Abschied nach 24 Dienstjahren

Der Ettringer Bauhofleiter Karl Heinz Schuster en verabschiedet

Von seinen Kollegen erhielt er ein „Rentnerüberlebenskörbchen“

10.08.2020 - 11:57

Ettringen/Vordereifel. „Ich könnte über „meine Zeit“ für die Gemeinde Ettringen wahrlich ein Buch schreiben, so viel hätte ich zu berichten.

Aber rückblickend gesehen, waren es schöne Jahre, an die ich gerne, wenn auch mit etwas Wehmut zurückdenke, so Karl Heinz Schuster, der vor genau 24 Jahren vom damaligen Ettringer Ortsbürgermeister, Udo Mülhausen, eingestellt worden war, und dem dann die Verantwortung innerhalb der ganzen Aufgabenpalette des Bauhofes der Ortsgemeinde oblag. „Der Wasserhahn tropft, die Leitung im Keller ist undicht, Was ist mit der Schneeräumung? Et ess noch nix jestreut“, und vieles mehr, waren für Schuster und seine Mannschaft oft an der Tagesordnung.

Dabei sah er sich immer als Team. Seine Prämisse: Wir machen es zusammen richtig oder wir machen es zusammen falsch. „Ich stand dem Team zwar vor, aber ich alleine konnte vieles ohne meine engagierte Mannschaft nicht bewerkstelligen. Deshalb mein großer Dank an alle, die mich tatkräftig in meiner Zeit begleitet haben“, so Schuster zu „Blick aktuell“.

Auch in der Zeit als Ettringens Ortschef Gerd Heilmann hieß. Sein letzter Chef, Werner Spitzley, in dessen Ägide Schusters längste Amtszeit fällt, lobte den scheidenden Mitarbeiter Karl Heinz Schuster während einer kleinen Feierstunde für seinen Einsatz zum Wohle der Allgemeinheit: „Endlich hast Du es geschafft. Jetzt kannst Du jeden Tag genießen. Keinen Stress und keine Hektik mehr, nun hast Du Zeit für Deine Familie und Freunde. Wir alle danken Dir für 24 Jahre deiner Arbeit im Dienste unserer Ortsgemeinde“. Dann übergab er ihm, gemeinsam mit dem ersten Beigeordneten, Martin Winninger, und der Beigeordneten Anne Krämer-Wendel die Dankurkunde und übergab seiner Ehefrau Monika ein Blumengebinde. Als Nachfolger Schusters stellte Spitzley „den richtigen Mann, am richtigen Platz“, Stefan Schäfer vor, der bereits lange Jahre der Mannschaft des Ettringer Bauhofes angehört hat. Sichtlich gerührt blickte Karl Heinz Schuster kurz auf „seine Jahre“, oft unter anderen Gegebenheiten, zurück, dankte für das Vertrauensverhältnis mit „seinen Chefs“, Udo Mülhausen, Gerd Heilmann und jetzt Werner Spitzley, aber auch für das immer gute Miteinander mit den Gemeindsekretärinnen, Marita Schäfer und Beate Dietrich. Letztere hatte im Namen der „Kollegenmeute“ kurz ‚mal was vorbereitet‘:

„Das Rentnerleben, lass es Dir sagen kann manches mal auch ganz schön plagen. Wird Dir die Arbeit zu Hause zu viel

komm zu uns, dann hast Du leichtes Spiel

Wir danken Dir für die schöne Zeit

die keiner von uns je bereut

Du hinterlässt eine Lücke riesengroß

legst Du jetzt die Hände in den Schoß

Wir haben ein „Rentnerüberlebenskörbchen“ mitgebracht

und hoffen, das es Dir Freude macht“.

Karl Heinz Schuster zu „Blick aktuell“: „Manche Leute sagten schon mal auf Ettringer platt zu mir: „Batt mis Dau dann sejor Samstachs un Sonndachs off em Bauhoff“. Darauf Schuster: „Das war für mich so wie „mein“ Betrieb, meine Arbeit oder wenn man so will mein Hobby. Es war mit einem Wort gesagt: Mein Leben.“Bernd Schmitz

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Kommentare
Maria:
Wo soll denn das Geld herkommen???
Gabriele Friedrich:
Man kann es aber auch lassen, wenn einem beide Kandidaten nicht gefallen. Allerdings bei der Wahlbeteiligung ist es eh Hose wie Jacke.

Ächtung des N*Wortes

Gabriele Friedrich:
So ein Quatsch !
S. Schmidt:
Hey Jean, wie schrieb der Soziologe David Pinker: "Neue Begriffe zur Beschreibung von gesellschaftlichen Zuständen gelten nach einiger Zeit automatisch als diskriminierend und werden durch scheinbar unbelastete Neuschöpfungen ersetzt; die jedoch dann ihrerseits wieder als diskriminierend empfunden werden, solange sich die den Bezeichnungen zugrundeliegenden Objekte oder Verhältnisse nicht verändern." Hehe, irre linke Denkweise halt.
Jean Seligmann:
Zum Totalitären gehört es, die Wirklichkeit über die Sprache verbieten zu wollen, dadurch wird eine Atmosphäre von Unfreiheit und Hass geschaffen, die jede zwischenmenschliche Kommunikation stört.
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