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Die Dierdorfer Autorin Michaela Abresch stellte ihr neues Werk „Kalt ruht die Nacht“ vor

Der Westerwald - ein mörderisches Land

Sechs regionale historische Krimigeschichten sorgen für Spannung

06.11.2017 - 11:27

Dierdorf. In ihrer Heimatstadt und in dem Ort, in dem viele ihrer bisherigen und auch eine der neuen Geschichten spielen, las die Dierdorfer Schriftstellerin Michaela Abrech aus ihrem neuen Buch „Kalt ruht die Nacht“ vor. Karl-August Heib vom Veranstalter der Lesung, dem Kulturkreis Dierdorf, begrüßte die knapp 100 Zuhörer in der „guten Stube“ der Stadt Dierdorf, der Alten Schule am Damm. Er begrüßte auch und stellte vor neben der Autorin auch den anwesenden Musiker Uwe Wagner, der die Lesung tonklingelnd auf seinem Hang-Instrument begleitete. In der Pause bestand Gelegenheit, sich ein signiertes Buch der Autorin zu kaufen. Katja Ziegler von „Gifts & More“ organisierte den Verkauf. Während der Lesung genossen die Zuhörer nicht nur die akustischen literarischen und musikalischen Bonbons des Abends, sondern auch leckere Weißweine, die vom Kulturkreis gereicht wurden.

1871 spielt die gelesene Geschichte, als der deutsch-französische Krieg gerade zu Ende gegangen war und das Schloss auf der Dierdorfer Schlossweiherinsel noch stand, aber nicht mehr bewohnt war, sondern als Lazarett für die Kriegsverwundeten genutzt wurde. Bei ihrer Recherche fand Michaela Abresch eine Karte der Stadt, auf der es noch ein Thiesgässchen gab. Thies war auch der Name ihres Vaters, deshalb nahm sie das Gässchen auf in die Geschichte „Schrei nicht, kleine Schwester“. Auch den „Sauplatz“, der in der Geschichte vorkommt, gibt es heute noch als Flurbezeichnung in Dierdorf. Die Hauptperson ist Lotte, ein nicht vom Leben begünstigtes Mädchen. Schon gleich nach der Geburt wird das hässliche Kind von der Mutter gemieden. Nur der Vater akzeptiert die Kleine. Nur alleine im Wald, beim Hüten der Schweine und mit den wilden Tieren dort, fühlt Lotte sich wohl. Hier passieren dramatische Dinge. Lotte rettet ein ertrinkendes Kind aus dem strömenden Holzbach. Gleichermaßen andächtig lauschten die Zuhörer mucksmäuschenstill der Lesung von Michaela Abresch wie dem in die Geschichte eingebauten Spiel Uwe Wagners.

Die Erzählung wird von Zeile zu Zeile spannender. Mit der Rettung aus dem Wasser nimmt die Dramatik erst richtig Fahrt auf. Und natürlich spielt der Holzbach, der damals wie heute durch Dierdorf fließt, immer wieder eine zentrale Rolle ein. Sehr gut passte die lokale Handlung in das historische Ambiente der vor vielen Jahren vom Dierdorfer Architekten Hans-Hermann Heydorn mit modernen ebenso wie mit traditionellen Gestaltungselementen aufwendig restaurierten ehemaligen Schule der Stadt. Fast fühlte man sich unter dem alten Eichenholzgebälk im Dachgeschoss der Alten Schule wie in der Holzhütte im Wald, in der Lotte das gerettete Kind versteckt. Mehr der Geschichte soll hier nicht verraten werden, um die Spannung beim Lesen nicht vorwegzunehmen. Denn das ist es unter anderem, was die Leserinnen und Leser an den Erzählungen von Michaela Abresch so lieben und weshalb ihre Bücher zu wahren Kassenschlagern geworden sind. So auch am Abend der Lesung in der Alten Schule, wo sich vor dem Signiertisch der Autorin eine Schlange mit Käuferinnen des neuesten Werkes der Dierdorfer Autorin gebildet hatte.


