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Karneval der jecken Damen im Kreis Ahrweiler

Die Kreis-Landfrauen feierten im bunten Karnevalszwirn ausgiebig Fastelovend

Hoher Besuch und ein humoristischer Knaller nach dem anderen vergnügten die Landfrauen in Barweiler

07.02.2018 - 09:05

Barweiler. Seit über drei Jahrzehnten gehört der Freitag vor Karneval den Landfrauen, die auch diesmal wieder im bunten Karnevalszwirn die Narrhalla Hüllen in Barweiler fest im Griff hatten. Da waren sie alle wieder angereist aus dem Ahrtal, der Eifel und dem Brohltal um gemeinsam zünftig Karneval zu feiern.

Wie in all den Jahren zuvor hatte der „Stimmungsschubser“, wie die Kreisvorsitzende Ingrid Strohe den Alleinunterhalter Dieter Müller aus Nohn liebevoll nennt, bereits vor dem offiziellen karnevalistischen Programm die Damenwelt aufgerüttelt und mit Schunkel- und Stimmungsliedern so richtig in Wallung gebracht. Da eroberten sie auch bereits die Tanzfläche und zeigten prachtvoll, was sie zu bieten hatten, denn ein schmuckes und fantasievolles Faschingskostüm ist geradezu Pflicht beim Landfrauenkarneval, da die schönsten Kostüme alljährlich prämiert und mit Preisen von der Jury ausgezeichnet werden.

Aber auch der Orden für all die Aktiven, die mit ihren Büttenreden, Tänzen und Klamauk das Stimmungsbarometer über Stunden hinweg am kochen hielten, war in mühevoller Handarbeit wieder von Marlene Birk-Schmitz aus Antweiler hergestellt und liebevoll gefertigt worden. Die flotten Sprüche im heimischen Dialekt sprudelten aus der Ortsvertreterin aus Barweiler, Hildegard Wagner so heraus, als sie einen Programmpunkt nach dem nächsten ankündigte. Aber zuerst einmal gab es den karnevalistischen Willkommensgruß der Vorsitzenden Ingrid Strohe, die mit einem kräftigen „Landfrauen Alaaf“ den Sitzungsmarathon eröffnete.

Zum Auftakt ließen die Trainerinnen Dagmar Hoffmann und Petra Wurst aus Schuld die Kindergarde tanzen, bevor dann Gisela Ohlenhard ihre neue verführerische Mode aus Paris vorstellte und das mit viel Witz und Humor, sodass auch die Zwerchfelle der Landfrauen so richtig in Wallung gerieten. Im Reigen der prachtvollen Funken- und Showtänze forderten die Damen immer wieder die Zugabe, bevor sie selber zur Tanzrunde gebeten wurden um das Kostüm der Jury zu präsentieren, da ja die Schönsten am Abend einen Präsentkorb mit nach Hause nehmen konnten.

Immer wieder waren Lachsalven im Narrensaal zu hören, wobei auch die Lachtränchen über die geschminkten Wangen rollten, wenn mal wieder ein Urgestein der Landfrauennarretei in der Bütt stand. Dazu gehört seit über 13 Jahren Irmgard Stenz aus Wiesemscheid, unverkennbar mit dem weißen Ferienhut und einem ganzen Paket humoristischer Beiträge, die sie gekonnt einsetzte und dabei den Zwerchfellen der Frauen keine Pause gönnte.

Seit vier Jahren gehören auch Gabi Wagner und Anne Peters aus Ahrbrück zu den Garanten des Frohsinns, die es auch jetzt wieder verstanden, die Lachmuskeln der Frauen mit ihrem lustigen Zwiegespräch gewaltig zu durchzukneten.

Vielleich war es ihrem jugendlichen Leichtsinn geschuldet, dass sich die Nachwuchskarnevalisten René Wirfs und Florian Pfeffer aus Barweiler in die vollbesetzte närrische Höhle der Landfrauen trauten und mit ihrem Zwiegespräch schnell die Narrenherzen eroberten.

In diese aufgeheizte Stimmung hinein bevölkerte der AKG Ahrweiler die Bühne der Narrhalla Hüllen mit dem Prinzenpaar Prinzessin Marlene I. und Prinz Rolf I. samt großem Gefolge und dem Vorsitzenden Udo Willerscheid sowie Sitzungspräsident Udo Groß. Zur Freude der Landfrauen tanzten die Großen Funken, wobei sich die staatse Kerls der Stadtgarde dem Kommando des Kommandanten Frank Adeneuer unterwarfen und das gekonnt mit Stippeföttche.

So aufgewühlt und noch die letzte Lachsalve im Halse steckend ging es auch schon wieder mit Witz und Humor weiter. Da wurde dann auch das Altenheim nicht ausgespart mit der Morgentoilette in Reih und Glied, um Kosten zu sparen – allerdings ging das ganz zu Kosten der Närrinnen, die mal wieder kräftig vom Humor gekitzelt wurden.

