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„Start 2020“ in der Andernacher Mittelrheinhalle

Großer Andrang bei der Ausbildungs- und Studienmesse

19.08.2019 - 10:27

Andernach. Auch die dritte Auflage der Ausbildungs- und Studienmesse, die am vergangenen Freitag unter dem Motto „Start 2020“ an den Start ging, fand bei Ausstellern und Schülern gleichermaßen Anklang. Mehr als 40 Betriebe und Hochschulen aus der Region präsentierten sich in der Andernacher Mittelrheinhalle auf der von der städtischen Gesellschaft „Andernach.net“ organisierten Veranstaltung.

Für die 15-jährige Sophie von der St. Elisabethschule Mayen hat sich der Besuch der Messe auf Anhieb gelohnt. Die Schülerin hatte nicht nur reichlich Gelegenheit, sich über ihren Traumberuf „Altenpflegerin“ zu informieren – sie konnte sich noch vor Ort einen Praktikumsplatz sichern. „Ich habe gleich für heute Nachmittag einen Termin bekommen, um mich bei einer Einrichtung vorzustellen“, freut sich Sophie. Sofern sie ihre Prüfung bestehe, sei ihr dort sogar ein Ausbildungsplatz in Aussicht gestellt worden. Ihre gleichaltrige Mitschülerin Annalena sieht ihre Berufung als Kauffrau im Lebensmitteleinzelhandel. „Ich habe bereits ein Praktikum bei einem Lebensmitteldiscounter absolviert und einen entsprechenden Ausbildungsplatz in Aussicht“, erzählt sie. Dennoch möchte sich die Schülerin auf der Messe über Alternativen informieren.

Auch für Jannis und Finn, beide 14 Jahre alt und Schüler der Geschwister-Scholl Realschule plus, wird es, wie für viele ihrer Altersgenossen allmählich Zeit, sich Gedanken über ihre berufliche Zukunft zu machen. Die beiden Schüler sind, ebenso wie die Schülerinnen und Schüler der St. Thomas Realschule plus, im Vorfeld von ihren Fachlehrern auf den Messebesuch vorbereitet worden. So starten sie ihren Rundgang mit Block und Stift bewaffnet. „Unsere Aufgabe ist es, drei Berufe zu beschreiben, die wir dann anschließend gemeinsam in der Schule besprechen“, erklärt Finn. Während sein Klassenkamerad Jannis schon klare Vorstellungen von seinem künftigen Berufsleben hat, das er nach einem Praktikum als Elektroniker bei der Berufsfeuerwehr sieht, hat Finn noch keinerlei Ahnung, wohin seine Reise nach seiner Schulzeit gehen soll. „Die Messe ist eine gute Möglichkeit Einblicke in die verschiedene Berufen zu bekommen“, lobt der Jugendliche die Veranstaltung.

Dass es vielen Jugendlichen wie Finn geht, konnte auch so mancher Aussteller feststellen. „Die meisten haben keine feste Vorstellung von ihrem künftigen Beruf“, meint Franz-Josef Müller, Personalchef der Masa GmbH. Das Unternehmen nutzt seinen Messeauftritt, um Jugendliche insbesondere für handwerkliche und technische Berufe zu begeistern. „Bürojobs zu besetzen sei kein Problem“, so Müller. „Die Bewerbungen um Ausbildungsplätze zum Industriekaufmann stapeln sich nahezu bis zur Decke, während die Bewerbungen im handwerklichen und technischen Bereich recht übersichtlich sind“, bedauert Müller. Diese Erfahrungen teilen die meisten Firmen, die händeringend um handwerklichen Nachwuchs buhlen. Um den jungen Menschen die verschiedenen Gewerke schmackhaft zu machen, haben sich die Aussteller einiges einfallen lassen. So durften die Schülerinnen und Schüler beispielsweise ihr Geschick im Löten und Schrauben unter Beweis stellen oder an anderer Stelle einen Laserparcours bewältigen. Wer die Aufgaben geschickt löste, wurde mit attraktiven Preisen belohnt.

