Kirchenchor Cäcilia hatte zu vorweihnachtlichem Konzert in der Pfarrkirche von Boos eingeladen

„I’m dreaming of a white Christmas“

10.12.2018 - 10:43

Boos. Nach dem überaus großen Erfolg 2015 des Konzerts der Mainzer Hofsänger hatte sich der Booser Kirchenchor Cäcilia für dieses Jahr wieder zu einem vorweihnachtlichen Konzert entschlossen und dem damit verbundenen immensen Aufwand. Als Partner konnten gewonnen werden Kai Höhmann für Orgelsoli, die Sänger der „Booser Alten Herren“ und der Chor „Gospel Traces“ aus Düngenheim. Es kam damit am zweiten Adventssonntag in der Booser Pfarrkirche St. Bartholomäus zu der ungewöhnlichen Begegnung abendländisch geprägter weihnachtlicher Klänge mit christlicher Musik des amerikanischen Kontinents. Das ist zwar ebenfalls Kirchenmusik, die aber auch Elemente hin zu christlicher Popmusik enthalten darf. Und diese Begegnung hatte durchaus ihre Reize, wie der Beifall der zahlreichen Gäste in der gut gefüllten Kirche vielfach bewies.

Den Auftakt zum Konzert gestalteten die Männer des örtlichen Kirchenchores mit einem Andachtsjodler eines unbekannten alpenländischen Künstlers, auf den die Begrüßung von Norbert Wilbert folgte, dem Vorsitzenden des das Konzert ausrichtenden Chores. Ortsbürgermeister Ulrich Faßbender erwähnte in seinem kurzen Grußwort besonders das Engagement von Norbert Wilbert, der den Vorstand des 128 Jahre alten Chores mit aktuell etwa 35 aktiven Sängerinnen und Sängern seit fast dreißig Jahren leitet, sowie Heinz-Günther Wagner, der dem Chor seit über 40 Jahren als Dirigent den Ton angibt. Den beiden sei es zu verdanken, dass der Chor immer wieder für Highlights im Ort sorgt. Weiterhin verriet der Ortsbürgermeister einiges zum zweiten örtlichen Chor, den in den 70er Jahren ins Leben gerufenen Booser Alten Herren. Sie sind seither mit tollen Vorträgen und Gesangseinlagen am Erfolg des Booser Karnevals

maßgeblich beteiligt. Vereinsjubiläen, Geburtstagsständchen sowie Veranstaltungen der Ortsgemeinde runden das musikalische Betätigungsfeld der Alten Herren inzwischen ab. Ganz unspektakulär hatten sie sich auf der Orgelempore postiert und sangen dort Hanne Hallers „Vater unser“. Die gute Akustik von St. Bartholomäus verlieh dem „ta ram tam tam tam“ des kleinen Trommelmanns den Ausdruck eines wirklichen Geschenks.


Gospelchor beeindruckt durch Volumen und Vehemenz


Und dann der erste Auftritt des Gospelchores aus Düngenheim. Was für ein Volumen, was für eine Vehemenz. Der junge Chorleiter Maximilian Kuhn leitet den Chor nicht nur gefühl- und schwungvoll, er ist auch mehrfach durch Sologesang in Erscheinung getreten. Immer wieder, als willkommene musikalische Abwechslung Kai Höhmann mit einem Orgelsolo. Und anschließend nach dem Auftaktpart der zweite Auftritt des heimischen Chores Cäcilia mit nicht so bekannten Advents- und Weihnachtsliedern. Außer Tochter Zion. Tochter Zion ist ein im deutschsprachigen Raum als Adventslied bekanntes Werk. Es basiert auf von Friedrich Heinrich Ranke umgetexteten Chorsätzen aus Georg Friedrich Händels Oratorien Joshua und Judas Maccabäus.

