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Zwei Geocaching-Pfade in Melsbach offiziell eröffnet

Heinz-Willi Lemgen machte dem Ort zur 750-Jahr-Feier ein besonderes Geschenk

16.03.2017 - 09:26

Melsbach. Natur und Technik kommen sich immer näher, der Mensch profitiert davon. „Geocaching“ ist eine immer beliebter werdende Freizeitbeschäftigung, bei der mit technischer Unterstützung, sprich einem Smartphone oder einem GPS-Gerät, in der Natur bestimmte Stellen aufgesucht werden, wo sich kleine Geheimverstecke befinden. In Melsbach wurden am Sonntag zwei solcher Geocaching-„Parcours“ offiziell eröffnet, die man aber auch - ohne technische Unterstützung - als ganz normale Wanderwege mit einer Länge von jeweils fünf Kilometer benutzen kann.

Geocaching, im Deutschen auch GPS-Schnitzeljagd genannt, ist eine Art Schatzsuche. Die Verstecke (Geocaches) werden anhand geographischer Koordinaten im Internet veröffentlicht und können anschließend mithilfe eines GPS-Empfängers oder Smartphones gesucht werden. Mit genauen Landkarten ist die Suche alternativ auch ohne GPS-Empfänger möglich.

Ein Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch sowie häufig auch verschiedene kleine Tauschgegenstände befinden. Der Besucher kann sich in das Logbuch eintragen, um seine erfolgreiche Suche zu dokumentieren. Anschließend wird der Geocache wieder an der Stelle versteckt, an der er gefunden wurde. Der Fund kann im Internet auf der zugehörigen Seite vermerkt und gegebenenfalls durch Fotos ergänzt werden. So können auch andere Personen – insbesondere der Verstecker (englisch „Owner“) – die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen. Wesentlich beim gesamten Such- und Tauschvorgang ist, dass das Vorhaben von anderen Personen nicht erkannt wird und so der Geocache uneingeweihten Personen verborgen bleibt.

Die Einrichtung und Eröffnung der beiden Geocaching-Pfade in Melsbach gehen zurück auf den aus dem Ort stammenden Heinz-Willi Lemgen. Er sagt: „Wir feiern ja in 2017 das 750-jährige Bestehen von Melsbach. Ich habe versucht, das Geocaching in diese Jubiläumsfeierlichkeiten zu integrieren. Für heute habe ich zwei große Wanderwege mit jeweils fünf Kilometer Länge geplant, eine Nord- und eine Südroute. Sie fangen beide hier am Bürgerhaus an und enden auch hier. Geplant war, am Ende der Strecken einen Cache zu platzieren. Der sollte vom Vater unseres Ortsbürgermeister Holger Klein, also von Walter Klein, gebastelt werden, weil der handwerklich sehr geschickt ist. Leider ist Walter, weil er sich verletzt hat, nicht fertig geworden, deshalb mussten wir etwas umplanen. Als Ersatz habe ich zwei sogenannte Mysteries fertig bekommen. Das sind zwei Rätselcaches. Die werden heute um 17 Uhr von einer offiziellen Geocaching-Stelle, einem Reviewer, freigeschaltet. Ab diesem Moment sind diese Stellen auf den Handys der Teilnehmer zu erkennen und die Suche kann beginnen.“

Im Saal des Melsbacher Bürgerhauses warteten rund 30 Geocaching-Fans auf diese Freigabe der „Schatzsuche“, Paare, Einzelsucher, Ehepaare mit Kindern oder kleine Gruppen.

Das Interesse am Geocaching verteilt sich quer durch alle Altersgruppen. Wie er zum Geocaching kam, erklärt Heinz-Willi Lemgen so: „Ich bin immer schon gerne gewandert, habe früher auch an IVV-Wanderungen teilgenommen. Mit einem Freund war ich viel unterwegs.

Irgendwann haben wir gesagt: Wir kennen jetzt jeden Baum und jeden Strauch, wir brauchen mal eine Abwechslung. Irgendwie kam dann vor eineinhalb Jahren das Gespräch auf Geocaching und ruckzuck waren wir beide Feuer und Flamme für dieses Spiel.

So fing das an. Dies hier sind jetzt meine erste eigene Veranstaltung und meine ersten eigenen Caches, die ich lege. Das tun übrigens andere auch. Hier sind heute viele Teilnehmer dabei, die nicht nur suchen, sondern auch selbst Caches versteckt haben. Die werden ,Owner‘ genannt, also Besitzer.“ Lemgen verweist auf andere interessante Geocaching-Wettbewerbe in der Region, zum Beispiel am Fuß von Schloss Monrepos, wo jährlich an Halloween ein Geocaching-Pfad für genau ein Jahr freigegeben wird. Die beiden Wege in Melsbach bleiben zeitlich unbegrenzt geöffnet. Sie sind ganzjährig begehbar und auch für Rollstuhlfahrer zugänglich. Aus Hümmerich war die Familie Runkel zur Eröffnung der beiden Geocaching-Pfade in Melsbach gekommen. Mutter und Vater und die beiden Töchter sind seit neun Monaten Freunde dieses Suchspiels in der Natur. Bisher haben sie in dieser Zeit 70 Caches gefunden. Das sei nicht viel für echte Cacher, sagt der Vater. „Die würden einen für diese Zahl wohl eher belächeln. Aber wir nehmen es nicht so tierisch ernst. Es soll ja auch Spaß machen.“ Auch sind die beiden Töchter ja gerade mal sechs und neun Jahre alt. Das ältere der beiden Mädchen hat sogar seinen eigenen Cache-Account. Wenn das Wetter schön ist, verbindet die Familie den Gang durch die Natur mit der Suche nach Caches, die eventuell in der gerade begangenen Region abgelegt sind. Die Eltern: „Das ist für unsere Kinder schon eine sehr gute Motivation, mit uns raus zu gehen.“ In Waldbreitbach war die Familie schon unterwegs, und auch in Kurtscheid. Das ist aber bei weitem nicht alles: Auch im Ausland war Familie Runkel schon auf Cache-Jagd, so in Salzburg und in Venedig, auch an der niederländischen Nordseeküste, jedes Mal mit Erfolg. Geocaching ist weltweit spielbar, weiß die Familie. Melsbachs Bürgermeister Holger Klein begrüßte die Geocacher im Bürgerhaus und wünschte ihnen Erfolg bei der Suche. Er verwies noch auf die weiteren schönen Wanderwege, die der Ort zu bieten hat. Zum Beispiel wurde mit Unterstützung des Landesbetriebs Mobilität der Wanderweg nach Rengsdorf wieder instand gesetzt. Neu ist der so genannte Reformationsweg von Oberbieber nach Oberhonnefeld hinzugekommen, der am 30. April offiziell eröffnet wird.

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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