Die etwas älteren Schülerinnen und Schüler hatten ihre berufliche Zukunft schon etwas klarer im Blick. So möchte die 17-jährige Melissa von der Berufsbildenden Schule in Andernach beispielsweise eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolvieren. Sie habe bereits interessante Gespräche mit den beiden auf der Messe vertretenen regionalen Banken geführt. „Ich werde mich dort auf jeden Fall um einen Praktikumsplatz bewerben.“

Am Infostand der Bundespolizei herrschte ebenfalls großer Andrang. Auch der 14-jährige Luis, Schüler des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums Andernach, interessierte sich für die Karrieremöglichkeiten bei der Bundespolizei. Da die beiden Andernacher Gymnasien auch in diesem Jahr nicht im Klassenverband an der Messe teilnahmen, besuchte Luis die Ausstellung nach Schulschluss in Begleitung seiner Eltern. Denn für den Neuntklässler steht, wie für alle Schülerinnen und Schüler seiner Klassenstufe, Anfang kommenden Jahres ein Berufspraktikum auf dem Stundenplan. „Die Verantwortlichen beider Gymnasien haben zwar Anfang des Jahres an der Informations-Veranstaltung zur Messe teilgenommen, sich aber letztendlich dafür entschieden, den Schülern die Teilnahme freizustellen“, sagt Christian Heller, Geschäftsführer von Andernach.net. „Diese Entscheidung gilt es zu respektieren“.

Dass einige Aussteller ihr Informationsmaterial bereits nach dem großen Andrang am Vormittag beiseite geräumt hatten, und an vereinzelten Ständen weit vor dem offiziellem Messeende um 16 Uhr keine Ansprechpartner mehr zur Verfügung standen, bedauerten vor allem Eltern, die sich an diesem Nachmittag eigens Zeit dafür genommen hatten, ihre Kinder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz zu unterstützen.

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Kommentare
Wally Karl:
"Zum Thema St. Elisabeth Krankenhaus „haben wir uns bisher – ebenso wie CDU und Grüne – mit Stellungnahmen, Beschuldigungen, Ausmachen von Verantwortlichen bewusst zurückgehalten“ Genau, man kennt sich, man hilft sich. Wozu fragt man sich, sollen Bürger verschiedene Parteien wählen, wenn doch alle einer Meinung sind. Wo bleibt die gesunde Opposition? Wird so die viel beschworene Demokratie praktiziert? Im Grunde ist es die Kapitulation vor dem Machbaren. Das haben sich die Mayener Bürger nicht verdient.

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juergen mueller:
Frau Demut unterscheidet sich in nichts von anderen Politikern.Lügen,Täuschen,Tarnen.In den letzten 30 Jahren ist trotz der negativen Kenntnislage NICHTS passiert.Trotz freiwilliger Maßnahmen liegen die Nitratkonzentrationen nach wie vor weit über dem zulässigen Grenzwert.Unstrittig ist,dass die Nitrateinträge aus diffusen Quellen stammen = häufigste Ursache:"Landwirtschaftliche Flächennutzung" = Mineraldünger/Gülle aus Mastställen/Biogasanlagen.Ein ganzheitliches Verursacherprinzip betrachten?Sie reden Müll Frau Demut.Frau Klöckner ebenso mit ihrer Spezialisierung u.Intensivierung der Landwirtschaft.damit ist zu befürchten,dass die Akzeptanz von freiwilligen Maßnahmen sich rückläufig entwickelt (Frau Demut sollte sich einmal in der Landwirtschaft umhören,Nachdenken bevor sie redet). .In einigen Regionen ist das natürliche Abbauvermögen bereits vollständig erschöpft.Die Umsetzung rechtlicher Vorgaben ist vom politischen Willen abhängig u.der führt seit Jahrzehnten einen Dauerschlaf.
Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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