Allgemeine Berichte | 22.12.2020, 13:33 Uhr

Seit 2010 ist Ulf Stürmer als „Lesemann“ in Schulen unterwegs

Die Wichtigkeit des „Vorlesens“

Der „Lesemann“ Ulf Stürmer. Foto: HH

Koblenz. Wer ihn kennt, spürt sofort seine Leidenschaft am Lesen.

Als „Lesemann“ kann er somit auf eine erfolgreiche Vorlesezeit zurückblicken.

Da ihn das Lesen schon immer faszinierte, nahm er bei der Stiftung Lesen an einem Seminar mit dem Titel: „Vorlesen und Erzählen“ teil, und konnte so dass Erlernte im gleichen Jahr am bundesweiten Vorlesetag an der „Regenbogen Grundschule“ in Koblenz-Lützel als Vorleser umsetzen. Viele Kinder mit Migrationshintergrund die diese Schule besuchen, profitieren vor allem vom Vorlesen, denn es bringt ihnen die Sprache in ruhiger Atmosphäre, näher.

„Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Fantasie“ (James Daniel)

Die Wichtigkeit des Vorlesens ist ein Hauptmerkmal, und steht an oberster Stelle, da im Vorlesen der Schlüssel zur Bildung zu finden ist. Durch das Geschriebene wird die Phantasie angeregt, es fördert die sprachlichen Fähigkeiten, das Denkvermögen, es erweitert das Wissen und öffnet Horizonte. Das Vorlesen bildet den Grundstein für die Leselust.

Das Lesen ist die wichtigste Kulturtechnik, noch vor Schreiben und Rechnen.

Leider war in diesem Jahr aufgrund des Corona-Virus für den „Lesemann“ Ulf Stürmer im Februar erst einmal Schluss. Noch vor Corona entwickelte er aber entsprechende Vorlesetechniken, um die Aufmerksamkeit der jungen Zuhörer zu gewinnen. Hierbei versuchte er die Geschichten nicht nur interaktiv „rüberzubringen“, sondern versuchte in seinen Geschichten die fünf Sinne (Hören, Sehen, Riechen, Fühlen und Schmecken) mit einzubeziehen. Seine langjährige Leseerfahrung hat nämlich gezeigt, dass es Kindern oftmals schwer fällt nur Vorgelesenes (Hören) im Kopf umzusetzen, sprich die eigene Phantasie zu benutzen.

Da er seit März die Schulen nicht besuchen kann, hat er mit dem Kinderschutzbund Koblenz als Kooperationspartner noch vor Ostern die Aktion „Post für Dich – mach mit!“ gestartet. Mit dieser Aktion konnten Kinderbilderbücher an 17 Kinder verschickt werden, die vom Kinderschutzbund betreut und unterstützt werden. Briefe mit einem Sondersticker, mit dem kleinen Frosch (Motiv von Janosch), wurde diesen Büchern beigelegt. Wichtig war in erster Linie, dass die Kinder die Bücher behalten durften.

Das es ihm nicht mehr nur um das Vorlesen geht, zeigt, dass er auch mittlerweile selbst ein Kinderbuch geschrieben hat mit dem Titel: „Der Pfannkuchenmann“. In dieser modernen Geschichte geht es um einen dicken sprechenden Pfannkuchenmann, mit dem ein Kind Freundschaft schließt.

Im kommenden Jahr, wenn es Corona erlaubt, möchte er beim Sommerfest in Lützel eine Geschichte, die man essen kann, in Verbindung mit einem Pfannkuchenrennen, vorlesen.

Sein größter Wunsch und Ziel ist es, in ca. zwei Jahren mit zwei Kooperationspartnern vor Ort 25 Vorlesepatinnen und -paten für 25 Grundschulen zu gewinnen. Das Projekt „252525“ sollte noch in diesem Jahr in der Schulleiterrunde vorgestellt werden.

Der „Lesemann“ Ulf Stürmer. Foto: HH

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Dauerauftrag Imageanzeige
Imageanzeige Werbeplan 2026
Anzeige Dentino Club
Titel plus Innenteil
Sonderseite Pellenzer Lehrstellen- ind Ausbildungsmesse
Kirmes Ettringen 2026
50 Jahre Jugendfeuerwehr Weißenthurm
Kirmes Ettringen 2026
Empfohlene Artikel
Die Stadtbibliothek muss umziehen
33

Die Stadtbibliothek muss umziehen. Wenn der Neubau im Bad Neuenahrer Kurpark im nächsten Jahr steht, sind die Tage der Stadtbibliothek nach 55 Jahren im bisherigen Standort Willibrodusstraße 1 gezählt. Die ganze Geschichte jetzt lesen im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Daniel Ramershoven dankt den Kunden und seinen Mitarbeitern*innen für die Jahrzehntelange Treue.
2240

- Anzeige -Traditionsunternehmen Ramershoven schließt seine Geschäfte am Marktplatz

Ein Stück Mayen sagt leise „Auf Wiedersehen“

Mayen. Es ist eine Nachricht, die viele Menschen in Mayen mit Wehmut aufgenommen haben: Das traditionsreiche Unternehmen Ramershoven wird seine beiden Geschäfte am Mayener Marktplatz zum 31. Oktober 2026 schließen. Damit endet eine lange und prägende Geschichte des stationären Einzelhandels in der Innenstadt.

Weiterlesen