Authentischer Schreibstil fasziniert Leserschaft


Was sie an den Geschichten von Michaela Abresch so gut findet? Helga Risse muss für die Antwort nicht lange überlegen: „Die sind einfach super! Ich war schon auf vielen Lesungen von ihr. Ich habe keine verpasst, die sie hier in Dierdorf gemacht hat. Es ist ein Genuss ihr zuzuhören. ‚Schrei nicht, kleine Schwester‘, höre ich heute Abend zum ersten Mal. Ich bin fasziniert. Ihre Art zu schreiben ist so flüssig. Da ist nichts Gestelztes dabei. Sie schreibt so, wie sie auch sonst immer spricht. Ich kenne Michaela ja auch privat, deshalb kann ich das beurteilen.“ „Natürlich“, sagt Helga Risse, lasse sie sich das neue Buch auch von Michaela Abresch signieren: „Sonst fehlt ja ein Buch in meiner Sammlung.“

Alle Bücher der Dierdorfer Autorin besitzt auch Elisabeth Müller aus Dierdorf: „Das neueste Werk fehlt noch, deshalb wollte ich auch unbedingt zu Lesung kommen. Was sie schreibt, ist spannend, nachdenklich machend und unterhaltsam. Es könnte passieren, dass ich heute Nacht nicht schlafe, zumindest so lange nicht, bis ich das Ende dieser Geschichte gelesen habe. Aus der Perspektive selbst schreibender Autoren verfolgt das Schriftsteller-Ehepaar Rainer und Doris Litz die Lesung von Michaela Abresch in der Alten Schule. Sie sind an diesem Abend eigens dafür aus Neuwied gekommen. Rainer Litz sagt: „Ich weiß ja, wie sie schreibt. Ich habe auch schon andere Sachen von ihr in Lesungen gehört. Jetzt dieser Krimi ist natürlich schon etwas ganz anderes als das, was sie sonst schreibt, das war eher meditativ und weich. Was ich faszinierend finde, ist wie unterschiedlich Frauen und Männer schreiben können. Das ist auch zwischen mir und meiner Frau klar, dass wir sehr unterschiedliche Stile haben. Mir fällt schon auf, wie detailliert, weich und einfühlsam Michaela Abresch auch Krimis schreibt. Das werden die meisten Männer nicht können - oder auch nicht wollen! Diesen anderen Stil finde ich schön und interessant, denn es macht die Literatur bunt. Andernfalls wäre sie einförmig und eintönig. Ich finde es ganz toll, was die Michaela Abresch schreibt.“ Ein großes Kompliment, diesmal aus dem berufenem Munde eines selbst literarisch produzierenden Kollegen.


Lesestoff für kalte Tage


„Kalt ruht die Nacht“ mit sechs Geschichten die Spannung, Nervenkitzel und historisches Krimivergnügen versprechen zeigt den romantischen Westerwald in einem anderen Licht. Hier wird erwürgt, erstickt und Gift gemischt, in der Nähe des Klosters Seligenstatt, in Dernbach, im Daubacher Stelzenbachforst, im Märkerwald und im Schatten der Burg Grenzau. Das Buch mit 264 Seiten, erschienen im Acabus-Verlag, ist zum Preis von 14 Euro im Buchhandel erhältlich, auch als Kindle-Edition.

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Kommentare
Waltraud Joswig :
Komme aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus. Wage nicht zu sagen was ich seit Wochen denke wenn ich morgens die Zeitung lese. Schadet dem Image der Stadt und wo für?? Oder ist das schon Wahlkampf???
Daxi90:
Die mangelnde Bewegung ist auch für mich der entscheidende Punkt gewesen. Ich habe viel Aufwand betrieben um endlich schmerzfrei zu werden. Heute kann ich endlich sagen , dass ich dauerhaft schmerzfrei bin. Aktuell schreibe ich auch auf meinem Blog über meine Erfahrungen: https://rueckenschmerz-frei.com/

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Dario Tobler:
So sehr ich positive BErichterstatung auch mag, ist es der Sache gar nicht dienlich, wenn im Vorfeld nur halberzig recherchiert worden ist. Cannabidiol wird nicht aus den Samen gewonnen. Das öl aus den Samen ist Salatöl. CBD öl ist ein extrakt welcher mehrheitlich durch CO2 fraktion, Alkoholextraktion oder Butangas extraktion gewonnen wird. Weiter ist CBD öl nicht in jedem Fall rein biologisch. es ist zu 100% organisch aber in den meistenfällen konventionell hergestellt! Dann noch zur Substanz selbst: CBD kann in Artzneimitteln zum Einsatz kommen (Sativex), es kann zu kosmetischen Zwecken verarbeitet werden, ist nach juristischer Auffassung aber in erster Linie ein Lebensmittel. Deshalb bedingen die Produkte auch eine Novellfood registrierung damit sie als Lebensmittel und Lebensmittelzusatz legal verkehrsfähig sind. Grüsse von dem wahrhaften CBD BIOnier der Schweiz www.zitronic.ch
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