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Erntedankfest in Niederheckenbach gefeiert

Die Erntekrone erhielt in diesem Jahr Siegfried Ahrendt aus Beilstein

Nach der Ermländer Vesper in der Pfarrkirche St. Pankratius wurde im benachbarten Jugendheim gefeiert

Die Erntekrone erhielt in diesem
Jahr Siegfried Ahrendt aus Beilstein

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anja Neißner und die Heckenbacher Jugendlichen überreichten die Erntekrone in diesem Jahr an Siegfried Ahrendt aus Beilstein.Foto: Jost

05.10.2016 - 14:42

Heckenbach. Seit am 13. April 1950 in Ahrbrück 65 Familien aus dem Ermland aus dem Zug stiegen und kurz darauf ihre neuen Häuser und Höfe in den ausquartierten Dörfern des ehemaligen Luftwaffenübungsplatzes Ahrbrück einnahmen, gibt es dort den althergebrachten Brauch, verdienten Mitbürgern beim alljährlichen Erntedankfest die Erntekrone zu überreichen. Über 60 Jahre hatte sich darum die Ermlandgemeinschaft gekümmert, die aus diesem Anlass alljährlich ein großes Fest veranstaltete. Vor drei Jahren jedoch übernahm der Pfarrgemeinderat aufgrund von Nachwuchsproblemen das Fest, das daraufhin verkleinert und mit dem Pfarrfest zusammengelegt wurde. So wurde auch in diesem Jahr wieder die Tradition fortgeführt.


Frauen aus Cassel waren an der Reihe


Nachdem Pfarrer Volker Dupont schon am Morgen die heilige Festmesse in der Pfarrkirche St. Pankratius in Niederheckenbach gefeiert hatte, drehte sich am Nachmittag alles um das Ermländer Erntedankfest. So erklangen zunächst in der „Ermländer Vesper“ die geistlichen Lieder aus der alten Heimat, und Pfarrer Volker Dupont segnete den Erntedankaltar sowie die kunstvoll gebundene Erntekrone. Die war in diesem Jahr von den Frauen aus Cassel aus den vier Getreidearten Weizen, Roggen, Hafer und Gerste gebunden worden. Mit dem vom Musikverein Niederheckenbach angestimmten Schlusslied zog die Gemeinde in einem kleinen Festzug von der Kirche zum benachbarten Jugendheim, wo die Tische schon festlich gedeckt und mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen bestückt waren. Zu den Gästen zählten in diesem Jahr unter anderem die beiden Bürgermeister Achim Haag (Verbandsgemeinde Altenahr) und Johannes Bell (Verbandsgemeinde Brohltal).


Das Gesicht der Gemeinde geprägt


Nach dem Einzug der Erntekrone in den Saal tanzten die Heckenbacher Jugendlichen in Ermländer Trachten den traditionellen Bändertanz, bevor sie die Erntekrone an Siegfried Ahrendt aus Beilstein überreichten. In ihrer Laudatio hob die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Anja Neißner hervor, Ahrendt sei ein Mensch, der von sich aus die Initiative ergreife, Verantwortung übernehme und mehr tue, als er müsse. „Du hast maßgeblich dazu beigetragen, das Gesicht unserer Gemeinde zu prägen“, rief sie unter dem Beifall der Festgäste. Bereits 1965 sei der heute 83-jährige ehemalige selbstständige Landwirt am Bau der Kapelle im Ortsteil Beilstein beteiligt gewesen, in der er noch heute täglich mittags von Hand die Glocke läutet. Allerdings nicht genau um 12 Uhr, sondern um 11:50 Uhr – weil er selbst pünktlich um 12 Uhr zu Mittag isst, wie Neißner wusste. Von 1984 bis 2008 war Ahrendt Mitglied des Verwaltungsrates und dabei in die Renovierungen der Kirche in Blasweiler sowie der Kapelle in Cassel eingebunden. In seine Amtszeit fiel auch die Renovierung der Pfarrkirche in Niederheckenbach. Zudem war er auch noch viele Jahre Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Heckenbach und habe sich auch sonst aktiv am Dorfleben beteiligt.

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Kommentare
Uwe Klasen :
Zitat Jörg Zschimmer: "...aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben..." --- Noch unterirdischer kann ein Mensch kaum Argumentieren. Die Vertreter, Befürworter und Anhänger der sogenannten Energiewende und des, angeblich durch den Menschen verursachten, Klimawandels agieren fast wie Sektierer, Gegenargumente werden Bestenfalls angehört aber Abgelehnt!
Jörg Zschimmer:
Im Gegensatz zur zum Beispiel Braunkohlesubvention, werden die genannten Vereine nicht subventioniert. Das CO2 zur Photosynthese wichtig ist, ist nur bis zu bestimmten Konzentrationen richtig, danach geh der Ertrag rabide zurück - aber daran kann man ja dann den Flüchtlingen die Schuld geben...
Uwe Klasen :
Die Subventionsabgreifer und unsozialen Energieverteurer diskutieren wohl darüber wie sie die Verbraucher noch mehr schröpfen können! P.S. Kohlenstoffdioxid ist elementar Wichtig für die Photosynthese!
Uwe Klasen :
Ein Termin an einem Wochenende wäre vielleicht von Vorteil gewesen, so sind Berufstätige Radfahrer im Nachteil und gerade deren Erfahrungen und Kenntnisse könnten zusätzliche Informationen erbringen.
juergen mueller:
Das weiss man längst,dass die Stadt auf Radfahrer nicht eingestellt ist u.sich als TOP-Stadt mit der höchsten Arbeitsdichte in Rhld-Pfalz,damit verbunden eine Verkehrsdichte,Tendenz steigend,die mit der vielgepriesenen Attraktivität u.einer positiven Wahrnehmung nicht mehr viel gemein hat ... u.das Ende der Gier nach noch mehr Arbeitsplätzen ist nicht abzusehen, im Gegenteil.Dafür muss ein Stadtteil wie RÜBENACH bluten unter der Last einer unzumutbaren Verkehrsdichte mit all ihren negativen Folgen,auch gesundheitliche u.einem Entzug von Freizeit-/Erholungswert durch Flächennachfrage zur weiteren Ansiedlung von Gewerbe u.Industrie.Die neue Pfaffendorfer Brücke wird "natürlich mit einem breiten Radweg ausgestattet?" Ja,weiss man ebenfalls - mit unzureichenden 30 cm!Dieser angelaufene Paradigmenwechsel (besonders wichtig gehaltene Entwicklungen,Umbrüche) hat sich damit spätestens erledigt.Die Politik hat halt die Macht Vertrautheit zu zerstören.
Olaf Erdmann:
Der sich rsant vollziehende Wandel in unserer Gesellschaft ist weder eine Laune noch Verlust von Pietät, sondern Teil des Gesamtgesellschaftslichen Veränderungsprozesses. Friedhöfe z.B. markieren für mich die unüberbrückbare Linie zwischen "Sein und Nichtsein", zwischen "Leben und Tod", zwischen "Zeit und Ewigkeit". Alle Menschen kennen diese Grenze, die das Leben vom Tod, die die Lebenden von den Toten trennt und deutlich unterscheidet. Ein offener Dialog in unserer Gesellschaft zu diesem Thema ist daher ein hohes GUT.
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