Jahresabschluss-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Kottenheim mit den Feuerwehren aus Kehrig, Monreal und Reudelsterz

Floriansjünger demonstrieren enorme Schlagkraft

21.10.2019 - 10:07

Kottenheim. Na also, wie heißt es doch so schön: „Gemeinsamkeit macht stark“. Und dies gilt auch für die Frauen und Männer, die Tag und Nacht für uns alle da sind, die Menschen, die ständig nach ihrem Wahlspruch „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ agieren. So auch bei der Jahresabschluss-Übung der Freiwilligen Feuerwehr Kottenheim, die als Gemeinschaftsübung mit den Feuerwehren aus Kehrig, Monreal und Reudelsterz durchgeführt wurde.

15 Uhr in Kottenheim am vergangenen Samstag: Nasskalte Witterung, Nieselregen. „Wir können uns das Wetter nie aussuchen. Unsere Einsätze können bei Wind, Regen, Hagelschlag oder brüllender Hitze sein. Dagegen sind wir nicht gefeit“, so Einsatzleiter und „Boss“ der Kottenheimer Wehr Jörg Spurzem zu „BLICK aktuell“. Durch Funkmeldeempfänger und dreimaliges Sirenensignal wurden die Floriansjünger des Ortes alarmiert. Großalarm auf dem Areal des Kottenheimer „Rolf Franzen Business Parks“ im Industriegebiet an der Hausener Straße. Durch einen Kopiererbrand im Bürogebäude, der bereits vor der ersten Meldung an die Rettungsleitstelle auf die Produktionshalle übergegriffen hatte, war es zu einer Durchzündung des Daches gekommen. Hier galt es, besonders auf die installierte Photovoltaik-Anlage zu achten.

Minuten später rasten bereits die Kottenheimer Floriansjünger mit ihren Fahrzeugen auf das Firmengelände, auf dem viele beobachtendende Bürgerinnen und Bürger – darunter auch Landrat Dr. Alexander Saftig, VG Bürgermeister Alfred Schomisch, Kottenheims Ortschef Thomas Braunstein, Ehrenbürger Toni Schüller und VG Wehrleiter Peter Ott – den Feuerwehrleuten ihren Respekt zollten.


Fünf Personen vermisst!


Aktuelle Lage: Fünf Personen wurden in den Gebäuden vermisst. Die Suche nach ihnen gestaltete sich nicht einfach, da das Hauptgebäude durch die immense Rauchentwicklung stark verqualmt war. Bereits auf der Anfahrt hatte Einsatzleiter Jörg Spurzem mit viel Weitsicht die Kameraden der Feuerwehren aus Kehrig, Reudelsterz und Monreal sowie das Einsatzfahrzeug der Verbandsgemeinde Vordereifel nachalarmiert. Dies war auch erforderlich, denn beim Eintreffen des Tanklöschfahrzeugs schlugen die Flammen bereits sehr hoch. Dann ging alles wie am Schnürchen: Vermisstensuche, Innen- und Außenangriff sowie Rauchgasbefreiung in den Räumen durch Hochdrucklüfter. Die Besatzung des Löschgruppenfahrzeuges hatte vorab die Aufgabe der Löschwasserversorgung. Hierzu wurde eine lange Transportleitung aus der Hausenerstrasse mittels Schlauchanhänger verlegt. Die Kottenheimer Kameraden unter Einsatzleiter Jörg Spurzem und die nachrückenden Wehren hatten mit Wehrführer und Abschnittsleiter Michael Michels (Abschnitt 1) sowie Horst Steffens (Abschnitt 2) für Personensuche und Bereitstellung von Sicherungstrupps im Einsatzabschnitt „Produktionshalle“ zu sorgen. Hier wurden ebenfalls Personen vermutet, was von den eingesetzten Atemschutztrupps nach kurzer Zeit auch bestätigt werden konnte. Es erfolgte ein umfassender Außenangriff sowie die Abschirmung des Nachbargebäudes.

„Tolle Arbeit!“, lobten die Zuschauer, die allerdings bald merkten, dass es sich zum Glück nicht um einen realen Einsatz, sondern um eine Gemeinschaftsübung handelte. Nach einem massiven Einsatz von 12 C-Rohren und vier Atemschutztrupps sowie der Betreuung der aufgefundenen Personen am Mannschaftstransportfahrzeug Kehrig, konnte Einsatzleiter Jörg Spurzem gegen 16 Uhr „Feuer aus“ an den VG-Wehrleiter Peter Ott melden. Klar, dass alle Anwesenden die verantwortungsvolle Arbeit der 50 eingesetzten Wehrmänner mit kräftigem Applaus würdigten.


Wehren verfügen über hohen Ausbildungsstand


In der anschließenden Nachbesprechung wurde den Wehren ein hoher Ausbildungsstand bescheinigt. Wehrleiter Peter Ott, Bürgermeister Alfred Schomisch und auch Ortsbürgermeister Thomas Braunstein zeigten sich sehr erfreut über solche Gemeinschaftsübungen sowie über die Anwesenheit aller Ortschefs der beteiligten Wehren: „Das war wieder einmal spitze, was die Frauen und Männer, die für unser aller Sicherheit im Einsatz sind, gezeigt haben“. Landrat Dr Alexander Saftig brachte es gegenüber unserer Zeitung auf den Punkt: „Ich komme gerne zu den Feuerwehren, um mir eine wahre ‚Leistungsschau‘ anzusehen, weil ich weiß, wenn wir in die schwierige Situation geraten, diese Männer und Frauen sind für uns da. Sie üben ein ganzes Jahr lang, und deshalb ist die Abschlussübung ein Spiegelbild ihrer Leistung. Und sie dokumentieren damit, wieso der Einsatz von öffentlichen Geldern gerechtfertigt ist“.

Wehrführer und Übungsleiter Jörg Spurzem bedankte sich besonders beim Geschäftsführer des Business-Parks Jürgen Krämer als Firmenvertreter für die spontane Bereitstellung des Übungsobjektes und die gute Zusammenarbeit. Krämer lud alle Kameraden – 50 waren insgesamt mit zehn Fahrzeugen im Einsatz – zu einem deftigen Imbiss im Feuerwehrdepot ein. BS

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