Allgemeine Berichte | 24.04.2017

Gemütlichkeit ist Trumpf beim Frühlingsfest des Frauenchors

Ein geselliges Dorf lässt es ruhig angehen

In der Alten Schule in Bonefeld wurden leckere Kuchen und Gegrilltes serviert - Verein hat noch 16 Sängerinnen

Seit fünf Jahren wird das Frühlingsfest des Frauenchors in der Alten Schule ausgerichtet. Die Besucher schätzen die Gemütlichkeit und nutzen das Fest, Freunde und Bekannte zu treffen. KER

Bonefeld. Würde die Außentemperatur pro Person berechnet, wären frühlingshafte Temperaturen dabei raus gekommen. So aber mussten sich die Veranstalter und Besucher des Frühlingsfestes in Bonefeld mit vorfrühlingshaften sieben Grad begnügen. Zum Glück standen für den Nachmittag die gemütlichen Räumlichkeiten der Alten Schule zur Verfügung, in denen die Damen des Frauenchores das reichhaltige Kuchenbuffet aufgebaut hatten und den frischen Kaffee servierten. Für den Frauenchor Bonefeld ist es eine der größeren Veranstaltungen im Jahr. Auf große öffentliche Auftritte verzichten die Damen bereits seit einiger Zeit. Gesungen wird aber immer noch wöchentlich donnerstags und mit Begeisterung unter der Leitung von Oliver Reinhard. Das Frühlingsfest in dieser Form gibt es seit fünf Jahren. Eingeladen sind alle Mitbürger im Ort, gleich welchen Alters. Für die Kinder haben die Frauen Spiele und Beschäftigungsmöglichkeiten in einem Nebenraum der Alten Schule vorbereitet. Um 14.30 Uhr startet das Fest mit Kaffee und Kuchen, später wird auf dem Schulhof der Grill angeworfen. Dort gibt es auch kühle und belebende Getränke.

Einheimische beweisen Sitzfleisch

Nicht selten entwickelt sich die Stimmung hier so gut, berichtet Ortsbürgermeisterin Claudia Runkel, dass die letzten Besucher das Fest erst lange nach Einbruch der Dunkelheit verlassen: „Bonefeld ist ja ein geselliges Dorf. Und wenn die Leute zum Dämmerschoppen kommen, kann es durchaus passieren, dass es zehn, elf oder zwölf Uhr wird, bis die letzten wieder gehen.“ Ein festes Programm für das Frühlingsfest gibt es nicht. Es bietet einfach reichlich Gelegenheit, sich mit Freunden und Bekannten zum geselligen Austausch zu treffen oder eben neue Freunde und Bekannte kennenzulernen. Die Besucherzahl beim Frühlingsfest hängt immer auch ein bisschen vom tageaktuellen Wetter ab. Wenn die Sonne scheint und das Thermometer über die 10-Grad-Marke klettert, dann ist auch schon mal der Hof voll, erinnern sich Damen vom Frauenchor. Wandergruppen setzen sich die Veranstaltung zum Ziel und legen in Bonefeld ihre Rast ein.

Über 100 Mitglieder und 50 aktive Sängerinnen- das war einmal

Die große aktive Zeit des Bonefelder Frauenchors liegt schon etwas zurück. 16 Mitglieder hat die Gruppe momentan, und der Altersdurchschnitt ist in der Vergangenheit deutlich gestiegen. Den Chor gibt es schon seit 32 Jahren. Anfangs hatte der Verein über 100 Mitglieder, weiß Claudia Runkel. Dabei waren die passiven natürlich mitgezählt. Aber immerhin 50 aktive Sängerinnen zählte der Frauenchor Bonefeld in seiner Glanzzeit. 2014 starb der langjährige Dirigent Uwe Hürland. In seine Fußstapfen ist Oliver Reinhard getreten. Über einen Zusammenschluss mit dem Bonefelder Männerchor haben die Frauen schon nachgedacht. Sie kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass damit die Zukunft nicht gesichert werden kann, weil auch den Männerchor Nachwuchs- und Überalterungssorgen plagen. So traurig diese Entwicklung sein mag, in Bonefeld gibt es dennoch ein reges Vereins- und Gemeinschaftsleben. Ortsbürgermeisterin Claudia Runkel zählt auf: „Wir haben den Burschenverein, die alten Burschen, den Akkordeonclub, den Schützenverein, den Turn- und Sportverein, den Burverein und die Theatergruppe. Hier ist einiges los im Dorf.“ Da darf es beim Frühlingsfest des Frauenchors ruhig mal etwas gemütlicher zugehen.

Ein geselliges Dorf lässt es ruhig angehen

Ein geselliges Dorf lässt es ruhig angehen

Ein geselliges Dorf lässt es ruhig angehen

Seit fünf Jahren wird das Frühlingsfest des Frauenchors in der Alten Schule ausgerichtet. Die Besucher schätzen die Gemütlichkeit und nutzen das Fest, Freunde und Bekannte zu treffen. Fotos: KER

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