Wie in all den Jahren zuvor gab es auch diesmal wieder Besuch der Tollitäten aus Barweiler, als Prinz Martin I. mit seiner Prinzessin Melanie I. mit Gefolge und dem diesjährigen Kinder-Dreigestirn Prinz Lara, Bauer Anna Sophie und Jungfrau Leonie in den Saal einzogen und die Landfrauen sie jubelnd empfingen.

Mit dem Auftritt vom Barweiler Männerballett als Pizzabäcker und der Showtanzgruppe Caipirinha mit ihrem bravourösen Auftritt „Charleston – die goldenen 20er Jahre“ ging die stimmungsgeladene Sitzung der Kreislandfrauen am späten Abend so langsam dem Ende zu. Da stand für alle fest: Im nächsten Jahr sehen wir uns wieder. UM

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Kommentare
Armin Linden:
Fest steht, das der Kreis AW. mittlerweile bereits das grösste Altersheim im nördlichen RP. darstellt. In der Hoch-Eifel bereitsganze Gebiete "€ntvölkert". Das war vor 3O J. noch anders. Junge Leute - speziell Deutsche - gut ausgebildet, wandern aus. Die Gründe für Insider teils klar. Eine Migration enorm im Zulauf im AW.-Kreis. die Ökonomie des €. bestimmt dort die Einstellung & Gesinnung ! Industrie in MY-KO. auch weit grösser. Ich fürchte, die nächsten 2O J. wird sich vieles ändern. Besonders die völlige Unterschätzung u. das Ausbluten der "Eigenen Systeme" in der Migration. Für "eigene Landsleute u. Studenten" gab es keine Bürgen mit Winke.Winke.Syndrom. Das dürfe u. müsste auch dem BlickAktuell bekannt sein. Soviel Charakter sollte sein. Auch in der Veröffentlichung. A.L.
Armin Linden:
Das Thema, ist + wird in der Zukunft NICHT vom Tische sein. Auch selbst in der CDU gibt es - ausserhalb RP.- genügend Fachleute, die noch in der Realität zu Hause sind. Die Demographie im Kr. AW. ist dermaßen hoch, die Ausdünnung in der Besiedlung (Land) gravierend. In der Eifel, teils "Leer-Raum". In BNA - kaum Kinder u. Jugendliche mehr ! Außer Migration.- Gründe wohl Ökonomischer Natur. Das Kulturprogramm (Rollator-Krankenstühle) ausgerichtet. Der Vorteil Mayen-Koblenz allerdings, wesentlich mehr Industrie & Junge Leute ! Es sind rd. 4 Millionen gut ausgebildete JUNGE Deutsche Mädchen u. Jungs, nach der UNI bereits ausgewandert. Österreich - CH - Alle Nordländer - USA. Man lebt besser. Verdient mehr. Rente Faktor 3-5 ! Medizin (Privat). Nein, für vieles ist es leider zu spät. Der AW-Kreis wird zu den abgehängten einmal zählen. Auch die SPD.FDP wusste es. Sorgte aber für den Aufschwung West.Nord Africa - Maroco -Syrien.Lybien. Damit ist in England jetzt Schluss !
Uwe Klasen:
So sollten Schüler und Studenten für die Zukunft sorgen, mit Erfindungen und guten Ideen das Land und die Menschheit voran bringen und nicht sich instrumentalisieren lassen zum sogenannten "Friday for Future"!
juergen mueller:
Es geht hier nicht um Verteufelung, sondern einzig und alleine darum, dieser Veranstaltung etwas positives abzugewinnen, was ich nicht tue. Anstatt auf die Strasse zu gehen und Transparente hochzuhalten oder Sprüche (wie die von Anne) vom Stapel zu lassen, gibt es in vielfältiger Weise Dinge, etwas für EURE Zukunft zu tun, ohne laut zu werden. Laut ist unsere heutige Jugend eh schon bis zur Unerträglichkeit und zwar ohne positive Ergebnisse. Dass meine Generation eure Zukunft klaut ist ganz einfach nur das Ergebnis von Faulheit beim Denken. Ihr macht es euch zu einfach, wenn ihr denkt, wenn ihr auf die Strasse geht, dass sich dadurch etwas ändert. Steht ihr irgendwann einmal im Berufsleben (oder auch nicht), dann ist für viele von euch nur noch eines wichtig - dass es euch persönlich gut geht ... hierbei an andere zu denken, das ist dann nebensächlich u.egal ... das nennt man fortschreitende negative Entwicklung unserer Gesellschaft im ICH-Denken.
Anne:
Also an alle die schreiben das wir schwänzen. Nein das tun wir nicht! Wir haben unsere Lehrer und Direktoren gefragt und die haben dies ausdrücklich unterstützt und beführwortet. Uns liegt etwas an unserer Zukunft. Wir waren da, Wir waren laut, Weil Ihr unsere Zukunft klaut!
Lara :
Schade, dass die Aktion anscheinend so verteufelt wird. Es geht nicht um Lernverweigerung, sondern darum ein Zeichen zu setzten! Ich finde, dass vier Stunden Unterricht nicht mit dem Einsatz für unsere (!) Zukunft in Relation zu setzten ist. Waren zum allergrößten Teil engagierte Jugendliche, die ein ernstes Interesse haben :-)
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