Azubi- und Studientage in Koblenz feierten ihr 10-jähriges Jubiläum

Der Wegweiser durchs Berufe-Universum

02.05.2017 - 11:07

Koblenz. Auch die zehnte Auflage der azubi- und studientage in der Conlog-Arena Koblenz am vergangenen Wochenende, schreibt die Erfolgsgeschichte der größten Messe für Arbeit, Studium, Aus- und Weiterbildung in Rheinland-Pfalz weiter. Zahlreiche Schulklassen bildeten schon frühmorgens am Eröffnungstag lange Schlangen vor der Conlog-Arena. Kaum öffneten sich die Pforten, begann ein regelrechter Run auf die Stände der zahlreichen Aussteller. 110 Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Kammern informierten die Schüler an ihren Ständen und in persönlichen Gesprächen über rund 360 Bildungsangebote. „Wir sind sicher, hier findet jeder das Richtige für sich“, ist Veranstalter Frans Louis Isrif überzeugt. „Die azubi- & studientage Koblenz sind für alle Schüler und Absolventen eine gute Gelegenheit, die Weichen zum Traumberuf zu stellen“, betont Isrif, der sich in seiner Begrüßungsansprache zum zehnjährigen Jubiläum der Bildungsmesse bei den Besuchern, den Ausstellern und Kooperationspartnern für die gute Zusammenarbeit bedankt.

Schüler aller Abschlussklassen, aber auch junge Berufstätige hatten vor Ort die Möglichkeit, Informationen über Ausbildungsberufe, Studiengänge und alternative Möglichkeiten des Berufseinstiegs zu sammeln, und mit namhaften Unternehmen, Hochschulen, Berufsschulen Kammern, sowie Anbieter von Sprachreisen Kontakte zu knüpfen. Neben Informationen und Gesprächen boten viele Stände den künftigen Schulabgängern auch die Gelegenheit, praktische Erfahrungen zu sammeln. Wie beispielsweise der Aktionsstand der Handwerkskammer. Unter Anleitung konnten die Jugendlichen Brote backen, Fachwerkhäuser bauen oder sich in die CNC-Technik einweisen lassen. „Jeder darf hier alles ausprobieren und so in den jeweiligen Beruf hinein schnuppern“, sagt Kristina Schmidt von der HWK Koblenz, die den Gemeinschaftsstand mit der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein betreut. Dass auch Fensterputzen gelernt sein will, erfuhren die jungen Leute beim Praxistest an einem Übungsfenster der Gebäudereinigung Limbach GmbH. Gleichzeitig nutzten sie die Möglichkeit mehr über das Bewerbungsverfahren sowie die Aufstiegsmöglichkeiten im Gebäudereiniger-Handwerk zu erfahren.

„Die Messe ist auch für uns eine gute Gelegenheit, um Vorurteile vom Tisch zu wischen. Gebäudereiniger sind nämlich nicht „nur bessere Putzfrauen“, sondern echte Profis, die einer anspruchsvollen Tätigkeit nachgehen“, betont Astrid Limbach, Marketingleiterin des gleichnamigen Unternehmens.


Eine Messe, viele Möglichkeiten


Auch leicht anmutende Tätigkeiten, wie ein T-Shirt falten, stellte am Stand von Intersport Krumholz so manch einen vor eine große Herausforderung. „Ich habe es zwar in der Zeitvorgabe geschafft, doch leider war es nicht ordentlich genug“, gesteht Robert Greif aus Polch. Der 17-jährige Schüler ist auf der Suche nach einer Praktikumsstelle im Einzelhandel. Er sei aber auch offen für andere Gewerke, wie beispielsweise Tischler oder Fahrzeuglackierer und will sich auf der Messe bei den entsprechenden Ständen einen Überblick verschaffen. „Viele Jugendliche wollen sich mit der Entscheidung einer Ausbildung gerne Zeit lassen, da sie glauben, sie müssen den erlernten Beruf ein Leben lang ausüben“, sagte Comedian Osman Citir, der den IHK-Messestand moderierte. Eine abgeschlossene Ausbildung sei der erste Schritt zum Erfolg, so der gelernte Einzelhandelskaufmann, der in seinem Comedy-Programm erzählt, wie er damals den Weg in den Beruf gefunden hat. Dass eine Ausbildung erst der Anfang einer Karriere sein kann, betont auch Bernd Hammes, vom Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer. „Es gibt heute zahlreiche Möglichkeiten der Weiterbildung, die auf eine Ausbildung aufbauen“, verweist er insbesondere auf die vielfältigen Dualen Studiengänge.

Damit die Schüler auf der Messe möglichst viele Berufe kennenlernen, lockte der Durchstarter-Stand der IHK mit einem Gewinnspiel. Ein Laufzettel führte die Ausbildungssuchenden zu unterschiedlichen Stationen, an denen sie einen Beruf und ein Unternehmen kennenlernen und selbst etwas ausprobieren konnten. Wer ihn ausgefüllt an den Stand der „Durchstarter“ zurückbrachte, durfte sich über eine Belohnung freuen.