Wer tut es nicht und der Gospelchor hat bei seinem zweiten Auftritt die Wünsche vieler Menschen klanglich formuliert: „I’m dreaming of a white Christmas“. White Christmas oder Weiße Weihnachten ist der Titel eines von Irving Berlin komponierten und von Bing Crosby erstmals gesungenen Weihnachtsliedes, das zu den meistverkauften Singles aller Zeiten gehört.

In seinen Schlussworten wünschte Ortsbürgermeister Faßbender den Gästen eine besinnliche Adventszeit und lud allgemein zu einem abschließenden gemütlichen Beisammensein in das wenige Schritte entfernte Jugendheim ein, wie die ehemalige Schule und das heutige Dorfgemeinschaftshaus von Boos genannt wird.

Den musikalischen Schlussakzent setzten der Kirchenchor Cäcilia und der Gospelchor gemeinsam: Alle drei Strophen des beliebten Weihnachtsliedes „O du fröhliche ...“. Ungewöhnlich dabei kreierte der Chor Gospel Traces während des gemeinsamen Gesangs eine textliche eigene dritte Strophe.

Ein gelungenes vorweihnachtliches Konzert fand damit seinen Abschluss und war ein Gewinn für jeden Hörer. Zum Gewinn wurde der kostenlose Besuch auch für für den unbürokratischen Hilfsfond Martinshilfe der Verbandsgemeinde Vordereifel und für das Projekt „Unser Notarzt“ in Adenau, denen die gesammelten Spenden jeweils zur Hälfte zufließen werden.

WE

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juergen mueller:
Warum immer so kompliziert - 30 Grad Differenz - wen interessiert`s. Steingärten sind optisch monoton und ökologisch = 0. Die NACHTEILE - Teuer in Anschaffung und Pflege, Insekten,Vögel u.andere Gartentiere finden weder Nahrung noch Lebensraum, Schnell unansehnlich durch Algen und Pflanzenaufwuchs, Regelmäßiges Reinigen nötig - Einsatz von Laubbläsern, Hochdruckreiniger kostet Energie und schädigt Kleinlebewesen, Einsatz von Pestiziden tötet Lebewesen, Schotter heizt sich im Sommer auf, Feinstaub wird nicht gefiltert, Staubbelastung steigt, Lärm wird verstärkt, Boden wird verdichtet u.zerstört, später aufwendige Renaturierung nötig, Wasser kann gar nicht oder nur schwer versickern. Das muss reichen, um dagegen zu sein, oder?
juergen mueller:
Was für Träumereien - ein Neubau, etwas was der ein oder andere in diesem Leben eh nicht mehr erleben wird, Hauptsache,darüber geredet - wie lange schon?. Und die Frage ist - WOFÜR? Vor Jahrzehnten ABENDSPORTFEST ... ade FUSSBALL ... ade Also - WOFÜR eine neue Tribüne, Herr NAUMANN?
juergen mueller:
Seit wann setzen vor allem CDU und SPD auf Transparenz?Dieses Wort gibt es nicht in deren Wortschatz.Die leben ihre undurchsichtige Politik nach wie vor nach dem Motto aus:"Bürger*innen dürfen zwar alles essen, aber nicht alles wissen".Politik lässt sich nicht in die Karten schauen.Da wird vertuscht,getäuscht,gelogen und verarscht und das auf einem sprachlichen und gestikreichen absolut unterem Niveau - man schaue sich auf FACEBOOK den Senf der SPD-Fraktion einmal näher an.Ein Herr Biebricher/CDU zerreißt sich das Maul immer nur dann,wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist - inhaltlos,verständnislos,absolut desorientiert,uninformiert,selbstgefällig,von seiner eigenen unwichtigen Wichtigkeit überzeugt,das Bild eines Möchtegern-Politikers,der seine Abwahl als Landtagsabgeordneter immer noch nicht verkraftet hat,weil ihm vom Wähler aufgezeigt wurde,dass es dafür dann doch nicht reicht - die SPD mit eingeschlossen. BÜRGERBETEILIGUNG - BÜRGERNÄHE = eine verlogene POLITIK.
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