich zum Ende für die Akteure, quasi als Dank für deren musikalische Leistungen, von ihren Sitzplätzen. Großes Lob gab es gleich bei seiner Begrüßung vom Boss der Verbandsgemeinde Vordereifel, Bürgermeister Alfred Schomisch, dessen Vorvorgänger Dr. Alexander Saftig mit Fug und Recht als Gründervater dieser Konzerte für die Martinshilfe bezeichnet werden kann. „Hier sind insgesamt fast 60 Musikbegeisterte aus den sechs Musikvereinen Harmonie Langenfeld, St. Valerius Baar, den Booser Dorfmusikanten, der Burgkapelle Monreal, dem Waldecho Nachtsheim und der Eifelperle Weiler, darunter viele Jugendliche, musikalisch vereint. Dies zeigt mir, dass die Blasmusik innerhalb der Vordereifel sehr attraktiv ist. Sie verkörpert für mich ein ganz gewisses Gefühl von Heimat. Und wie ich mich bei den Proben selbst überzeugen konnte, gehen diese auf hohem künstlerischem Niveau agierenden Musikerinnen und Musiker gut vorbereitet in das wunderschöne Konzert“, so Schomisch. „Dabei hat es die Dirigentin Hiltrud Schumacher in hervorragender Weise verstanden, die verschiedenen Akteure innerhalb kurzer Zeit zu einem musikalischen Ganzen zu vereinen. Ich kann ihnen als Chef der Verbandsgemeinde Vordereifel versichern, dass ich das gemeinsame Musizieren dieses Orchesters sehr gern fortsetzen möchte.“


Ein eindeutiger Beweis


Dieses harmonische Miteinander sei ein eindeutiger Beweis, dass es auch den Akteuren großen Spaß macht, mit dabei zu sein. „Nicht zu vergessen ist dabei die große Anzahl von Probestunden für das musikalische Ereignis und der Einsatz aller Musiker“, resümierte Hiltrud Schumacher, die am Dirigentenpult eine hervorragende Arbeit ablieferte. Bürgermeister Schomisch bedankte sich auch bei Ortschef Christian Müller, der die Gemeindehalle zur Verfügung stellte, bei den Mitarbeitern der Verbandsgemeinde (besonders Michael Augel) sowie bei der Volksbank RheinAhrEifel als großer Förderer der Veranstaltung. Schomisch erwähnte aber auch die immerwährende Unterstützung der Kreissparkasse bei vielen Anliegen seiner Verwaltung im Jahresverlauf. BS

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Kommentare
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.
Michael Friscg:
@Antje Schulz: Die Forderung nach einer Maskenpflicht stammt von Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war sie durchaus berechtigt. Und vor allem war sie auf professionelle Masken bezogen. Das, was die meisten Leute jetzt benutzen, wird auch von Experten als wenig bis gar nicht hilfreich bezeichnet. Heute sogar vom Präsidenten der Bundesärztekammer:https://www.welt.de/vermischtes/article218369132/Corona-Aerztepraesident-zweifelt-an-Alltagsmasken-Kritik-von-Lauterbach. (Link von der Redaktion entfernt) Hinzu kommt, dass das Tragen im Unterricht noch einmal eine ganz andere Frage ist. Denn es ist eine enorme Belastung für unsere Kinder, stundenlang mit einer Maske in der Schule sitzen zu müssen, obwohl nachgewiesen ist, dass die Schulen keine Infektionstreiber sind. Das grenzt an Körperverletzung! Den Widerspruch, den Sie zu konstruieren versuchen, gibt es jedenfalls definitiv nicht!
Gabriele Friedrich:
In Deutschland gibt es zumindest derzeit keinen Grund zum feiern. Es ist mir unbegreiflich, das die Leute nicht die Zeit nutzen um zu Hause mal was zu machen. Es gibt so viel zu tun ...packt es an und bleibt daheim. Egoismus schlägt irgendwann zurück, wenn die Feiernasen selber dran kommen und krank werden.

Kleiderhaus schließt

Gabriele Friedrich:
Das ist ja klar, die Leute bekommen nun die finanzielle Unterstützung im ALGII und können prima damit zu KiK und Co. Ich würde weiter sammeln für Obdachlose, der Winter kommt !!! Kindersachen kann man ja ebenso in Flüchtlingsunterkünften abgeben oder einschweißen und aufheben- das geht ja weiter und hört nicht "heute" auf.
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