Informationen aus erster Hand


Gut frequentiert war auch die Eltern- und Lehrer-Lounge, die in diesem Jahr zu den Neuheiten der Messe zählte. Bei Vertretern von IHK, Handwerkskammer, Agentur für Arbeit und Dualen Hochschulen Rheinland-Pfalz, konnten sich Eltern und Lehrer alle aktuellen Informationen von den relevanten Akteuren einholen, und sich so auf den neuesten Stand zu bringen, was Ausbildungswege und Berufsperspektiven angeht.

„Die Jugendlichen stehen heute vor einer unendlichen Fülle von Ausbildungsmöglichkeiten“, weiß Ulrike Mohrs von der Bundesagentur für Arbeit. Deshalb sei es besonders wichtig, dass die Eltern ihnen als Vertrauensperson bei der Entscheidung in puncto Berufswahl zur Seite stünden.

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Kommentare
Harald Zobel:
Gute Ideen und Lösungsvorschläge, die in der Pandemie dienlich wären, interessieren viele Menschen nicht. Auch nicht wenn es um Kinder geht. Die physischen und psychischen Spätfolgen, die unsere Kinder durch das Tragen einer "Schutzmaske" erleiden, sind noch garnicht abschätzbar. Die Kritiker des Kommentars von Herrn Dr. Bollinger, glänzen vor allem durch Desinteresse und Halbwissen. Sie leisten hier keinen positiven Beitrag. Es geht wie immer nur um das diskreditieren der AfD, aufgebaut auf abgedroschenen Phrasen. Herr Dr. Bollinger und Herr Bleck sind hervorragende Politiker in Kommunal-, Landes-, und Bundespolitik. Sie interessieren sich noch für die Probleme der Bevölkerung. Was die Politiker der anderen Parteien in den letzten Jahren mit oder ohne "Abschluss" zustande gebracht haben, liest sich wie ein "Schwarzbuch der Politik" !
Patrick Baum:
@Antje Schulz, es ist völlig richtig, daß in der AfD Rheinland-Pfalz das Chaos herrscht. Nicht ohne Grund liegt die AfD in Rheinland-Pfalz in den aktuellen Umfragen zur Landtagswahl zum Glück deutlich unter ihrem Wahlergebnis von 2016. Der Grund dafür liegt in der katastrophalen Arbeit des AfD-Landesvorstands um die Führungspersonen Michael Frisch und Jan Bollinger. Inhaltlich hat die AfD Rheinland-Pfalz außer abstrusen Forderungen nichts zu bieten. Zum Leserkommentar von Natalie Bleck ist zu schreiben, daß diese auch eine AfD-Funktionärin ist. Sie ist auch die Ehefrau des AfD-Abgeordneten Andreas Bleck, der fast 20 Semester Semester erfolglos auf Lehramt studiert hat und jetzt ohne jeglichen Berufs- oder Studienabschluß im Bundestag sitzt.
Natalie Bleck:
Es nicht richtig, dass Herr Frisch die Maskenpflicht in Schulen befürwortet hat. Er sprach sich Ende April - als es noch deutlich weniger Daten zu Covid-19 gab - für eine Maskenpflicht im ÖPNV und beim Einkaufen aus. Und er hat kritisiert, dass die Landesregierung es versäumt hat, flächendeckend professionelle Schutzmasken für die Bevölkerung zu beschaffen. Und damit hat er Recht! Denn diese sind nun mal besser als selbstgenähte Baumwollmasken, wie erste Studien zeigen. Im Übrigen hatte die Regierung in den letzten Monaten ausreichend Zeit, Masken zu beschaffen und hat es wieder einmal versäumt.

Auf nach Bayern

juergen mueller:
Was heißt vor Kurzem? Eine mehrtägige Reise ausgerechnet nach Bayern, unter anderem nach Berchtesgaden. Interessant wäre zu erfahren, WER von den durchweg älteren Teilnehmern mittlerweile positiv getestet wurde bzw. entsprechende Symptome aufweist. Nicht immer auf den "Jungen" herumhacken - den "Alten" fehlt es ebenso an Vernunft, Einsicht und Rücksichtnahme. KEINER dieser Unvernünftigen trägt eine Maske, geschweige denn Abstand wird eingehalten. Wenn infiziert - dann bloß nicht jammern.
Baruch Zuckerfeld :
Faktisch haben selbst die Unprofessionelln Ermittlungen seitens der Polizei den Verdacht auf Kindesmissbrauch erhärtet männliche DNA wurde definitiv laut Kriminalbericht und des Arzt Berichts der mir auch vorliegt gefunden so wurden auch Rötungen und Hämatome gefunden fest gestellt zudem sind die Erlebnisse und Schilderungen der kleinen zu Detailgetreu als das man das erfinden würde
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